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Lust auf Yoga-Urlaub in Andalusien? Tanken Sie neue Energie in traumhafter Kulisse

20 Kilometer östlich von Malaga zwischen Meer und grünen Hügeln liegt über dem Fischerdorf Benajarafe die „Casa El Morisco“. WOMAN-Societychefin Petra Klikovits tankte in der Ruheoase neue Energie…


Lust auf Yoga-Urlaub in Andalusien? Tanken Sie neue Energie in traumhafter Kulisse

Wenn dich dein Herz nicht loslässt, es dich drängt und dir befiehlt, folge ihm! Dieser Spruch bewährt sich immer. Und vor allem, als ich meinem Impuls folgte und eine Yoga-Reise ins traumhafte Andalusien buchte. Wohlgemerkt als Yoga-Neuling. Die Idee, sich in städtischen Power-Yogastudios abzustrampeln, hatte mich immer abgeschreckt. Doch plötzlich war die Sehnsucht da, dem Kern dieser indischen Philosophie auf den Grund zu gehen. Und ganz anders als erwartet kam ich nur zwecks Asanas (bedeutet Übung, Anm.) „auf den Hund“. Denn die Lehrer in der Casa el Morisco verstehen es, einem das sanfte, individuelle Vini-Yoga schmackhaft zu machen, so dassselbst Menschen mit weniger Sportgeist Yoga (ent)spannend finden. Schließlich muss sich in der Casa um 8 Uhr Morgens, wenn der Haus-Pfau kräht und die grellhelle Sonne aufgeht, niemand athletisch beweisen, sondern kann sich bloß mit derrichtigen Atemtechnik und einfachen Übungen in Trance versetzen. Und im Nufällt es ganz leicht, sich zu recken und zu strecken.

„Leichtigkeit und Stabilität“, so lautet das Credo. Und während ich für die Kobra am Boden liegend meinen Oberkörper gen Himmel richte oder für das „Kamel“ meine Wirbelsäule in eine völlig unübliche Richtung verbiege, wird mir von denYogalehrern auch der Alltagsstress von der Seele gezaubert. „Wir sind alle Teil eines großen Ganzen und sollten deshalb achtsam mit uns selbst und mit denanderen umgehen. Unsere Seele ist unsterblich, doch auf dieser Welt spielen wir nur Mensch…“ Umso mehr überrascht es mich, dass der Verzehr von Fleisch und Fisch offenbar doch nicht zu den menschlichen Grund-Bedürfnissen gehört. Denn die ganze Woche lang ist vegetarische Kost angesagt. Neben einem ausgiebigen Frühstücksbuffet mit Guacamole, Tomatenaufstrich, Obstsalaten und Käsevariationen kann ich mich tagsüber mit allerlei Gemüse stärken, bevor ich abends mit den anderen Urlaubs-Yogis das Dinner bei Wein und Bier (im Preisinkludiert) und geselligem Beisammensein zelebriere. Und so dauert es keinedrei Tage, bis ich Anschluss mit den anderen Casa-Gästen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich habe und ihre Lebensgeschichten kenne.

Die Partie ist so bunt wie die Gartenanlage, in der Zitronen-, Bananen- und Hibiskusbäume und Palmen wachsen: Die einen sind gekommen, um ihre Gedanken wegen einer beruflichen Neuorientierung zu kanalisieren, die anderen, um ihren Trennungsschmerz zu verarbeiten, einen Geburtstagsgutschein einzulösen, kurz dem anspruchsvollen Großfamilienleben zu entfliehen, sich die übliche jährliche Auszeit vom Partner zu nehmen, sieben Tage nichts zu tun oder frisch verliebt zu zweit das Paradies auf Erden zu erkunden! Denn der Casa-Park, wo Avocados, Feigen, Granatäpfel, Mangos, Nisperos, und farbenprächtige Bougainvilleen Auge, Nase und Gaumen stimulieren, erstreckt sich über mehrere Ebenen. Und integriert neben der üppigen Vegetation auch interessante architektonische Stilelemente wie einem indischem Sinnes-Garten mit Teich und Wasserfall, lauschige Plätzen mit Hängematten, Bänken und Kissen zum Verweilen. Herrlich ist das, am Platz der Träume auf der Schwingfläche zu liegen – einfach nichts zu denken. Oder mit geschlossenen Augen der Sinneserfahrungsspirale zu folgen und bloß mit den Fußsohlen zu erspüren, auf welchem Untergrund man gerade geht. Oder abends am Feuerplatz mit denanderen Mantras zu singen, zu trommeln und zu lachen. Oder einen Tagesausflug ins nahegelegene Nerja oder Granada zu unternehmen…Oder, oder, oder. Auf der Casa gibt es nur eine Regel: Folge deiner Stimme und deinem individuellen Tempo! Und weil das nicht sofort klappt, wenn man gestresst ankommt, freue ich mich, dass es zum Yoga ein spannendes Rahmenprogramm gibt, wo ich bei Massagen, Herzmeditationen und Fantasiereisen in mein inneres Selbst abtauchen und meine Slow-down-Stimmung noch mehr anregen kann.

Da hat sich Hausherr und Heilpraktiker Wilfried Meissner etwas Gutes überlegt, als er vor 17 Jahren die Oase im Grünen kaufte und die Biobau-Anlage in ein Seminarhaus verwandelte. Meissner: „Ich war jahrelang in der Modebranche tätig, ein Lebemann und Champagner sprudelte jeden Tag. Ich habe gut verdient, doch erfüllt war ich trotzdem nie. Aber die Wahrheit gärt in einem. Als mein Cousin dann mit 50 elendig an Krebs starb, beschloss ich, dem Mief zu entkommen. Ich verkaufte nach dem Mauerfall mein Häuschen in Ostberlin, um mir die Casa zu leisten.“ Anfangs gab es bloß 16 Betten, wochenlang kein Geschäft. Doch dank Mundpropaganda entwickelte sich rasch eine Nachfrage. „Heute haben wir 40 Zimmer und 60 Betten und Buchungen fürs nächste Jahr“, sagt der weißhaarige weise Mann und herzt die einjährige Ananda Sofia – sein erstes Kind, das ihm und seiner Freundin, Küchenchefin Maria Josefa, der liebe Gott erst sehr spät schenkte.

„Ananda ist mein kleiner Estrella, mein Stern! Meine Tochter und meine Enkelin zugleich“, scherzt Meissner. Und setzt dann reflektiert fort: „Ich habe mich selbst sehr lange ausprobiert, habe Indien bereist und in Australien in einem Wohnwagengehaust. Meine geschiedene Frau hatte sich damals gegen unser Baby entschieden und abgetrieben. Alles was geschieht ist eine Lektion, jede Krankheit ein Fingerzeig der Natur. Wer erkennt, dass er allein Verantwortung für sein Leben trägt und das zu hundert Prozent, hört auf, anderen die Schuld für alleszuzuschieben und unnötigen Energien zu verschleudern! Gesunde Menschen steuern ihr Leben, sie agieren – und reagieren nicht nur! Wahre Liebe ist freies Geben ohne Erwartung. Doch die allermeiste Liebe ist leider ein Tauschgeschäft…“ Die beste Basis, um sich selbst, aber auch seine(n) Seelenpartner zu finden, sei viel gute Energie. „Denn nur dort, wo man Leichtigkeit und Stabilität verspürt, bleibt man gerne.“ So wie ich auf der Casa el Morisco!

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Yogalehrerin Marion Knotzer veranstaltet in der Karwoche (17. bis 24. April 2011) eine Gruppenreise mit Yogakurs in der Casa El Morisco.

Interessenten können sich ab sofort, spätestens bis 16. März 2011 für die Yoga- und Tanzwoche unter marion @yogandance.at anmelden. Mehr Infos zu Workshops und anderen Kursen unter www.yogandance.at . Kurs und Rahmenprogramm (Verpflegung, Übernachtung) kosten 850 Euro pro Person.

Redaktion: Petra Klikovits

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