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Lena Dunham: Mit nur 31 Jahren die Gebärmutter entfernt

Sie hatte jahrelang Schmerzen, unzählige Operationen und alternative Medizin probiert - als alles nichts geholfen hat, entschied sich Lena Dunham ihre gesamte Gebärmutter entfernen zu lassen.


Lena Dunham
© Getty Images

Es ist ein wirklich drastischer Schritt - aber jahrelange Schmerzen haben sie wohl regelrecht dazu gezwungen: Die Schauspielerin, Regisseurin und Autorin ("Girls") Lena Dunham ließ sich ihre Gebärmutter komplett entfernen.

Schon seit ihrer frühen Jugend leidet die 31-Jährige an Endometriose, einer chronischen Erkrankung, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter ausdehnt und dort Zysten sowie Verklebungen bildet. Und bei jeder Periode melden sich diese mit massiven Schmerzen.

Und damit ist sie keineswegs alleine. Weltweit sind etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller Frauen von der als "gutartig" titulierten Krankheit betroffen. Und es ist noch nicht erforscht, wie und warum Endometriose entsteht, weswegen es auch keinerlei Vorbeugung gibt. Werden die Zysten und Verklebungen operativ entfernt, dann kehren sie leider fast immer zurück.

Lena Dunham hatte bereits Operation im zweistelligen Bereich - und immer wieder kehrten die Schmerzen zurück, wie sie nun in einem Essay in der US-Vogue berichtet. Darüber hinaus befanden sich ihre inneren Organe in einem schlimmen Zustand: "Zusätzlich zur Endometriose hatte ich Blutungen in den Bauchraum. Meine Eierstöcke hatten sich an die Sakralnerven geheftet, die uns das Laufen ermöglichen. Das einzig schöne Detail ist, dass meine Gebärmutter - die wie eine Glühbirne geformt sein soll - aussah, wie ein Herz."

Nach allen erdenklichen Versuchen die Endometriose zu behandeln - ebenso mit alternativer Medizin, wie Yoga, Beckenbodentherapie, Massagetherapie, Schmerztherapie, Farbentherapie oder Akupunktur, entschied sie sich nun, ihr Leiden endgültig zu beenden und die Ursache - die Gebärmutter - entfernen zu lassen.

Auf natürlichem Weg kann sie daher nun keine Kinder mehr bekommen, aber Dunham hat eine eigene Familie noch nicht für sich ausgeschlossen. Sie will nach einer Erholungsphase herausfinden lassen, ob ihre "Eierstöcke - die sich irgendwo in dieser riesigen Höhle mit Organen und Narbengewebe befinden - immer noch Eizellen haben." Dies würde eine Leihmutterschaft möglich machen. Und auch Adoption schließt Dunham nicht aus.

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