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Lena Dunham ließ sich den linken Eierstock entfernen

Nachdem der Schauspielerin Anfang 2018 die Gebärmutter entfernt wurde, musste sie sich nun wegen starker Schmerzen wieder einer OP unterziehen lassen.

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lena dunham im pullover mit uterus drauf
© 2015 Getty Images

Lena Dunham ist nicht nur brennende Feministin, sondern auch Advokatin der Bodypositivity-Bewegung. Sie hat selbst in den letzten Jahren viel zugenommen und bezeichnete sich auf Instagram als so glücklich wie noch nie in ihrem Leben. Auch so ist die Schauspielerin und Comedian sehr offen, wenn es um Themen der Frauengesundheit geht. Zum Beispiel über ihre Endometriose, wegen der sie sich Anfang des Jahres mit nur 31 Jahren die Gebärmutter hat entfernen lassen.

Doch der schwierige Eingriff hat nur einen Teilerfolg gebracht, schrieb Lena Dunham auf Instagram. Deshalb musst nun auch ihr linke Eierstock entfernt werden. Dieser war von Narbengewebe überwuchert und drückte so auf Nervenenden. Sie habe weder richtig pinkeln oder stehen können, so die Schauspielerin. Das Bild, unter dem sie über ihre OP berichtet, zeigt sie verwundbar im Krankenhausbett mit zwei Narben am Bauch:

Und wie es ihre Art ist, sprach sie auch die Doppelmoral rund um das Thema Gesundheit an. Denn wenn sie nach der Entfernung ihrer Gebärmutter über Schmerzen geklagt habe, sei sie von fremden zurechtgewiesen worden, dass jetzt eigentlich alles wieder okay sein sollte. Man empfahl ihr, Akupunktur machen zu lassen oder zur Therapie zu gehen, denn die Schmerzen müssten ja psychosomatisch sein. Dunham kommentierte dies nur damit, dass sie sowieso seit 25 Jahren therapiert wird.

Zusätzlich machte sie darauf aufmerksam, dass Frauen im amerikanischen Gesundheitssystem immer noch beharrlich kämpfen müssen, um solche Untersuchungen oder Operationen von der Versicherung bezahlt zu bekommen.

Was ist Endometriose?

Dunham litt jahrelang an Endometriose. Dies ist eine gutartige, chronische Erkrankung, bei der die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) sich selbstständig macht, in andere Organe wandert und dort Unheil in Form von schmerzvollen Zysten und Verklebungen anrichtet. Das Resultat sich mitunter solche Regelschmerzen, dass Betroffene ohne starke Schmerzmittel nicht aufrecht stehen oder funktionieren können.

Die Schauspielerin hatte versucht, mit vielen Alternativmethoden gegen die Schmerzen anzukämpfen, musste dann aber kapitulieren. "Zusätzlich zur Endometriose hatte ich Blutungen in den Bauchraum. Meine Eierstöcke hatten sich an die Sakralnerven geheftet, die uns das Laufen ermöglichen. Das einzig schöne Detail ist, dass meine Gebärmutter - die wie eine Glühbirne geformt sein soll - aussah, wie ein Herz." , schrieb sie in einem Essay in der Vogue. Deshalb ließ sie sich Anfang 2018 die Gebärmutter endgültig entfernen.

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