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Es werde Licht!

Wie uns die Sonne hilft, gesund zu bleiben

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Es werde Licht!
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Alle Jahre wieder: Kaum werden die Tage kürzer, erreicht die Stimmung ihren Tiefpunkt, und kleinere sowie größere Infekte stehen auf der Tagesordnung. Es mangelt nämlich an Vitamin D – einem wahren Multitalent, das durch Sonneneinstrahlung vom Körper selbst gebildet wird und für den reibungslosen Ablauf vieler Prozesse im Organismus unverzichtbar ist. Stellt sich die Frage: Was tun?

Anhaltende Müdigkeit, ständige Kopfschmerzen, lästige Erkältungen, und die Stimmung ist im Keller – der Blick nach draußen zeigt: grau in grau. Was wir meist als kleine Wehwehchen des alltäglichen Lebens abtun, hat oftmals eine medizinische Ursache. Denn in vielen Fällen lassen sich die Symptome auf einen Mangel am wichtigen Vitamin D zurückführen. Der ist nämlich gerade in unseren Breitengraden keine Seltenheit: Während der Herbst- und Wintermonate nimmt die Zahl der Sonnenstunden stark ab. Hinzu kommt, dass die Sonne am Himmel nicht sehr hoch steigt – folglich sinken die Temperaturen, wir sind meist warm und dick bekleidet. Dadurch treffen kaum Sonnenstrahlen auf unsere Haut.

Das Problem: Anders als bei anderen Vitaminen wird Vitamin D von unserem Körper zum größten Teil selbst hergestellt, weshalb das Vitamin nicht selten als Hormon betitelt wird. Lediglich 5 bis 20 Prozent unseres Vitamin-D-Bedarfs werden über die Nahrung gedeckt. Doch damit unser Organismus Vitamin D synthetisieren kann, benötigt er Sonnenlicht – genau genommen die darin enthaltene UV-B-Strahlung.

Ein wahres Multitalent

Dadurch wird das in der Haut aufgebaute Cholesterol in Vitamin D umgewandelt. Dieses gelangt schließlich in die Leber, von wo es in einer mobilen Form ins Blut abgegeben wird. In weiterer Folge wird es in den Nieren und anderen Organen in das aktive Vitamin-D-Hormon umgewandelt, das letztlich eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit spielt. Denn neben seinem Beitrag für eine reibungslose Immunabwehr und einen gesunden Schwangerschaftsverlauf ist das überlebenswichtige Vitamin D maßgeblich am Knochenaufbau beteiligt und zeigt in gewissem Maß sogar eine schützende Wirkung gegen Krebs – insbesondere Brust- und Darmkrebs. Darüber hinaus wird ein Mangel an Vitamin D häufig mit depressiven Verstimmungen – Stichwort: Herbst-Winter-Blues – in Verbindung gebracht.

Bestens versorgt

Stellt sich die Frage, wie viel Vitamin D wir eigentlich benötigen, um maximal davon zu profitieren. Gesunden Erwachsenen und Kindern wird eine Tageszufuhr von 20 Mikrogramm (800 internationalen Einheiten, IE) empfohlen – bei bereits Erkrankten oder bei Menschen mit Mangelerscheinungen liegt die empfohlene Dosis deutlich höher. Doch woran erkenne ich, ob ich nun tatsächlich an einem Mangel leide? Da ein Mangel aufgrund der geografischen Lage unseres Landes sehr wahrscheinlich ist und rund die Hälfte der Bevölkerung betrifft, sollte man bei folgenden Symptomen auch an eine zusätzliche Vitamin-D-Einnahme denken: geschwächtes Immunsystem, häufige Infektionen, Muskelschwäche,Niedergeschlagenheit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen. Für Sicherheit sorgt ein Besuch beim Arzt des Vertrauens: Mittels Bluttests kann der genaue Vitamin-D-Spiegelbestimmt werden. Liegt dieser deutlich unter der Norm, gilt es gegenzusteuern.

„Sonne“ aus der Apotheke

Die erste Maßnahme im Kampf gegen zu niedrige Vitamin-D-Werte: ab ins Freie! Und das zu jeder Jahreszeit. Insbesondere während der Monate März bis Oktober können die Speicher für düstere Zeiten bestens gefüllt werden. Dabei ist es wichtig, Hautpartien der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Denn Kleidung und selbst Sonnencremen mit niedrigem Lichtschutzfaktor beeinträchtigen die Vitamin-D-Produktion in hohen Maßen. Beachte bei der Sonnenexposition aber unbedingt deinen Hauttyp, um Sonnenschäden und deren Spätfolgen zu vermeiden. Infos zu deinem Hauttyp und dem individuellen Selbstschutz bekommst du bei deinem Arzt oder in der Apotheke. Wer zusätzlich in seinem Speiseplan auf fetten Fisch (Hering, Lachs), Eier, Milchprodukte, Fleisch sowie Speisepilze – sie alle sind reich an Vitamin D3 – setzt, kann seine Vitamin-D-Versorgung ein wenig unterstützen. Den Vitamin-D-Bedarf über die Nahrung abzudecken ist allerdings kaum schaffbar. Daher sind die Werte bei vielen von uns oft sehr niedrig. Kein Problem: Spezielle Präparate aus der Apotheke unterstützen eine bestmögliche Vitamin-D-Versorgung. Tipp der Medizin: Kombipräparate mit Vitamin K – ein starkes Duo für umso stärkere Knochen.

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