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Liebespaare - getrennt voneinander befragt!

Gemeinsame Lebensträume, sexuelle Vorlieben und nervige Angewohnheiten – wie viel wissen Paare, die jahrelang zusammenleben, wirklich voneinander? Fünf von ihnen trauten sich und machten für WOMAN den intimen Beziehungscheck. Mache ihn auch!

von

  • Mona Kranister-Birkner & Willi Kranister.

    Bild 1 von 1 © Oliver Topf

Das abscheulichste Geschenk? "Ein aufstellbares Glasherz mit einem gemeinsamen Bild von uns", schüttelt Caro Köhler, 26, schmunzelnd den Kopf. Zwei Ecken entfernt antwortet ihr Mann Martin, 29, auf dieselbe Frage: "Ich glaube, für sie war es das Tiffany-Armband, das ich ihr vor zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt habe. Sie hat es erst einmal getragen." – Ziemlich danebengetippt! Ob die Meinungen auch bei Kinderwunsch, sexuellen Fantasien und schlechten Angewohnheiten auseinandergehen? WOMAN traf fünf Paare zum Wissenscheck rund um die Beziehung und befragte die Partner getrennt voneinander. Schummeln ausgeschlossen!

Ein bisschen geheim ist gut. Doch ist es wirklich so schlimm, nicht alles vom anderen zu wissen? Psychologin Martina Bienenstein ( www.internetpraxis.at ) verneint: "Es ist sogar gut und beziehungserhaltend, weil es in späteren Zeiten Überraschungen und eine lebhafte Partnerschaft ermöglicht." Ausnahme: Wenn die Liebenden in diesem Punkt uneins sind, also einer alles wissen will, der andere aber sehr wohl Geheimnisse für sich behalten möchte. "Beharren beide auf ihrem Standpunkt, wird das immer wieder zu Streitereien und höchstwahrscheinlich irgendwann zur Trennung führen", prognostiziert Psychotherapeutin Jasmin Ruprecht ( www.ipsy.at ): "Man muss den Partner entweder so akzeptieren, wie er ist, oder einen Kompromiss nden und sich in der Mitte treffen." Vor allem bei den häufigsten Streitthemen eine Herausforderung: Wenn es um Geld, Unordnung, zu wenig gemeinsame Zeit, die Aufgabenverteilung im Haushalt oder um familiäre emen wie Kindererziehung geht. Oder um Mangel an Zärtlichkeit und Sex. "Gerade dabei ist Offenheit aber sehr wichtig", so Ruprecht. "Doch müssen heimliche Vorlieben und Fantasien vorsichtig formuliert werden, um den Partner nicht abzutörnen oder gar abzuschrecken."

Risikoreich und verbindend. "Vollkommene Offenheit ist praktisch unmöglich, das wäre eine zu große psychische Belastung für beide", sagt Jasmin Ruprecht. "Wenn man aber alle Geheimnisse für sich behält, kann die Beziehung auch nicht funktionieren", ist sich Martina Bienenstein sicher. "Klar birgt das Anvertrauen von Heimlichkeiten ein Risiko, aber es bleibt ein Liebesbeweis, eine Investition in die Partnerschaft. Romantisch gesagt: Durch geteiltes Wissen entstehen unsichtbare Bande, die zwei Menschen miteinander verbinden." Unsere fünf Paare jedenfalls stürzten sich nach Ende der Befragung begeistert auf die Fragebögen, um ihr Wissen über den Partner zu erweitern!

Mona Kranister-Birkner, 39, Unternehmerin & Willi Kranister, 35, Unternehmer aus Niederösterreich (Bild oben).

Seit zehn Jahren ein Paar, seit sieben Jahren verheiratet, zwei Kinder.

Was machen Sie mit einer Million Euro?

Mona: Für die Kinder was zur Seite legen, Urlaub auf den Malediven und unser Haus renovieren.

Willi: Unser Haus auf Vordermann bringen, auf die Malediven fliegen und für unsere Kinder vorsorgen.

Wie oft streiten Sie?

Mona: Einmal im Monat.

Willi: Im 28-Tage-Rhythmus.

Was denken Sie über Pornos? Hinsehen oder wegsehen?

Mona: Hinsehen!

Willi: Hinsehen, eindeutig!

Wenn’s hart auf hart geht: Wer trifft die Entscheidung?

Mona: Ich!

Willi: Ich! Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, bin ich stur.

Was ist Willis schlechteste Angewohnheit?

Mona: Dass er mir nie zuhört.

Willi: Dass ich leicht vergesslich bin.

An welchem Ort hätten Sie gern mal Sex?

Mona: Am Strand.

Willi: Auf einem einsamen Segelboot.

Wer von Ihnen ist der bessere Autofahrer?

Mona: Er hat bestimmt sich selbst genannt. Ich will ihm eine Freude machen, also: Willi.

Willi: Na, ich!

Mit welchem Kompliment wickelt Willi Mona um den Finger?

Willi: Mit dem Klassiker: dass sie sexy ist und gut aussieht.

Mona: Wenn er mir sagt, dass er mich erotisch findet, und es ehrlich rüberkommt.

Wer putzt das Haus?

Mona: Die Putzfrau. Manchmal übernimmt Willi das Staubsaugen. Ich mag das nämlich überhaupt nicht.

Willi: Die Putzfrau.

Welche sexuelle Fantasie würde Willi gerne ausprobieren?

Mona: Ich tippe auf Rollenspiele.

Willi: Ich schweige und genieße …

Worauf schauen Sie zuerst beim Aufwachen?

Mona: Auf den Wecker.

Willi: Ob es draußen schon hell ist.

Wie viel kostet Monas Friseurbesuch?

Willi: Schätzungsweise 150 Euro.

Mona: Im Schnitt 120 Euro.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mona: Ich hoffe, dass unser Unternehmen weitere Standorte hat und wir es schaffen, wieder mehr Zeit für uns zu haben.

Willi: Genau da, wo wir jetzt stehen.

Alle anderen befragten Liebespaare findet ihr in WOMAN 07/2013.

Thema: Liebe