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Life Ball: Kalenderpräsentation

Bauchtänzerinnen, Minztee und Haremswächter – das Wiener Museum für Völkerkunde verwandelte sich für die Präsentation des ersten -Kalenders am Mittwochabend in eine Welt aus 1.001 Nacht.


  • Sara Nuru

    Bild 1 von 5 © Life Ball / © Arman Rastegar
  • Gery Keszler

    Bild 2 von 5 © Life Ball / © www.katharinaschiffl.com

Passend zum Motto des diesjährigen Life Balls "1.001 Nacht – Es braucht die Nacht, um die Sterne zu sehen" präsentierte Organisator Gery Keszler die Kalender-Models in Schleiertüchern und Glitzersteinen: "Es ist ein faszinierendes Thema, wie Scheherazade mit ihren Erzählungen aus dem hasserfüllten Sultan einen liebevollen Menschen macht. Sie rettet ihr Leben mit viel Kreativität und Fantasie – und das tun auch wir."

Vom Motto des 21. Life Balls zeigte sich auch die anwesende Prominenz angetan. "Man hat immer das Gefühl, dass 1.001 Nacht etwas extrem Erotisches an sich hat", erklärte Entertainer Alfons Haider die Faszination für Wasserpfeife und Schleiertanz. "Aber alles, was mit Märchen zu tun hat, funktioniert immer gut. Das sieht man auch am Opernball." Schauspielerin Konstanze Breitebner, die seit 2010 die Aids Charity Gala moderiert, sagte das Thema ebenfalls zu, wenn auch besser nur für eine Nacht: "Da kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Einen Abend lang Dame im Harem zu spielen, stelle ich mir reizvoll vor, ein Leben lang wäre es schrecklich."

Während die ehemalige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) das Thema auch an die politischen Unruhen des Arabischen Frühlings und die starke Rolle der Frauen in den Revolutionen erinnerte, schätzt Conchita Wurst die Sinnlichkeit von 1.001 Nacht. "Das ist das beste Thema seit langem. Da ist für jeden etwas dabei", so die Sängerin, die selbst für eines der Kalenderbilder posierte. "Ich liebe diese Mystik, die fand ich schon beim Shooting toll."

In Sachen Kostümwahl hielten sich die Promis noch bedeckt, Umweltstadträtin Ulrike Sima (S) verriet aber immerhin schon einmal ihre Linie: "Als Politikerin muss man immer ein bisschen aufpassen, dass man die Grenze zur Peinlichkeit nicht überschreitet." Ein wenig Zeit zum Überlegen bleibt bis 25. Mai aber ja noch.

1.001 Stück gibt es vom limitierten Kalender, der nicht verkauft, sondern nur verschenkt wird. Und obwohl Mitte Jänner ein bisschen spät für eine Kalenderpräsentation scheint, tat das der allgemeinen Begeisterung keinen Abbruch: "An einem schönen Kalender erfreut man sich das ganze Jahr", meinte Haider, "meiner wird zusätzlich zu dem jetzigen mit Elefanten hängen." Bei einem Kunstwerk dürfe man das, beschied dagegen Conchita Wurst.

Neben dem Kalender ist auch die restliche Werbemaschinerie des Life Balls wieder angelaufen: Auf der ganzen Welt basteln Promis wie Karl Lagerfeld derzeit an Teddybären, die Ende März im Dorotheum versteigert werden, es wird wie im vergangenen Jahr eine ORF-"Promi-Millionenshow" zugunsten des Events geben und auch das "Life Ball Magazin" erscheint Ende April. Die Kartenvormerkung für die laut Keszler "größte Aids-Charity der Welt" startet am 4. März, erstmals gibt es zusätzlich statt Tischen auch einzelne VIP-Tickets zum Preis von 750 Euro.

Als am Ende noch "Germany’s Next Topmodel"-Gewinnerin Sara Nuru als Scheherazade persönlich aus dem großen Haremszelt auf die Bühne schritt und aus "1.001 Nacht" vorlas, war zumindest die von Keszler ausgegebene Parole des Abends erfüllt: "Wir wollen schon ein bisschen einstimmen."

(APA/Red)

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