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Macht Stillen Babys klüger?

Muttermilch ist die beste Ernährung für Babys. Aber macht das Stillen Säuglinge auch gleich intelligenter? Was die neuesten Forschungen dazu meinen...

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Macht Stillen Babys klüger?

Fördert Muttermilch die Intelligenz?

© Thinkstock/iStock/Opel Ru

Habt ihr eurem Baby auch bereits im Mutterbauch Mozart-Sonaten vorgespielt? Ihm Shakespeare vorgelesen? Um bereits pränatal seine Intelligenz zu fördern?

Wunderbar (weil jede Beschäftigung mit dem Baby eine gute ist). Wenn es aber wirklich um Intelligenzförderung geht, dann hilft vor allem eines: Stillen. Denn Muttermilch, das bestätigt nun auch eine neue Untersuchung des "Forum. Ernährung heute" (f.eh) , versorgt den Säugling nicht nur optimal mit Energie, sondern auch Nährstoffen wie etwa den mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

"Und gerade diese Fettsäuren werden mit einer gesunden Entwicklung der Nervenzellen, der Retina und des Gehirns in Verbindung gebracht," so Marlies Gruber, die wissenschaftliche Leiterin des f.eh .

Die richtigen Fette machen Babys klüger

Die positive Wirkung ist langfristig. So schneiden sechsjährige Kinder bei Intelligenztests besser ab, wenn sie als Säuglinge in den ersten vier Monaten gestillt wurden oder eine Anfangsnahrung angereichert mit langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhielten, als nicht gestillte Kinder oder jene, die keine mit günstigen Fettsäuren angereicherte Babymilch bekamen.

Wer sein Kind aus welchen Gründen auch immer nicht stillen kann, muss nun aber nicht fürchten, dass der Nachwuchs hinsichtlich seiner Intelligenz benachteiligt sei. „Diese Mamas sollten jedoch zu entsprechend angereicherter Anfangsnahrung greifen“, empfiehlt Gruber.

So "pimpst" du die Muttermilch

Aber ist Muttermilch gleich Muttermilch? Nicht ganz. Denn besonders ehrgeizige (oder, sympathischer: gesundheitsbewusste) Mamas können die Milch mit ausgewogener Ernährung weiter pimpen.

Essen stillende Mütter zweimal pro Woche fetten Seefisch, der reichlich langkettige, mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält, zeigen die Kinder mit drei Jahren ein besseres Sprachverständnis. Zu den fetten Seefischen zählen zum Beispiel Lachs, Hering oder Makrele, empfohlen wird zudem der Konsum von pflanzlichen Fetten wie Lein-, Walnuss- oder Rapsöl.