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Kann Lippenpflege süchtig machen?

Raue Lippen? Ein schneller Griff zum Lippenpflegestift und alles ist wieder gut. Zumindest für kurze Zeit, dann hat man schon wieder das Bedürfnis zu schmieren. Kann man also süchtig nach Lippenbalsam werden?

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Macht Lippenpflege süchtig?
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Ich weiß gar nicht wie viele Labellos - tschuldigung, Lippenpflegestifte - ich eigentlich zu Hause, im Büro sowie in verschiedenen Taschen und wie viele ich in meinem Leben bereits verbraucht habe. Ist keiner in Griffweite werde ich regelrecht unruhig. Die Lippen spannen, sie sind rau und ich will nur meine Dosis Lippenbalsam. Bin ich also süchtig?

Beziehungsweise habe ich manchmal das Gefühl, je öfter ich den Lippenpflegestift benutze, desto schneller werden meine Lippen wieder rau und ich muss immer häufiger nachtragen. Ein Teufelskreis? Macht Lippenbalsam also unsere zarte Haut auf den Lippen abhängig und diese fordert quasi immer häufiger ihre "Droge"? Damit wir das Produkt schneller aufbrauchen und nachkaufen?

Bin ich süchtig nach Lippenpflege?

Süchtig im klassischen, krankhaften Sinne macht die Pflege natürlich nicht. Schließlich haben wir keine körperlichen Entzugserscheinungen, wenn wir den Pflegestift absetzen. Allerdings könnte man das immer wieder kehrende Lippenschmieren als Ritual und im schlimmsten Fall sogar als leichte Zwangsstörung bezeichnen.

Wie funktionieren Lippenpflegestifte?

Lippenpflege enthält Öle und Feuchtigkeitscreme, die trockene Haut beruhigen sollen. Vor allem unsere Lippen sind anfällig für Trockenheit und Risse, da sie beinahe über keine Schweiß- oder Talgdrüsen verfügen, die der Haut selbst bei der Durchfeuchtung helfen würden.

Warum muss ich ständig nachtragen?

Die Gründe für die trockenen Lippen kann die Pflege meist nicht beseitigen: Oft sind dies trockene Heizungsluft, eine Verkühlung oder starkes Sonnenlicht. Und solange diese äußeren Einflüsse da sind, werden die Lippen immer wieder rau.

Allerdings enthält manche Pflege auch Inhaltsstoffe, die bei einigen Menschen leichte Irritationen und damit gegenteilige Effekte auslösen können. Beispielsweise Menthol, Pfefferminze oder Kampfer werden nicht von allen gut vertragen und können so nach kurzer Zeit die Trockenheit sogar verstärken.

Die Lösung:

Wenn du das Gefühl hast, dass du zu oft nachschmieren musst, wechsle doch einfach einmal Produkt und Anbieter der Lippenpflege mit anderen Inhaltsstoffen. Denn nicht alle vertragen eine bestimmte Pflege gleich gut - probier einfach Neues aus und so musst du definitiv nicht auf samtig-weiche Lippen verzichten.

Macht Lippenpflege süchtig?
Thema: Lippen