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Was heißt hier "wie ein Mädchen"?

Und woran denkst du bei "Laufen wie ein Mädchen"? Die #LikeAGirl Kampagne von Always kämpft gegen negative weibliche Stereotype! Und das Video dazu rührt uns zu Tränen...

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Ein Experiment zeigt, dass "Wie ein Mädchen" ein Schimpfwort geworden ist.

© Video: Always

Schon wieder eine Kampagne, die bei uns emotional so ins Schwarze trifft, dass wir einfach nur heulen könnten. Diesmal hat der Hygieneartikelhersteller Always gemeinsam mit Lauren Greenfield, die ansonsten Dokumentarfilme dreht, die Kampagne #LikeAGirl produziert, die gegen weibliche Stereotype kämpft.

Wann ist "wie ein Mädchen" eigentlich zum Schimpfwort geworden?

Greenfield führte für die Kampagne ein Experiment durch: Sie bat erwachsene Männer und Frauen vor der Kamera verschiedene Dinge auszuführen wie "Lauf wie ein Mädchen" oder "Kämpfe wie ein Mädchen". Das Ergebnis war, wie zu erwarten, eine Vorstellung von überzogen "mädchenhaften" Interpretationen und Aussagen der jeweiligen Tätigkeiten. "Oh nein meine Haare...", sagte eine der Teilnehmerin, während sie wie ein Tollpatsch vor der Kamera herumhopste.

#LikeAGirl Kampagne Video

So reagierten junge Mädchen

Der augenöffnende Part des Experiments folgte im zweiten Teil: Nun wurden junge Mädchen im Alter zwischen 8 und 12 Jahren gebeten wie Mädchen zu laufen, zu kämpfen oder zu werfen und siehe da: Es wurde gesprintet wie ein Athlet, gekämpft wie eine Löwin und geworfen so kräftig und stark es nur ging.

»"Warum können wir nicht wie Mädchen laufen und trotzdem das Rennen gewinnen?"«

"Wie ein Mädchen" sollte ab sofort nicht mehr als albern und klischeehaft verkauft werden. Junge Mädchen sind noch überzeugt, dass "wie ein Mädchen" etwas ganz Tolles ist. Sie sind stolz Mädchen zu sein und wollen zeigen, was sie können! Ändern wir das negative Stigma dieser Phrase doch einfach und fragen wir uns lieber: "Warum können wir nicht wie Mädchen laufen und trotzdem das Rennen gewinnen?" #LikeAGirl

Kommentare

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3 Wann wurde 'wie ein Mädchen' zum Schimpfwort? In dieser verallgemeinerten und doch polarisierten Form genau eine Minute, bevor sich uns die Werbe-Marke als Streiterin wider die Ungerechtigkeit präsentiert. Sie nimmt mit der einen Hand und gibt mit der anderen. Gegen reale Ungerechtigkeiten hilft allerdings höchstens Volksbildung oder Psycho-Hygiene aber keine emotionale Werbe-Kampagne.

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2 Die gegengeschlechtliche Attraktion lebt von Gegensätzen und deren Idealisierung. Das weibliche Klischee ist rund, das männliche eckig. 'Du bist wie ein Mädchen' ist für einen pubertierenden Jugen ebenso 'beleidigend', wie 'Du bist wie ein Bursch' für ein Mädchen. Es gibt vierschiedene Typen von Mädchen und von Burschen, und alle werden zur Pubertät unsicher bezüglich ihrerselbst.

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1 Die im Artikel beschriebene Werbe-Kampagne einer Hygieneartikel-Marke ist nicht nur professionell umgesetzt, sie beweist auch beachtliche Raffinesse. Der Werbespot im Stil einer Mini-Doku suggeriert den Zusehern eine unumstößlich empirische Herangehensweise an ein hochemotionales Thema: das weibliche Selbstbewußtsein, zu dem die Marke Stellung bezieht. Genau dies ist jedoch Aufgabe von Werbung.

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