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Lena Hoschek: "Alles love, love, love"

Als erste Österreicherin designt Lena Hoschek eine Coca-Cola light Dose und sorgt damit für mehr Aufmerksamkeit in Herzensangelegenheiten.

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Lena Hoschek designt eine Dose von Coca-Cola light.

Wie frisch geküsst: Der Original-Lippenaufdruck der Designerin auf der von ihr designten Coca-Cola light Dose.

© Peter M. Mayr im Auftrag von Coca-Cola light

Denkt man an die Designerin Lena Hoschek, ist eine erste Assoziation wohl immer: Rote Lippen. Und genau jene platzierte sie nun auf die von ihre designte Coca-Cola light Dose. Um die 60 Mal musste sie hierfür ein Stück Papier knutschen und sauber nachschminken, dafür prangt nun der Original-Lippenaufdruck auf der exklusiven Limited Edition. Erstmalig ist es eine österreichische Designerin, die nach Karl Lagerfeld oder Jean Paul Gaultier mit Coca-Cola kooperiert und die klassische Dose im neuen Design erstrahlen lässt.

Ab Ende Mai 2013 kommt die limitierte „Lena Hoschek Coca-Cola light Dose“ im Herzdesign in den Handel, die Aufmerksamkeit auf das Frauenherz lenken soll. Denn die im letzten Jahr vom Konzern gestartete Kampagne „Folge deinem Herz“ – eine Initiative für mehr Herz-Bewusstsein bei Frauen – geht in die nächste Runde.

Mode lässt die Herzen der Frauen höher schlagen und daher erschien die Kooperation mit Lena Hoschek nur logisch um gemeinsam mit dem Österreichischen Herzfonds und der Initiative ZONTA Golden Heart auf das Thema und die Präventionsmaßnahmen aufmerksam zu machen und somit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen in den nächsten Jahren deutlich zu senken. Denn Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen nicht nur Männer – sie zählen zu den häufigsten Todesursachen bei Frauen in Österreich. In der Vergangenheit jedoch wurde die medizinische Forschung fast ausschließlich an Männern durchgeführt und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen leider ignoriert. Das hat wesentlich dazu beigetragen, dass Frauen heute über ihr Herz-Kreislauf-Risiko, Symptome und Präventionsmaßnahmen nicht ausreichend Bescheid wissen. Dabei kann gerade bei diesen Krankheiten viel über Prävention erreicht werden: Eine gesunde Lebensweise ermöglicht ein langes Leben.

Wir haben mit Lena Hoschek zur Kooperation, ihrer frühen Liebe zur Mode sowie ihrem eigenen, gerade sehr verliebten Herz, gesprochen:

WOMAN: Wie kam es zu dieser Kooperation?
Lena Hoschek: Die Coca-Cola light Kampagne „Folge deinem Herzen“ ist ja eng verknüpft mit Mode. Das ist ja nicht von Österreich ausgegangen, sondern direkt von Amerika. In Deutschland ist das Testimonial Heidi Klum und ich glaube eben, dass das Marketing die am meisten mit Mode assoziierte Person oder bekannteste Persönlichkeit im jeweiligen Land sucht, die auch mit einem Light Getränk, dem Lifestyle und auch mit dieser Charity-Aktion etwas anfangen kann. Und so ist Coca-Cola – ich weiß nicht wieviele andere Auswahlkandidaten es noch gegeben hat – in relativ schneller Instanz zu mir gekommen.
Der erste Grund, warum ich Ja gesagt habe ist natürlich der gute Zweck. Ich bin selbst aber von dieser Kampagne erst aufgeklärt worden. Ich dachte immer so im Scherz, bei dem vielen Stress, den ich habe, bekomme ich sicher einmal einen Herzinfarkt. Aber Frauen kriegen das eh nicht. Dass man sich als Frau eben keine Gedanken darüber machen muss, einen Herzinfarkt zu kriegen, den kriegen ohnehin nur Männer. Dann habe ich mir all die Informationen der Kampagne durchgelesen und mir ist ein bisschen schummrig geworden: Ich sollte doch mehr Sport betreiben, mich gesünder ernähren und auf mein Temperament achten. Denn wenn etwas schief läuft – und es läuft immer etwas schief, das ist ganz normal in einer Firma – rege ich mich so auf und merke richtig wie mein Herz zu rasen beginnt, es einem wirklich bis zum Hals schlägt und die Kabel rauskommen.
Und generell liebe ich alles, was mit Herzerl zu tun hat oder mit der Farbe Rot: Ich bin ja selbst mega in love, verlobt seit einem halben Jahr und alles dreht sich um die Liebe. Bald bringe ich auch ein Parfum heraus, das heißt „Love Rose“ – alles ist also love love love.
Dazu ist das Herzsymbol ja nicht nur ein Werbesymbol, sondern weltweit zur Message geworden. Wie das Smiley die SMS erobert hat, hat dieses Herz Instagram, Facebook, und Co erobert. Und so macht halt eine Kampagne auch Spaß, wenn sie am Puls der Zeit ist und man sich kreativ ein bisschen ausleben kann. Nicht nur ein Produkt und ein Designer, die zusammenkommen, sondern mehrere Aspekte, die einfach passen.

WOMAN: Die Kampagne beinhaltet ja nicht nur die neu gestaltete Dose, sondern auch drei von dir designte Kleider, die es über Coca-Cola zu gewinnen gibt. War dies ein Gedankengang – eine Designidee?
Lena Hoschek: Nachdem es bereits eine kleinere Kooperation zur Vienna Fashion Night gab, die gut angekommen ist, haben wir nun überlegt, was könnte man mehr machen? Und was könnten Frauen möglicherweise von mir wollen? (lacht)
Dann haben wir beschlossen, ich mache drei Entwürfe, die einem typischen Coke-Girl auch entsprechen – also in die Pin-up-Richtung. Das eine ist schmal und elegant, passt auch jedem Alter, ein schönes Cocktail-Kleid. Dann haben wir eines, das superherzig und sommerlich ist, in Richtung Picknick – man bringt es halt schnell mit frischen, kühlen Getränken in Verbindung. Und das dritte ist ein klassisches rotes Pinup-Kleid. Und rote Kleider braucht sowieso jede Frau in ihrem Kleiderschrank – auffallen, auffallen, auffallen.

Lena Hoschek designt eine Dose von Coca-Cola light.
Lena Hoschek in ihrem Atelier.

WOMAN: Gab es eigentlich einen bestimmten Moment, als du die Liebe zur Mode entdeckt hast?
Lena Hoschek: Ich habe schon sehr früh, also mit 3 oder 4 Jahren, alte Socken zur Mode für Teddybären umfunktioniert. Hab ich sogar vor kurzem wieder einmal ausgegraben. Es gibt auch ganz viele Zeichnungen aus der Zeit. Eine beispielsweise, die habe ich meinem Vater zu Weihnachten geschenkt, da hatte ich eine Aufgabe in der ersten Klasse Volksschule – also mit 6 Jahren: Was würdest du mit viel Geld machen? Und ich hab' nur Klamotten gezeichnet!
Ich habe auch ganz viele Zeichnungen mit Kleidern - teilweise auch ohne Kopf - darauf gab es alle möglichen Details, Schuhe, Taschen, Haarmaschen – Prinzessinnenkleider eben. Mein Hobby war Handarbeiten, ich habe ganz viel gestickt, gestrickt, gehäkelt und Barbiekleider gemacht bis zur Matura.

WOMAN: Das heißt, du hast auch deinen Stil schon sehr früh gefunden?
Lena Hoschek: Ja, weil ich historische Kleider immer am liebsten mochte. Marilyn Monroe war ein großes Idol von mir - da war ich circa 13 Jahre alt. Mein Frauenbild war anders geprägt, als von anderen Teenagern, die sich Richtung Madonna orientiert haben. Ich war nie Fan von zeitgenössischer Musik. Meine erste Kassette war auch von Elvis und ich bin aufgewachsen mit den Beatles. Und ich habe ja auch die Serien, worin sie altertümliche Sachen anhatten, viel mehr geliebt.

WOMAN: Die Serie "Mad Men" müsste dann ja auch genau deines sein?
Lena Hoschek: Ja, liebe ich über alles – habe mir gerade die 5. Staffel gecheckt.

WOMAN: Weil du Marilyn Monroe erwähnt hast – gibt es jetzt irgendeinen Star, denn du gerne einkleiden würdest?
Lena Hoschek: Da gibt es eine ganze Riege an französischen Schauspielerinnen, die ich ganz gut finde wie Audrey Tautou, Marion Cotillard oder Laetitia Casta. Gut gefällt mir auch Kelly Brook von der tollen kurvigen Figur her oder Rose Byrne. Alle, die etwas Weibliches, Romantisches an sich haben.

WOMAN: Wieviel bewegst du dich eigentlich online? Und eher privat oder beruflich?
Lena Hoschek: Beides, das mischt sich ganz gut. Ich bin ja selber das Zugpferd meiner eigenen Marke. Und alles, was ich privat mache, kann man natürlich auch veröffentlichen. Zuviel Privates muss aber nicht sein, man kann dann nicht mehr aufhören. Denn dann wollen die Leute wissen, wie heißen deine Kinder, wie sehen die aus, wann wirst du heiraten und das und das uns das. Und ein bisschen Privatsphäre möchte man sich dann doch erhalten. Und man muss darauf achten, dass man seine Familie und Freunde nicht mit hineinzieht, wenn sie das nicht wollen. Mein Freund zum Beispiel mag das gar nicht.
Ich bin jetzt beispielsweise auch auf Pinterest, komme zeitlich zwar kaum dazu, habe mir aber extra ein iPad gecheckt, damit ich das zu Hause auch im Bett machen kann.
Es zahlt sich auch aus, mit Lena Hoschek auf Facebook verbunden zu sein: Denn unsere Facebook-Community und Newsletter-Adressaten sind die ersten, die von Aktionen erfahren. Wie minus 70 Prozent im Sale oder auch auch Limited Editions, die es im Shop gar nicht gibt. Im Mai etwa eine Wedding Collection, aber nicht zum Heiraten, sondern zum Besuch einer Hochzeit.

WOMAN: Apropos – darf man fragen, wie die Hochzeitsvorbereitungen laufen?
Lena Hoschek: Gar nicht, leider. Keine Zeit. Vor 2014 geht’s sich nicht aus. Aber ich beschäftige mich im Geiste sehr eingehend. Das Schlimmste ist, je länger man sich damit beschäftigt, desto verrückter wird man. Welches Kleid und wie? Da denkt man, man weiß eh alles, hat seit Lebzeiten schon gewusst wie man heiraten will und dann macht man sich doch Gedanken: Soll ich wirklich so ein Kleid anziehen? Ich hatte ein ganz fixes Bild und das schmeiß' ich gerade um. Wir machen es aber bestimmt bei uns im Atelier.

WOMAN: Wieder zurück zum normalen Kleiderkasten: Gibt es Fashion-Sünden darin, die du am liebsten vergessen hättest?
Lena Hoschek: Vielleicht bezogen auf unsere Lippen: Was ich gerade vorführe, ist roter Lippenstift, der abbröckelt. Wenn man roten Lippenstift trägt, sollte dieser perfekt sein. Ich finde es ist überhaupt kein Fauxpas wenn man einen Spiegel herausholt um den Lippenstift zu checken. Nicht unterm Tisch heimlich, da kann man ruhig die Diva raushängen lassen. Wichtig ist, dass der Spiegel nett ist, ich find immer dieses billigen, ranzigen Puderdosen voll peinlich; das muss schon ein cooler Spiegel sein. Und dann mit Selbstbewusstsein. Sonst lieber gar nicht tragen.

WOMAN: Und wird die Kooperation mit Coca-Cola weitergehen?
Lena Hoschek: Wir haben schon etwas geplant für die nächste Vienna Fashion Night. Da darf man schon gespannt sein. Es wird 4 Couture-Kleider - Einzelstücke - geben, die verlost werden!

WOMAN: Hast du eine Lieblingstasche und was ist darin zu finden?
Lena Hoschek: Ich habe das ganze Jahr über immer nur eine Tasche, keine It-Bag, aber ich habe jetzt gerade ein Neue bestellt: Die "New Bamboo" von Gucci. Groß genug, schwarz und ich kann sie auch als Abendtasche verwenden. Ich hasse nichts mehr, als Tasche zu tauschen. Denn dann verliere oder vergesse ich nämlich meinen Pass, der immer dabei ist, für alle Fälle. Weil man kann ja nie wissen, vielleicht brennt ja der Shop in Berlin! Es ist mir schon drei Mal passiert, dass ich am Flughafen stehe und der Pass ist nicht dabei. Dann habe ich noch ganz schnell online eingecheckt und bin ohne Pass durch. (lacht)
Immer dabei ist ein roter Lippenstift, mehrere eigentlich, eine Freisprechanlage fürs Handy, ein kleines Schreibset und Notizblick, denn die besten Ideen kommen immer zu den ungünstigsten Momenten, Visitenkarten, iPod und Autoschlüssel - und Graffl.

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