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Männer allein zuhaus!

Herrenrunde. Bügeln, Putzen, Waschen – drei Männer meistern ihr Leben ohne Frau. WOMAN verrieten sie, wie’s läuft


Männer allein zuhaus!
© Susanne Stemmer

Verzweifelt, überfordert,allein gelassen? Wie fühlen sich Männer, wenn sie ihren Alltagsamt Haushalt und viel-leicht auch Kindern alleine schupfen? Dinge erledigen, die bei Frauen meist wie selbstverständlich und nebenbei laufen? – Wir wollten – auch in Anlehnung an die deutsche Dokusoap „Männer allein daheim“ – wissen: Wie gut kommen die Herren der Schöpfung im Leben ohne Frauen zurecht? Und luden drei Selbstversorger zum Gedankenaustausch im WOMAN-Talk:
„Klar sind wir auch mal überfordert“

Woman: Sie alle gehen als Single durchs Leben. War es denn nach dem Beziehungsende schwer, den Alltag allein zu meistern?
Roland: Ich bin seit 1999 geschieden und seit 2001 alleinerziehender Vater. Meine Tochter Sarah ist während der Scheidungsphase entstanden und war nach der Trennung bei ihrer Mutter. Bismeine Ex eines Tages vor der Tür stand und sagte: „Ich habe keine Zeit, jetzt mach du das.“ Da bin ich dumm dagestanden. Wäsche waschen, kochen, Kindergarten. Sarah war zweieinhalb. Und für mich war es eine komplette Umstellung, denn vorher war ich täglich 12 Stunden arbeiten, musste zuhause nichts machen. Na ja, dann waren halt die weißen Leiberln oft rosa.
Peter: Meine Scheidung war erst vergangene Woche nach eindreiviertel Jahren getrenntem Dasein. Aber meine drei Kinder habe ich jede zweite Woche für sieben Tage durchgehend bei mir. Kein Problem, denn ich war schon immer selbständig, bin vor meinem 19. Lebensjahr in eine eigene Wohnung gezogen, und da waren Kochen, Wäschewaschen und Staubsaugen auch schon mein Job.
Thomas: Ich bin seit 1994 glücklich geschieden und zweifacher Vater einer 18-jährigen Tochter und eines 15-jährigen Sohnes. Ich war einfach zu jung für Familie und Kinder. Und bin seit damals Single. Ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt eine Beziehung im klassischen Sinn führen kann und will.
Woman: Sie haben sich also ans Alleinsein gewöhnt …
Thomas: Ja, das schließt aber nicht aus, dass man gern zu zweit aufwacht. Nur eben nicht um jeden Preis. Ich erinnere mich an ein Erlebnis zwei Tage nach der Scheidung: Ich habe wunderbar geschlafen, weil ich die Wäsche mit ganz viel Weichspüler aufgedreht habe. Ein Gefühl der Befreiung, denn meine Ex meinte immer: „Bitte gib nicht so viel Weichspüler rein!“ Jetzt kann ich tun, wie ich möchte!
Woman: Bügeln, Kochen, Waschen, Putzen – machen Sie alles selbst? Oder gibt es Unterstützung?
Peter: Das ist nur Zeitverschwendung, denn nach zwei Stunden Tragen sieht kein Mensch mehr, ob etwas gebügelt war.
Thomas: Ich könnte dir meine Dampfbügelstation borgen.
Roland: Die habe ich auch …
Thomas: Nie hätte ich mir gedacht, dass Bügeln so viel Spaßmachen kann. Einmal drüber-fahren, und schon passt’s.

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