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Gegen Annäherungsversuche: Weibliche Libellen stellen sich tot

Auch Tiere können sich belästigt fühlen: Weibliche Libellen haben eine ganz besondere Strategie, um sich vor unerwünschten Annäherungsversuchen zu schützen.

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Gegen Annäherungsversuche: Weibliche Libellen stellen sich tot
© iStock

Das klingt vermutlich wie ein Scherz, aber über die Tatsache, dass sich sogar Tiere manchmal belästigt fühlen, können wir eigentlich nicht lachen. Wie Untersuchungen zeigen, weisen so manche Tiere menschliche Züge auf – so auch die Libellen. Ein ForscherInnenteam an der Universität Zürich machte es sich zur Aufgabe, weibliche Libellen in Anwesenheit ihrer männlichen Artgenossen zu beobachten. Ergebnis der Studie: Wenn sich weibliche Libellen von Männchen ihrer Art verfolgt fühlen, lassen sie sich auf den Boden fallen und bleiben liegen. Der Grund dafür ist so simpel wie genial zugleich.

Darum stellen sich weibliche Libellen tot

Um der "Gefahr" zu entgehen, stellen sich die Weibchen einfach tot. So schaffen es die Libellen, dass ihre männlichen Artgenossen von ihnen ablassen und entgehen den lästigen Annäherungsversuchen. Sobald die Gefahr eines unerwünschten Paarungsversuches seitens der Männchen vorbei ist und sie sich wieder sicher fühlen, fliegen sie weiter. Ziemlich clever!

Paarung für Libellen-Weibchen gefährlich

Für weibliche Libellen ist die Paarung besonders anstrengend, wenn nicht sogar gefährlich. Bei der Befruchtung ist das Risiko hoch, dass sie von den Männchen verletzt werden. Das Männchen verhakt sich nämlich richtig im Körper der weiblichen Libelle und kommt gefährlich nah an ihren Kopf. Der Grund: Das Männchen versucht mit seinem Penis das Sperma des Vorgängers zu entfernen. Die Forschenden gehen also davon aus, dass die Weibchen mit ihrer Strategie das eigene Überleben sichern wollen.

Thema: Tiere

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