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Neues Tool gegen Rückenschmerzen

2,3 Millionen Österreicher leiden unter Rückenschmerzen. Damit soll jetzt dank eines neuen Tools Schluss sein. Mithilfe eines Sensors soll der LUMOback die Haltung verbessern und Schmerzen vorbeugen.


Luma: Das neue Tool soll die Haltung verbessern und Rückenschmerzen vorbeugen.

Der LUMOback wird um die Hüfte getragen und vibriert bei schlechter Haltung

© Lumo

Wir sind Bürohocker – und dementsprechend schlecht ist unsere Haltung. Selbst wenn wir kurz daran denken, aufrecht zu sitzen: schon nach wenigen Minuten sind unsere Schultern wieder gekrümmt, machen wir einen leichten Buckel...und am Abend ächzen wir unter Rückenschmerzen.

Damit leiden wir nicht alleine. Rückenschmerzen sind heute die meistverbeitete Volkskrankheit. Rund 2,3 Millionen Österreicher leiden an manifesten Wirbelsäulenbeschwerden. Laut Statistik Austria avancierten diese Erkrankungen inzwischen zum „gesundheitlichen Problembereich Nummer eins“. Fast 100.000 Krankenhausaufenthalte entfallen jedes Jahr auf Wirbelsäulenleiden. Etwa zwei Drittel aller Beschwerden betreffen die Lendenwirbelsäule, ein knappes weiteres Drittel entfällt auf die Halswirbelsäule, wobei diese zu mehr als 60 Prozent Frauen zu schaffen macht.

LumoBack: Tool gegen Rückenschmerzen

Damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Dachte sich zumindest der Stanford Entrepeneur Andrew Chang. Andrew litt jahrelang unter massiven Rückenschmerzen, rannte von Arzt zu Arzt, ohne wirklich Linderung zu finden. Erst als er seine Haltung verbesserte, sich bewusst aufrecht hinsetzte und lernte, den Rücken gerade zu halten, besserten sich die Beschwerden. Andrew: "Durch diese Erfahrung kam mir die Idee zu LUMBOback. Unsere Mission: Wir wollen dank ausgeklügelter Technologie das Leben von Millionen Menschen mit Rückenleiden verbessern."

Luma: Das neue Tool soll die Haltung verbessern und Rückenschmerzen vorbeugen.
Der LumoBack-Sensor.

Der LumoBack ist ein tragbarer Sensor, der in Kombination mit einer Smartphone-App direktes Feedback zu Haltung und Bewegungen des Trägers gibt. Der Sensor wird – einem Pulsmessgerät ähnlich – um den unteren Rücken getragen. Verfällt der Träger in eine schlechte, weil schlampert krumme Haltung, beginnt der LumoBack sachte zu vibrieren. Und erinnert so automatisch daran, die Haltung zu verbessern.

Luma: Das neue Tool soll die Haltung verbessern und Rückenschmerzen vorbeugen.
Der Sensor ist mit einer Smartphone-App verbunden.

Dazu ist der Sensor wireless mit einer Mobile App (für iPhone 4s & 5, iPad 3 & 4, iPad Mini und iPod Touch) verbunden, die alle Bewegungen (egal ob man steht, sitzt, geht, rennt oder schläft) in Echtzeit trackt und auswertet. So erhält man einen übersichtlichen Bericht über das eigene Haltungsprofil – und was man in Zukunft beachten sollte, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Andrew Chang: "Allein die Vibration des Sensors hat schon einen enormen Einfluss auf die richtige Haltung. Durch die Auswertung der App wird dem User auch noch Schwarz auf Weiß vor Augen geführt, wie oft er sich bewegt und wie sehr er seinen Rücken tagtäglich belastet." Übrigens: Die App muss nicht geöffnet sein, damit der Sensor die Daten überträgt.

Erhältlich ist der LUMOback Sensor um wohlfeile 115,- Euro über die Website von LUMOback – nicht ganz günstig, aber der Verzicht auf Rückenschmerzen könnte den Preis wert sein.

Dass es sich bei dem innovativen Produkt nicht nur um eine hübsche technische Spielerei handelt, beweisen die hochkarätigen Investoren, die die Entwicklung der LUMOBack -Gründer Andrew Chang, Dr. Charles Wang und Monisha Perkash mit einer Kapitalspitze unterstützten: Jerry Yang, der Gründer des Internetdienstes Yahoo! , und Eric Schmidt, seines Zeichens Executive Officer von Suchkonzern Google und Berater von US-Präsident Barack Obama in Technologiefragen.