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Liebeskummer: So berätst du Freundinnen!

Liebeskummer, dieses schrecklichste Gefühl der Welt. Wie du deine Freunde in Liebesnot am besten berätst (ohne dich völlig vereinnahmen zu lassen).

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Liebeskummer: So berätst du Freundinnen!

Was hilft einer Freundin in Liebesnot am besten?

© Corbis

Da hockt sie nun. Weint sich den letzten Tropfen Flüssigkeit aus dem Leib. Schnieft die Familienpackung Taschentücher weg und kippt den Rotwein, als wäre er süße Limo.

Deine beste Freundin hat Liebeskummer. Heult sich bei dir die Augen aus, ruft dich 8mal am Tag an, schickt dir SEINE miesen Facebook-Nachrichten weiter und erhofft sich nur eines – einen Rat, wie ihr Leiden schneller vorbei geht oder sie die miese Ratte wieder zurück in ihr Bett holt.

Du sitzt daneben und bist dir nicht sicher: Wie weit soll ich mich in ihre Liebesangelegenheiten einmischen? Wann ist ein Rat gefragt – und wann ist es besser, einfach nur zuzuhören? Oder du kennst beide Ex-Partner gut – lässt du dich vereinnahmen? Stellst du dich auf eine Seite?

Was bei Liebesproblemen raten?

Am Besten ist es natürlich, wenn man sich aus den Liebesproblemen von Freunden eher raushält. Vor allem, wenn man negative Nachrichten oder sogar Kritik äußern muss. Denn das wird in den seltensten Fällen gedankt. Im Gegenteil: die Emotionen des an Liebesnot leidenden richten sich auf einmal gegen dich.

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Rat 1: Nix raten! Der beste Tipp: Lass' konkrete Ratschläge und Tipps stecken. Du kannst nur interpretieren, deine Weisheiten beruhen auf deinen eigenen Erfahrungen und Gefühlen (die sich nicht denen deiner Freundin decken müssen). Besser ist es, an Liebeskummer Leidende durch Fragen zu einer eigenen Lösung zu bewegen. Etwa: "Was willst du wirklich?", "Was wäre das genaue Gegenteil davon?", "Was hat dich am meisten gestört?", "Wie könnte eine Lösung aussehen?"

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Falscher Rat: "Das ist nur eine Phase..." "Bis du heiratest, ist alles wieder gut!" Oder: "Das ist nur eine Phase, das wird schon wieder". Geht mal in euch. Wie oft habt ihr derlei Phrasen schon bei Liebesproblemen im Bekanntenkreis gedroschen? Lasst es besser sein. Selten wird etwas besser, nur weil Zeit vergeht. Probleme müssen offen angesprochen werden, um sie zu lösen. Wenn ein Paar etwa nur mehr nebeneinander herlebt, Erotik und das Interesse aneinander verschwunden ist, dann ist es sogar dringend notwendig, nicht einfach nur die Hände in den Schoß zu legen. Sondern mit dem Partner wieder aktiv Sachen zu unternehmen...

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Falscher Rat: "Kein Sex mehr? Dann ab in die Kiste." Es ist wahrscheinlich eines der häufigsten Probleme in Beziehungen. Mit dem Alltag und dem Stress geht auch der Sex flöten. Es wäre fahrlässig, deiner Freundin deshalb ein Liebes-Aus zu suggerieren. Zweckdienlicher ist es, sie mit Infos zu füttern, wie sie das Liebesleben wieder ankurbeln kann. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, wenn sie mit ihrem Partner eine Kuschel-Erlaubnis mit Sex-Verbot vereinbart. Bedeutet: Das Paar darf schmusen, kuscheln, streicheln – es darf aber über einen vereinbarten Zeitraum nicht zum Äußersten gehen. So erwacht die Sehnsucht und Leidenschaft auf spielerische Weise erneut.

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Falscher Rat:"Andere Mütter haben auch schöne Söhne!" Also: Faktisch ist es natürlich nicht falsch. Aber niemals solltest du einer Freundin, die gerade davon überzeugt ist, den bestentollstenwunderbarsten Mann der Welt verloren zu haben, suggerieren, es sei nicht so. Denn damit zeigst du, dass du ihre Gefühle nicht ernst nimmt. Und wenn sie noch in einer unglücklichen Beziehung steckt, dann empfiehl ihr nicht, sich sofort anderweitig umzusehen. Ein Seitensprung ist kein Heilmittel.

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Falscher Rat: "Dann lass es einfach mal ihn machen..." Er hilft deiner Freundin nie im Haushalt, sie hat das Gefühl, dass immer alles an ihr hängen bleibt? Der Klassiker unter den Ratschlägen: "Dann lass es einfach mal so lange liegen, bis er es erledigt!" Der ist leider nicht richtig. Denn ein Faulpelz ist ein Faulpelz und bleibt ein Faulpelz, der Müll oder Wäscheberge ewig ignorieren kann. Während deine Freundin hochkocht. Besser: Sie soll für mehr Anteilnahme sorgen, indem sie ihm persönlichen Gründe für das was getan werden soll, vermittelt. Etwa, das heute die Eltern kommen - und er deshalb mithelfen soll, weil sich sonst alles nicht ausgeht.Dabei muss sie auf der emotionalen Ebene bleiben: "Mir ist es wichtig, dass aufgeräumt wird..." schafft mehr Verständnis als einfach nur "Wir müssen aufräumen, meine Eltern kommen."

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