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Magensäure kommt hoch? Das hilft!

Dir kommt immer wieder die Magensäure hoch, du hast Sodbrennen? Woran das liegt (nicht an zu viel Säure!) - und was du schnell dagegen machen kannst.

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Magensäure kommt hoch? Das hilft!
© Photo by rawpixel.com on Unsplash

Es ist unangenehm. Deine Speiseröhre brennt, du hast ein Druckgefühl vom Oberbauch über das Brustbein bis zum Hals - und am grausigsten: Dir kommt immer wieder Magensäure hoch.

"Ah, du hast zu viel Säure im Bauch," ist meist die erste Reaktion, wenn man Leuten von dem sauren Aufstoßen und dem Sodbrennen erzählt. Das stimmt aber nicht.

Warum muss ich immer sauer aufstoßen?

Richtig. Denn entgegen dem allgemeinen Glauben, dass die Symptome an einem Zuviel an Magensäure liegen, ist genau das Gegenteil der Fall: Du hast zu wenig Magensäure.

Sauer Aufstoßen musst du, weil die Säure aus deinem Magen gelangt. Der normale Prozess der Lebensmittelverarbeitung sieht eigentlich so aus: Ein Nahrungsmittel gelangt durch die Speiseröhre in deinen Magen. Ein Schließmuskel versiegelt ihn nun.

Wenn sich nun dieser Muskel zur falschen Zeit in einem entspannten Zustand befindet, dann nennt man das "Hiatushernie": Der Magen ist nicht ausreichend verschlossen, sein Inhalt kann teilweise wieder zurück in die Speiseröhre gelangen. Dadurch sinkt der Säuregehalt im Magen. Deine Speiseröhre aber kann sich durch die aufsteigenden Säuretröpfchen entzünden.

Kommt dir einmal pro Woche oder seltener Magensäure hoch, ist das zwar unangenehm, aber du musst dir noch keine Sorgen machen. Doch je häufiger die Speiseröhre angegriffen wird, desto empfindlicher reagiert sie auch. Wenn du häufiger sauer aufstoßen musst, dann solltest du einen Arzt aufsuchen und die Gründe abklären lassen.

Symptome: Woran erkenne ich, dass mein Speiseröhren-Schließmuskel nicht richtig schließt?

Die Ursache für die Fehlfunktion des Speiseröhren-Schließmuskels ist meist ein zu hoher Druck im Magen. Der entsteht, wenn du zu viel oder zu fett gegessen hast, lange Zeit auf dem Rücken liegst oder schwere Sachen hebst.

An diesen Symptomen erkennst du, ob dies bei dir der Fall sein kann:

  • Heiserkeit
  • Das Gefühl, dass noch Nahrung in der Speiseröhre steckt
  • Enge in der Kehle
  • Zahnprobleme, da die Magensäure auch den Zahnschmelz angreift
  • Mundgeruch
  • Keuchen
  • Asthma

Was hilft dagegen, dass die Magensäure hochkommt?

Eine medikamentöse Lösung solltest du unbedingt mit deinem Arzt absprechen. Diese haben nämlich Nebenwirkungen, nimmst du sie zu häufig, kann sogar eine Resistenz entstehen.

Unterstützend gegen Sodbrennen hilft natürlich eine Änderung deines Lebensstils:

  • Setze häufiger Lebensmittel auf deinen Speiseplan, die die natürliche Magensäureproduktion anregen: Brokkoli und Spinat etwa. Auch die in Kartoffeln enthaltene Stärke bindet die Magensäure.
  • Zucker und Fertigprodukte sowie Lebensmittel, die Allergien auslösen können, sollten besser vermieden oder reduziert werden.
  • Bewegung stärkt dein Immunsystem.
  • Viel trinken, um die Magensäure zu verdünnen und weniger ätzend zu machen.
  • Kamillen-, Eibischwurzel-, Ingwer-Tee wirken entzündungshemmend zbd säureregulierend. Achtung bei Pfefferminz-Tee! Der hilft zwar bei Magenverstimmungen, entspannt aber den Magenpförtner und kann so die Verstimmungen sogar noch verschlimmern.
  • Weite, luftige Kleidung wählen, die den Magen nicht einschnüren.