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So krank macht Liebeskummer

Nein, dieser schreckliche Kopfschmerz ist nicht nur Einbildung. Wie heftig sich eine Trennung und Liebeskummer auf deine Gesundheit wirklich auswirken.

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So krank macht Liebeskummer

Nach einer Trennung fühlst du dich elend. Immer.

© Corbis

Egal, ob deine langjährige Beziehung oder eine mehrwöchige Affäre in die Brüche gegangen ist: eine Trennung ist immer anstrengend. Psychisch. Und physisch.

Da wäre: Das Gefühl, dass die Beine schwach werden. Du einen Schlag in den Magen bekommen hast. Dein Kopf pocht. Du fühlst dich plötzlich zittrig, aufgewühlt und zugleich unendlich müde.

Deine Freunde sagen: "Du solltest Acht auf dich geben!" Und recht haben sie.

Denn es handelt sich nicht nur um Einbildung – eine Trennung stellt tatsächlich eine gesundheitliche Belastung dar. Nicht umsonst spricht man bei Liebeskummer auch von HerzSCHMERZ.

Eine 2010 im "Journal für Neuropsychologie" veröffentlichte Studie wies nach, dass bei Menschen, denen Bilder ihres Ex-Partners vorgelegt werden, exakt jene Regionen des Hirns eine erhöhte Aktivität zeigen, die auch körperliche Schmerzen registrieren.

Wir vermissen den Ex wie Drogenabhängige ihren Stoff

Nur ein Jahr später zeigte eine Untersuchung von Forschern der Universität von Columbia, dass wir, wenn wir das Gefühl haben, den einst geliebten Partner wahnsinnig zu vermissen, jene Teile des Gehirns aktivieren, die bei Kokainsüchtigen während des körperlichen Drogenentzugs schmerzhaft auf Hochtouren arbeiten.

Dazu kommt eine verstärkte Produktion der Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Mit negativen Auswirkungen: Das Cortisol lässt unsere Muskulatur anschwellen, die Herzfrequenz erhöht sich.

Du denkst, das war schon alles? Weit gefehlt. Diese Auswirkungen hat Liebeskummer noch auf deine Gesundheit:

1

Dein Verdauungssystem verlangsamt sich. Ja! Ist es nicht schrecklich? Wenn du an Liebeskummer leidest, schießt das Stresshormon Cortisol in deinen Körper und lenkt das Blut aus dem Verdauungstrakt. Der kann nicht mehr ganz so effizient arbeiten = Verstopfungsgefahr. Außerdem hat eine Studie 1994 nachgewiesen, dass Stress sogar Einfluss auf die Fettverteilung im Körper hat. Bei erhöhter Cortisol-Produktion lagert es sich besonders gerne in der Bauchregion ab. Na prima.

2

Dein Hautbild verschlechtert sich. Es gibt natürlich unzählige Faktoren, die Pickel oder sogar Akne verursachen. Doch eine Untersuchung von 1997, die in der New York Times wegen ihrer Methodik gelobt wurde, konnten die Forscher nachweisen: BREAKUP = BREAKOUT. Und zwar von hässlichen Mitessern. Dafür untersuchten die Mediziner den Zusammenhang zwischen schlechter Haut und Stressfaktoren. Tatsächlich stieg die Wahrscheinlichkeit, plötzlich Pickel zu bekommen, nach einem Liebes-Aus um 23 Prozent. Und liegt damit höher als etwa vor einer wichtigen Prüfung oder verstärktem Stress im Büro.

3

Deine Haare fallen aus. Stress ist eine der Hauptgründe für Haarausfall – und Trennungen sind per se sehr belastend. Wenn sich im Abfluss deiner Dusche also mehr Haare als sonst sammeln, dann solltest du dein Stresslevel überprüfen und für Ausgleich sorgen. Spazierengehen, Sport machen, meditieren. Wenn alles nichts hilft: Das Ende einer Beziehung wird nicht umsonst von vielen Frauen mit einer neuen Frisur begleitet...

4

Dein Blutdruck erhöht sich. Aber kein Grund zur Panik! Auch wenn die amerikanische "Heart Association" erklärt, dass sich bei Belastung wie etwa dem Umgang mit einem gebrochenen Herzen der Blutdruck vorübergehend erhöht, so muss das nicht zwangsweise in chronischem Bluthochdruck enden. Trotzdem kann es kurzfristig unangenehm sein: erhöhter Blutdruck verursacht Symptome wie Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und sogar Nasenbluten.

5

Dein Herz vergrößert sich! Kein Witz! Die "American Heart Association" erklärt, dass die Belastung eines gebrochenen Herzens zwischenzeitlich zu einer Vergrößerung eines Teils deines Herzens führt. Während der Rest deines Herzens normal funktioniert, können die kraftvolleren Kontraktionen des erweiterten Teils im schlimmsten Fall sogar zu kurzfristigem Herzmuskelversagen führen. Im Fachjargon nennt die Medizin dies "Stress-induzierte Kardiomyopathie" – der Volksmund bezeichnet es als "gebrochenes Herz-Syndrom". Die gute Nachricht? Es ist behandelbar. Und tritt auch nur bei zwei Prozent aller Menschen auf.

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