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Wir alle haben ihn: Unseren "Typ" in der Liebe. Und all das ist kein Zufall, sondern durch eine Studie belegt

Mit der Frage danach, ob Menschen auf einen bestimmten Beziehungs-"Typ" stehen würden, haben sich ForscherInnen aus Toronto beschäftigt. Wir alle tun es!

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Verliebtes Paar im Sonnenuntergang
© iStock/mihailomilovanovic

Wenn ich mir alle meine Ex-Partner so vor meinem geistigen Auge anschaue und sie analysiere, dann haben sie auf den ersten Blick nicht wirklich viel gemeinsam. Von blond bis schwarzhaarig und aktiv bis faul war eigentlich alles dabei. Darum beantworte ich die Frage danach, auf welchen Typ Mann ich so stehen würde, immer damit, dass ich keinen konkreten Beziehungs-Typ haben würde. Kanadische ForscherInnen haben aber herausgefunden, dass jeder von uns bei der Partnerwahl einem bestimmten Schema folgt.

Für ihre Studie zogen die ForscherInnen rund um Studienleiter Yoobin Park Daten aus einer 9-jährigen Längsschnittstudie aus Deutschland heran, in der sie die Ähnlichkeit zwischen den ehemaligen und gegenwärtigen PartnerInnen einer Person untersuchten. Laut Park würden Menschen ihre Trennung häufig auf die Persönlichkeit des Ex-Partners/der Ex-Partnerin zurückführen und seien zudem davon überzeugt, sich künftig in eine andere Art Mensch verlieben zu sollen. Leichter gesagt als getan, denn laut Studie würden sich Menschen bei ihrer Partnerwahl vor allem um einen bestimmten Persönlichkeitstyp umsehen.

Landen wir aus Zufall doch immer wieder beim selben Typ Mensch?

Nachdem die StudienteilnehmerInnen ihre eigenen Persönlichkeitsmerkmale in Bezug auf Liebenswürdigkeit, Gewissenhaftigkeit, Extrovertiertheit, Neigung zu emotionaler Labilität und Weltoffenheit bewerten sollten, wurde auch eine Stichprobe aktueller und früherer PartnerInnen aufgefordert, dasselbe zu tun. Das Ergebnis war eindeutig: Es zeigte eine signifikante Übereinstimmung der individuellen als auch erwarteten Persönlichkeitsmerkmale.

Dieser Effekt sei mehr als nur der Hang dazu, sich in jemanden zu verlieben, der einem ähnlich sei - so Park. Der Forscher-Kollege Geoff MacDonald fügte hinzu, dass die Ausgeprägtheit der Übereinstimmung darauf schließen lasse, dass Menschen tatsächlich einen bestimmten "Typ" hätten und somit das Zufalls-Prinzip, weshalb wir am Ende doch immer wieder bei einem ganz bestimmten Typ Mensch landen würden, ausgeschlossen wäre.

Welchen Nutzen haben diese Erkenntnisse für uns? Laut den ForscherInnen würden sie vor allen Dingen dahingehend nützlich sein, um den Aspekt der Zufriedenheit in langjährigen Beziehungen zu sichern, da sich jeder Mensch in dieser Zeit Strategien für den Umgang mit der Persönlichkeit des Partners aneignen würde. Diese Strategien könnten dann auch in einer neuen Beziehung hilfreich sein, sofern die Persönlichkeit des Ex mit jener des neuen Partners übereinstimmt. Was ja nun erwiesenermaßen der Fall sein soll.

Ein abschließender Tipp der ForscherInnen: Sollte man mit der Zeit merken, dass man in jeder Beziehung immer dieselben Probleme mit sich herumschleppt, dann wäre es durchaus sinnvoll, die Vorliebe für einen bestimmten Typ Mensch zu analysieren. Auch wenn die Forschung noch so vieles belegt - manche Persönlichkeiten harmonieren schlicht und ergreifend nicht miteinander. Am Ende soll eine Beziehung ja schließlich dazu beitragen, sich gegenseitig zu bestärken und das Leben noch eine Spur schöner zu machen, als es ohnehin schon ist.

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