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Low Carb vs. Low Fat: Was taugt für wen?

Ernährungsumstellung. Doch welche taugt mehr: Low Carb – der Low Fat?

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Low Carb vs. Low Fat: Was taugt für wen?
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Und vor allem: Für welchen Typ ist welche Ernährung besser geeignet? "Low Fat" (weniger Fett) oder doch eher "Low Carb" (weniger Kohlenhydrate)?

Was steckt hinter "Low Fat"?

Dahinter steckt eine gesunde Ernährungsweise, bei der der Fettanteil gesenkt wird und mehr ballaststoffreiche Kohlenhydrate gegessen werden sollen. Denn die Österreicher essen szu viele fetthaltige Speisen und zu wenig Obst und Gemüse. Ein hoher Fettanteil im Essen führt zu Ablagerung von Fett im Körper. Die Folge: Starkes Übergewicht.

Die Vorteile von "Low Fat":

► Ballaststoffreiche Kohlenhydrate (z.B. in Obst, Gemüse und vor allem in Getreideprodukten) schützen vor vielen Krankheiten: Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt) oder auch vor Darmkrebs.

► Kohlenhydrate sättigen mehr als Fett.

► Kohlenhydrate senken den Anteil des bösen LDL-Cholesterins in unserem Blut.

► Wenn wir weniger Fett essen, sinkt auch der hohe Fleischverbrauch der Österreicher – ein Beitrag zu einer besseren Umwelt.

Was darf man essen?

► Täglich mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst – Eine Portion bedeutet: eine Handvoll.

► Bei Fleisch auf magere Sorten achten: Besser Putenschinken statt fetter Wurst oder Schweinefilet statt Schweinebauch. Achtung: Zwei bis dreimal Fleisch in der Woche reicht aus.

► Hochwertiges Mehl (Type 1050) oder Roggenmehl statt einfachem Weißmehls (Type 405) verwenden. Achtung: Wer Vollkornmehl verwendet, muss beim Backen die Flüssigkeitsmenge erhöhen.

► Den Zuckerkonsum reduzieren! Zucker begünstigt Übergewicht und Diabetes. Trinken Sie lieber Wasser als zuckergesüßte Fruchtsäfte.

Für wen taugt "Low Fat"?

"Low Fat" ist als langfristiges Konzept für Menschen mit Gewichtsproblemen geeignet. Es dient aber auch der Vorbeugung von Übergewicht – vor allem für ältere Menschen, die ihr Gewicht halten wollen.

Was steckt hinter "Low Carb"?

"Low Carb" ist eine Stoffwechseldiät, die selbst ohne Gewichtsreduktion Blutzucker und Insulinspiegel niedrig hält und hohe Blutfette und erhöhten Blutdruck senkt. Statt der Kalorien aus Stärke und Zucker wird der Anteil an Protein und Fett angehoben.

Die Vorteile von "Low Carb":

► Fette enthalten Nährstoffe, die lebenswichtige Aufgaben im Körper haben. So werden Gewebshormone aus Fetten aufgebaut. Diese Hormone sind entscheidend für die Regulation des Blutdrucks, wirken entzündungs- und gerinnungshemmend.

► Fett ist Geschmacksträger, enthält Aromastoffe. Mit mehr Fett sind wir satter und zufriedener, essen insgesamt weniger.

► Kohlenhydrate, Zucker und Stärke führen dazu, dass wir schneller Hunger bekommen und deutlich mehr essen.

► Gesättigte Fettsäuren lassen das gute HDL-Cholesterin ansteigen, das uns schützt.

Was darf man essen?

► Eine eiweiß-, wasser- und ballaststoffreiche Kost – Gemüse, Salate, Beeren, Pilze, Nüsse und Hülsenfrüchte dienen als Basis. Zu jeder Hauptmahlzeit gibt es eine Portion Geflügel oder Fisch, Frischfleisch oder Eier, Milch oder Milchprodukte.

► Kohlenhydratreiche Beilagen wie Nudeln, Reis oder Knödel sollen gemieden werden.

► Natürlich darf man auch mal eine Stelze oder Wurst essen – aber servieren Sie dazu Wintergemüse wie Rotkraut oder Kohl.

Für wen taugt "Low Carb"?

Eigentlich für jederman. Aber schnell und direkt profitieren vor allem diejenigen, die wegen Übergewichts und Bewegungsmangel schon Zucker- und Fettstoffwechselstörungen haben oder Bluthochdruck oder Diabetes. Mit so einer Kost wird man schnell die Medikamenten- bzw. Insulindosis drastisch einschränken können – oder man benötigt vielleicht gar keine mehr.