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Lugners Opernball Gast: Mira Sorvino

Richard Lugner lud zur Pressekonferenz: Opernball-Stargast 2013 ist Mira Sorvino! Moment einmal, wer? Gedanken zum Medien-Rummel.


Lugners Opernball Gast: Mira Sorvino
© Therese Kaiser

Lugner City, kurz vor 11:00 Uhr: Der Kinosaal 10 ist gesteckt voll, alle Plätze belegt, Kameras, Mikros, Journalisten, IPhones. Vom Blitzlichtgewitter begleitet betreten Lugner, Mausi, Katzi und Schwiegermama-Traum Helmut Werner den Saal. Kaum hingesetzt, wird in die Kameras gelächelt, die Journalisten zücken Block, Stift und Smartphone. Der Lugner-Stargast 2013, der am Opernball für Medien-Belagerung sorgen soll, wird verkündet.

Kurz und schmerzlos

Lugner macht es kurz und schmerzlos: Es ist Mira Sorvino. Gefühlte 500 SMS verlassen zeitgleich den kleinen Kinosaal, und dann kurze Stille: Moment einmal, wer? Wie schreibt man das? Hab ich irgendwas nicht mitbekommen? Lugner wirft " Fragen? " in den Raum, es bleibt weiterhin still. So viele Journalisten, keine Fragen? Das liegt wohl primär daran, dass eifrig ins Handy getippselt wird: Mira Sorvino, US-amerikanische Schauspielerin, die 1996 einen Oscar für die beste Nebendarstellerin in Woody Allens "Mighty Aphrodite", "Geliebte Aphrodite" gewonnen hat. Achso.

Die Schlagzeilen Maschinerie

Und was macht man jetzt daraus? Gott sei Dank kommentiert Lugner seine Entscheidung mit " Ich wollte dieses Mal einen seriösen Gast, kein Luder ". Man kann förmlich sehen, in den Köpfen der Anwesenden werkelt es. " Lugner will kein Luder ", vielleicht, oder besser " Lugner geht auf Nummer sicher "?

Der eigentliche Star: Das Spektakel selbst

Die Pressemappe verrät, Mira Sorvino ist Waage. Aha. IMDB verrät, dass sie 2012 in der TV-Produktion " Finding Mrs. Claus " mitgewirkt hat, davor in CSI und in Will & Grace . So weit, so gut, eine Top-Schauspielerin also, die in den letzten Jahren eher weniger von sich hören hat lassen. " Viele glauben vielleicht, das wird jetzt fad - ich glaube, es wird nett ", meint Lugner, " Desirée Treichl-Stürgkh muss diese Jahr nicht die Nase rümpfen ". Die Schlagzeilen-Findung geht weiter: " Fader Opernball-Stargast ", oder vielleicht doch auftragen, " Oscar-Gewinnerin am Opernball? ".

Wenn der Opernball-Stargast weniger spannend wird, dann das Medien-Spektakel umso mehr. Denn die Pressekonferenz ist ein Gaumenschmaus des Amüsements: Dominic Heinzl sekkiert Helmut Werner, der kontert genervt. Lugner merkt an, dass es der blonde Helmut für Organisation und Ablauf verantwortlich ist. Katzi bleibt still, die Grande Dame der Lugnercity - Mausi - hatte nur zu Beginn etwas zu sagen. Einen weiteren Gast soll es geben, meint Lugner, eine Dame, die in der Lugner-Loge Platz nehmen wird.

Opernball bleibt Opernball, Lugner bleibt Lugner

Jahr für Jahr das selbe Opernball-Lugner-Tamtam, das denken sich wohl viele. Aber Eines muss man Richard Lugner lassen: Wer (fast) die gesamte österreichische Medienlandschaft Jahr für Jahr in der Lugner City antanzen lässt, der hat wohl nicht alles falsch gemacht. Nach "Ludern" wie Paris Hilton oder Lindsay Lohan - die gar nicht erst auftauchte - ist Mira Sorvino zwar nicht unendlich spannend, aber solide - das sicher.

Therese Kaiser