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Liz Taylor: "Sie wollte sogar auf ihrer
eigenen Beerdigung zu spät sein"

Im Kreise von Freunden und Verwandten und abgeschottet von der Öffentlichkeit ist die verstorbene Hollywood-Schauspielerin Liz Taylor beigesetzt worden. Sie wurde am Donnerstag einen Tag nach ihrem Tod auf dem Friedhof Forest Lawn Memorial Park nahe Los Angeles beigesetzt, auf dem auch der 2009 verstorbene Popstar Michael Jackson begraben liegt. Bei der Beerdigung wurde ihr ein humorvoller letzter Wunsch erfüllt.


Liz Taylor: "Sie wollte sogar auf ihrer
eigenen Beerdigung zu spät sein"
© Reuters/Mario Anzuoni

Die Trauerfeier war auf 14.00 Uhr (Ortszeit) angesetzt, wie Taylors Pressesprecherin nach der Zeremonie mitteilte. Auf Wunsch des verstorbenen Hollywood-Stars begann sie aber verspätet: "Frau Taylor hatte die Anweisung erlassen, dass die Trauerfeier mindestens 15 Minuten später anfangen sollte als angekündigt. Dazu sollte die Ankündigung gemacht werden: 'Sie wollte sogar auf ihrer eigenen Beerdigung zu spät sein.'"

An der Beisetzung nahmen nur einige Dutzend Freunde und Verwandte teil, die in dunklen Limousinen auf den Friedhof fuhren. Die Beerdigung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Reporter und Fotografen wurden vom Eingang des Friedhofs ferngehalten, ein weißes Zelt schützte die ankommenden Trauergäste vor den Blicken Neugieriger.

Nach Angaben von Taylors Pressesprecherin sagte der irische Schauspieler Colin Farrell - ein "enger Freund" Taylors - ein Gedicht auf, Kinder und Enkelkinder der Schauspielerin trugen weitere Texte vor, einer ihrer Enkel spielte Trompete. Ein Rabbi leitete die religiöse Zeremonie. Taylor war als junge Frau zum Judentum übergetreten. Ein Polizeisprecher hatte die schnelle Beerdigung mit Taylors jüdischem Glauben erklärt, der eine Beerdigung kurz nach dem Tod vorschreibt.

Auf dem Friedhof Forest Lawn Memorial Park liegen zahlreiche Hollywood-Größen begraben, unter ihnen Humphrey Bogart und Clark Gable. Auch Michael Jackson liegt hier in einem Mausoleum. Der Popstar und Taylor waren eng befreundet.

Taylor war am Mittwoch nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles gestorben. Taylor, die vor sechs Wochen wegen eines Herzleidens in die Klinik eingeliefert worden war, sei friedlich im Kreise ihrer Familie gestorben, hieß es. Die glamouröse Schauspielerin spielte in rund 50 Filmen mit und gewann zwei Oscars. Für Schlagzeilen sorgte sie auch mit ihrem schillernden Privatleben, in dem sie acht Mal vor den Traualtar trat.

Am Freitagabend wollten in New York alle Broadway-Theater ihre Lichter für eine Minute dimmen. Damit solle einer "legendären Bühnen- und Filmschauspielerin" gedacht werden, die auch am New Yorker Broadway aufgetreten war, teilten die Theater mit.

(apa/red)