Ressort
Du befindest dich hier:

Männer sind größere Narzissten als wir!

Jetzt ist es offiziell! US-Forscher analysierten geschlechtsspezifische Unterschiede in Sachen Arroganz und Selbstbezogenheit. Das Ergebnis wird euch nicht überraschen...

von

Männer sind größere Narzissten als wir!

Männer: Allesamt Ich-Bezogen und selbstverliebt?

© Thinkstock/Mike Watson Images

WIR hätten das natürlich NIEMALS laut gesagt (aber bei manchem Exemplar der Gattung Mann vielleicht insgeheim gedacht). Nur: Jetzt hat es die Wissenschaft nachgewiesen. Und in unserer Funktion als unvoreingenommene Berichterstatter wollen wir euch diese Information natürlich nicht vorenthalten: MÄNNER SIND ERWIESENERMASSEN EGOISTISCHER UND SELBSTVERLIEBTER ALS FRAUEN!

Das zumindest ist das Ergebnis einer großangelegten amerikanischen Studie, für die drei Jahrzehnte lang die Daten von mehr als 475.000 Menschen sämtlicher Altersstufen analysiert wurden, wie der britische Telegraph vermeldet.

Das Ergebnis, knapp zusammengefasst: Männer sind Ich-bezogener und tendieren deshalb auch eher als Frauen dazu, andere für ihr eigenes Wohl auszunutzen.

Sind Männer aufgrund ihres Narzissmus erfolgreicher?

"Dieser ausgeprägtere Narzissmus kann zu zwischenmenschlichen Problemen führen – einschließlich der Unfähigkeit zu gesunden langfristigen Beziehungen," so die Forscherin Emily Grijalva, eine der Autorinnen der Studie.

Für Studien-Autoren hat der männliche Narzissmus und Egoismus aber nicht nur negative Seiten: "Narzissmus führt zu einem größeren Selbstbewusstsein, einer höheren emotionalen Stabilität und führt so dazu, dass Männern eher Führungsqualitäten zugesprochen werden."

Für ihre Untersuchung siebten die Wissenschaftler zusätzlich die Daten aus 355 Zeitungsartikeln, Dissertationen und technischen Handbüchern, um geschlechtsspezifische Unterschiede in drei dem Narzissmus zugeschriebenen Aspekten zu finden: Führung, Selbstdarstellung und das Gefühl, dass alles, was man tut, eine höhere Berechtigung und damit Vorrang hat.

Parallel klopften sie die Reaktionen der männlichen und weiblichen Studienteilnehmer zu großspurigen Aussagen wie "Wenn ich die Welt beherrschen würde, dann wäre sie ein besserer Ort" oder "Ich weiß, dass ich gut bin, denn jeder bestätigt es mir".

Dabei zeigte sich ein deutliches Bild: Nicht nur, dass die Männer eher von sich und ihrer Großartigkeit überzeugt waren – sie tendierten auch eher dazu, Privilegien als selbstverständlich zu erachten. Weiters waren sie wesentlich häufiger als Frauen dazu bereit, andere für das Erreichen ihrer Ziele auszunutzen.

Die Unterschiede verringerten sich allerdings, wenn es um den Faktor Eitelkeit ging. Was erklären könnte, warum tendenziell eher wir mit unseren schmolllippigen Selfies das Internet verstopfen ;-)

Die Detail-Ergebnisse der Studie werden in der kommenden Ausgabe des "Psychological Bulletin"-Magazins veröffentlicht.

Thema: Psychologie

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .