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Leihmutterschaft: Das Geschäft mit dem Kinderwunsch

#WOMANforWOMEN: Eine erfolgreiche Schwangerschaft wird zum Geschäft - von dem nicht unbedingt Frauen in Ländern wie Indien oder auch Mexiko, wo eine Leihmutterschaft erlaubt ist, profitieren: Kaufen wir nicht nur billige T-Shirts, sondern auch billige Kinder?

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Leihmutterschaft
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In Österreich ist die Praxis der Leihmutterschaft, wie auch in vielen anderen westlichen Ländern, verboten. Es ist bei uns verboten, seinen Körper für die Dauer einer Schwangerschaft zu "verleihen" und eine fremde befruchtete Eizelle auszutragen, damit jemand anderer sein Wunschkind erhält. Aber der Kinderwunsch ist bei vielen so stark, dass daraus nun ein Geschäftsmodell in den Ländern entstanden ist, wo Leihmutterschaft erlaubt ist. Und das ist oftmals leider dort, wo Arbeitskräfte beziehungsweise Menschen ausgebeutet werden.

Beispielsweise in Indien werden jährlich über 2000 Babys von einer Leihmutter geboren. Das Geschäft floriert ebenso in Thailand und Mexiko. Länder, wo die Armutsrate hoch ist und somit Frauen darin eine Chance sehen, mehr Geld verdienen zu können.

Was für sie viel Geld bedeutet, ist für westliche Verhältnisse immer noch günstig. Denn hier erhält man das gesamte Baby-Paket zu einem Bruchteil dessen, was eine Leihmutterschaft beispielsweise in den USA kostet.

Allerdings bedeutet der geringe Preis manchmal auch prekäre, medizinische Verhältnisse sowie eine neue Form der Ausbeutung und massive Beeinträchtigungen der Lebensbedingungen sowie Rechte der Frauen: Wird die Gebärmutter der Frau von diversen Agenturen "gemietet", dann bestimmen diese beispielsweise oft auch, dass die Frauen in sogenannten Leihmutterschaftshäusern wohnen müssen und nicht mehr bei ihrer Familie sein können.

Werden die Bedingungen jedoch gesetzlich in einem Land geändert, dann zieht die Baby-Industrie einfach weiter. Was also kann die Lösung dieses internationalen Problems sein? Dazu haben wir mit Prof. Dr. Carolin Schurr, Professorin an der Universität St. Gallen, gesprochen - sie führte zwischen 2013 und 2016 über 150 Interviews mit Leihmüttern in Mexiko und setzt sich sich seither intensiv mit der Thematik auseinander:

WOMAN: Wie beurteilen Sie das Geschäft mit der Leihmutterschaft? Denn der Wunsch von Eltern, die selbst keine Kinder zeugen können, ist ja nachvollziehbar.
Schurr: Der individuelle Kinderwunsch ist für jeden, der selbst Kinder hat oder für den Kinder zu einem erfüllten Leben gehören, sehr wohl nachvollziehbar. Problematisch ist das „Geschäft mit der Leihmutterschaft“ in seiner Summe aufgrund der Tatsache, dass dieses Geschäft von sozialen und globalen Ungleichheiten geprägt ist, wie auch viele andere Sektoren der Produktion und des Konsums.

Ebenso wie wir als Konsumentinnen und Konsumenten von den schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen von Sweatshop-Näherinnen in Bangladesch profitieren, wenn wir für 9,99€ ein T-Shirt bei H&M kaufen, erfüllt sich für viele der Kinderwunsch aufgrund der Möglichkeit die reproduktive Arbeit des Gebärens an mexikanische Frauen auszulagern. Während eine Leihmutterschaft im US-Bundesstaat Kalifornien bis zu 150.000 USD kostet, kostet ein „all-inclusive“ Leihmutterschaftspaket im Tourismusparadies in Cancún, Mexiko „nur“ 50.000 USD. Noch billiger ist ein Leihmutterschaftsprozess in der Ukraine (30.000 USD) oder in Indien (25.000 USD). Entsprechend verdient eine Leihmutter ganz unterschiedlich viel, je nachdem, wo sie ein Kind für die Wunscheltern austrägt.

Das heißt, der globale Markt für Leihmutterschaft ist wie die globalisierte Ökonomie allgemein von sozialen Ungleichheiten geprägt. Personen im globalen Norden und Süden profitieren in unterschiedlichem Maße von diesem neuen Markt. Einerseits ermöglichen diese neuen Outsourcing-Ökonomien Frauen in Ländern wie Indien oder Mexiko neue Arbeitsmöglichkeiten in Maquiladoras, Special Trade Zones, Sweatshops oder eben auch Leihmütter-Hostels. Ein „Job“ als Leihmutter wird dabei von den Leihmüttern selbst oft als die beste Option im Hinblick auf die bestehenden Arbeitsmöglichkeiten gesehen. Die Arbeit als Leihmutter gilt als weniger physisch anstrengend, weniger gefährlich als zum Beispiel eine Arbeit in Sweatshops oder einer Maquiladora.

»In neun Monaten verdienen die Frauen so viel Geld als Leihmütter, wie sie oft in zehn Jahren in anderen, ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitsstellen, kaum verdienen könnten.«

In neun Monaten verdienen die Frauen so viel Geld als Leihmütter, wie sie oft in zehn Jahren in anderen, ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitsstellen, kaum verdienen könnten. Für die Wunscheltern machen diese neuen Formen der Reproduktion ihren Traum vom „eigenen“, genetisch verwandten Kind möglich. Dies gilt insbesondere für homosexuelle und alleinstehende Männer, die neben der für sie schwer zugänglichen Adoption keinen Weg haben, ihren Kinderwunsch zu erfüllen.

»Die reproduktive Arbeit einer Leihmutter ist „eben doch kein Job wie jeder anderer“, wie eine Leihmutter selbst im Interview betonte.«

Andererseits schreiben globale Leihmutterschaftsmärkte koloniale und postkoloniale Ausbeutungsverhältnisse fort, wenn sie den Kinderwunsch von westlichen Paaren über das Leben der Leihmütter stellen. Denn, die reproduktive Arbeit einer Leihmutter ist „eben doch kein Job wie jeder anderer“, wie eine Leihmutter selbst im Interview betonte. Eine Leihmutterschaft kann wie jede Schwangerschaft und Geburt immer auch im Tod des Kindes und/oder der Mutter enden. Im ersteren Fall erhält die Leihmutter dann oft keine oder nur einen geringen Teil, der ihr versprochenen finanziellen Kompensation. Im zweiten Fall, werden die Kinder der Leihmütter, die meist alleinerziehend sind, ihrer Familie beraubt. Der Traum „der glücklichen Familie“ kann also durchaus zum Albtraum für eine andere Familie werden.

»Der Traum „der glücklichen Familie“ kann also zum Albtraum für eine andere Familie werden. «

WOMAN: Wie ist es überhaupt zum Phänomen gekommen, dass aus Babys ein „Business“ wurde?
Schurr: Vivanne Zelizer zeigt in ihrem Buch „The priceless child“, dass die Idee, dass Kinder kein ökonomischer Wert zugesprochen werden sollte, ein relativ junges Phänomen ist. Lange wurden Kinder primär aus ökonomischen Überlegungen heraus betrachtet; als kostenlose Arbeitskräfte, die auf dem Hof helfen, als Altersabsicherung, etc.
Auch heute noch spielt der ökonomische Wert von Kinder in vielen Regionen der Welt eine große Rolle - nicht nur im Hinblick auf die von ihnen verrichtete Kinderarbeit, sondern auch im Falle von Mitgift, Heiratsmärkten oder Kinderhandel.

»Wir sind alle Teil eines schnell wachsenden „Baby-Business“.«

Gleichzeitig sind wir alle Teil eines schnell wachsenden „Baby-Business“. Denn fast alle Gebärenden sind Kundinnen des Baby-Marktes, wenn sie an Geburtsvorbereitungskursen teilnehmen, Dulas buchen, sich für einen Kaiserschnitt in privaten Krankenhäusern entscheiden oder für zusätzliche genetische Tests und Ultraschalls bezahlen. Heutzutage ist fast jede Geburt in der westlichen Welt von ökonomischen Logiken und Praktiken beeinflusst.
Der Markt für Leihmutterschaft ist somit nur der Eisberg eines globalen Baby-Business, das Teil des expandierenden Marktes für Reproduktionsmedizin ist. Da in vielen Ländern der Welt die Kosten für reproduktive Technologien wie In-Vitro Fertilisation nicht von den staatlichen Krankenkassen übernommen werden, ist dieses Feld der Medizin meist in privater Hand. Die Reproduktionsmedizinerinnen und -mediziner sind also zugleich immer auch Geschäftsfrauen und –männer.

WOMAN: Seit wann gibt es dieses „Geschäftsmodell“?
Schurr: Lange vor dem ersten kommerziellen Leihmutterschaftsprozess von Baby M (geboren am 27. März 1986 in New Jersey, USA) waren Formen der traditionellen Leihmutterschaft von traditionellen über kolonialen bis hin zu modernen Gesellschaften üblich. Afrikanische Sklavinnen wussten oft bereits im Vorfeld, dass sie ihre Babys an ihre „Patrons“ abgeben mussten. In Mexiko gibt es eine lange Tradition, dass sich kinderlose Paare ihren Kinderwunsch mit Hilfe ihres Dienstmädchens erfüllen. In Guatemala haben Familien in Hochzeiten der internationalen Adoption gezielt Kinder gezeugt, um sie dann für die Adoption frei zu geben und mit diesem Geld ihre eigenen Familien ernähren zu können.

Die Geschichte des Baby-Business reicht also weit in die Geschichte zurück. Während Leihmutterschaft seit den 1980er/1990er Jahren in einigen westlichen Ländern praktiziert wurde, oft ohne finanzielle Kompensation, blüht der transnationale Markt für Leihmutterschaft seit der Jahrtausendwende – auch als Konsequenz der zunehmenden Regulierung des internationalen Adoptions-Business – in Ländern wie Indien, Thailand, Mexiko.

WOMAN: Wie sehr profitieren die Leihmütter davon? Kann man in manchen Ländern oder Agenturen auch von einem fairen Deal sprechen oder profitieren nur die Vermittler?
Schurr: Unsere Forschung in Mexiko hat erhoben, dass die Leihmütter dort zwischen
11.500 und 19.500 USD erhalten. Die Kompensationszahlungen entsprechen im Schnitt ziemlich genau dem durchschnittlichen Netto-Haushaltseinkommen in Mexiko von 13.085 USD (OECD, 2015). Generell erhalten Leihmütter in Mexiko ungefähr ein Viertel bis ein Fünftel der Gesamtkosten eines Leihmutterpakets. Die medizinischen Verfahren, gegebenenfalls die Verwendung von Eizellen machen den Großteil der Kosten aus. Jedoch sind es die Agenturen, die internationale Wunscheltern an mexikanische Kliniken vermitteln, die am meisten Profit schlagen aus dem Prozess.

»Eine „faire Leihmutterschaft“ ist in einer von extremen sozialen Ungleichheiten geprägten Welt nur schwer möglich.«

In unserer Forschung zeigen wir, dass die Arbeitsbedingungen, die Verträge und die Art und Weise wie die Leihmütter vom medizinischen und administrativen Personal sowie den Wunscheltern behandelt werden, entscheidend dafür sind, wie sie den Leihmutterschaftsprozess wahrnehmen. Generell würde ich sagen, dass eine „faire Leihmutterschaft“ in einer von extremen sozialen Ungleichheiten geprägten Welt nur schwer möglich ist.

Denn, wer das Geld hat, hat auch die Macht, Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel ob das Kind per Kaiserschnitt gebärt werden soll, ob bei Mehrlingsschwangerschaften einer der Embryonen abgetrieben werden soll oder ob die Leihmutter lieber in einem Leihmutterhostel als bei ihrer Familie ihre Schwangerschaft verbringen soll. Nichtsdestotrotz haben wir viele Leihmütter interviewt, die sehr liebevoll von „ihrem“ Leihmutterkind und „ihren“ Wunscheltern gesprochen haben und sich schon bald nach der Geburt des Kindes für eine zweite Leihmutterschaft beworben haben.

WOMAN: Wie läuft eine Leihmutterschaft in Mexiko beispielsweise ab?
Schurr: Im Dezember 2015 wurde Leihmutterschaft im Bundesstaat Tabasco in Mexiko, dem einzigen Staat in dem Leihmutterschaft legal war, für internationale und unverheiratete Paare verboten. Trotz des Verbotes finden interessierte Wunscheltern zahlreiche Möglichkeiten, eine Leihmutter in Mexiko unter Vertrag zu nehmen. Eine Möglichkeit, die vor allem von Mexikanerinnen und Mexikanern in Anspruch genommen wird, ist sich ganz eigenständig ohne die Hilfe von Vermittlungsagenturen selbst eine Leihmutter zum Beispiel über einschlägige Facebook-Foren zu suchen.

Internationale Paare vertrauen meist auf international agierende Leihmutteragenturen, die den Kontakt zwischen den Wunscheltern und einer IVF-Klinik herstellen. Meist kooperieren die IVF-Kliniken wiederum mit lokalen Agenturen, die Leihmütter und Eizellenspenderinnen rekrutieren. Des Weiteren benötigen die Wunscheltern Rechtsbeistand sowohl im Heimatland als auch vor Ort, um die Staatsbürgerschaft des Kindes – je nach Staatsbürgerrecht des jeweiligen Landes – direkt im Heimatland oder vorläufig im Land, in dem das Kind zur Welt kommt, zu erhalten.

WOMAN: Ist es mit keinerlei juristischen Konsequenzen verbunden, wenn die Wunscheltern aus einem Land kommen, in der Leihmutterschaft verboten ist und dann ein Kind quasi „importieren“?
Schurr: In den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Schweiz und Österreich gilt generell, dass die Frau die Mutter ist, die das Kind gebärt und auf Basis dieses Gedankens, ist Leihmutterschaft verboten. Es gibt jedoch einfache juristische Schlupflöcher. Normalerweise erkennt der Wunschvater das Kind als sein eigenes an, die Wunschmutter muss dann das Kind als Stiefkind adoptieren.

»Strafbar ist die Leihmutterschaft nur für Ärzte und Ärztinnen, wenn sie eine solche praktizieren oder vermitteln, nicht jedoch für die Wunscheltern selbst.«

In vielen Ländern werden jedoch direkt die Namen der Wunscheltern auf die Geburtsurkunde geschrieben – und somit die Leihmutter unsichtbar gemacht. In diesem Fall müssen de Behörden erst einmal nachweisen, dass es sich tatsächlich um einen Leihmutterschaftsprozess handelt. Strafbar ist die Leihmutterschaft nur für Ärzte und Ärztinnen, wenn sie eine solche praktizieren oder vermitteln, nicht jedoch für die Wunscheltern selbst. Die einzige Komplikation, die jedoch sehr häufig auftritt ist, dass es ein regelrechter bürokratischer Kleinkrieg ist, bis das Kind tatsächlich vom Staat als das eigene Kind anerkannt wird. Komplizierter ist es für homosexuelle Paare in Ländern, in denen die Adoption für gleichgeschlechtlichte Paare noch nicht legalisiert wurde.

WOMAN: Sehen Sie ein Verbot der Leihmutterschaft – wie etwa in Österreich – als Lösung des Problems?
Schurr: Nein, denn wir sehen ja heute nur zu gut, dass der Kinderwunsch für viele so stark ist, dass er die Wunscheltern über die Grenzen ihres Landes treibt, um sich dort den Kinderwunsch zu erfüllen.

WOMAN: Was wäre in ihren Augen eine Lösung des Problems?
Schurr: Es braucht analog zu der Den Haager Konvention für internationale Adoption klare internationale Abkommen. Zentral ist dabei, dass internationale Arbeitsstandards der International Labour Organization auch für Leihmütter gelten, also Leihmutterschaft als Form der Arbeit anerkannt wird.

Carolin Schurr
Prof. Dr. Carolin Schurr

Kommentare

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Jeder muss für sich das persönliche Maß dazu finden, weil ich auch denke, dass das Private zu wenig Schutz genießt und wir dadurch ein Stück unserer Selbst verlieren, wenn wir weiter so grenzenlos uns zur Schau stellen. Wir alle machen die Meinung, weil wir sie äußern und weil wir sie konsumieren.

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… aber Gott uns Menschen anscheinend die Fähigkeit/das Wissen gegeben, „künstlich“ Kinder zu erzeugen. Ist es nicht dadurch auch wieder „natürlich“? Ja, es ist eine philosophische Frage, auf die es wohl keine abschließende Antwort geben wird. Tatsächlich ist der momentane Trend doch eher Richtung Öffentlichkeit und weg von dem Privaten – ob „Talentshows“ oder Facebook …

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Und wenn einer sich in der Ukraine von Ärzten behandeln lässt, wird das wie eine kriminelle Tat verschwiegen.

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Da spricht man darüber, wie lange man es schon versucht, ob man eine künstliche Befruchtung durchführt, wie oft man die schon gemacht hat, bei wem das Problem liegt. Also ein komplett anderer Umgang als in Deutschland. Hier ist es einfach so, dass man sich schämt, dass man glaubt man habe versagt, weil es nicht klappt.

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Und was das Private angeht. Also erst kürzlich habe ich mit einer Bekannten geredet über das Thema Kinderlosigkeit und die wiederum hat eine Schwester, die in Paris lebt und mir erzählt, dass ihre Schwester es merkwürdig findet, in Frankreich würde das Thema überhaupt kein Tabu sein.

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Das finde ich absurd. Genau wie all die Männer, die gerade Ende 60 sind und mit ihren jüngeren Frauen Kinder bekommen oder alleinstehende Spinnerin aus D mit 65 mit Vierlingen in der Ukraine Mutter wird. Finde ich persönlich unverantwortlich gegenüber den Kindern, die Greise als Väter haben, wenn sie das überhaupt noch erleben werden. Aber da soll es in Ordnung sein, weil die Natur das ja zulässt?

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Es ist aber immer das Bestreben der Menschen gewesen, das Leben zu verlängern und z.B. Krankheiten zu vermeiden und die Behandlung einer Kinderlosigkeit ist eine Heilbehandlung. Aber es würde mich glücklich machen – nur geht es nicht. Es geht auch nicht darum Grenzen zu überschreiben, wie z.B. Robert de Niro (68), der mit seiner 58 Jährigen Frau jetzt ein 2. Kind bekommen hat per Leihmutterschaft.

Autor

Es ist eine sehr philosophische Frage, inwieweit wir in die Natur eingreifen sollen/dürfen. Aber mal ganz ehrlich, wenn man den Gedanken von Dir so weiterverfolgt, dann dürfte es so viele Menschen nicht mehr geben auf der Welt, weil z.B. ja auch ein künstliches Hüftgelenk oder eine Herz-OP ja ein Eingreifen in die Natur und den Verlauf jedes einzelnen Menschen geht.

Autor

Ich denke aber, dass es wirklich Frauen gibt, die das aus Nächstenliebe wirklich durchziehen möchten und im Frieden damit leben können, das Baby nach der Entbindung abzugeben. Es besteht ja oftmals beim Einsatz von Eizellen und Sperma des kinderlosen Paares keine Verwandtschaft zum Kind.

Autor

(In den meisten Fällen vermute ich mal, es sei denn, der Spender möchte dann später Kontakt). Sicherlich ist die Austragung einer Schwangerschaft ein anderes Kaliber, denn die Leihmutter trägt eine große Verantwortung und das Wort Leihmutter sagt es ja schon – sie ist nur der Brutkasten und sollte sich dessen noch mehr über die Konsequenzen bewusst sein, als der Spender.