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Ranitidin-Präparate verunreinigt: Magenschutz-Tabletten wegen Krebs-Gefahr zurückgerufen

In der EU wurden einige Arzneimittel zurückgerufen. Denn die Medikamente mit dem Wirkstoff Ranitidin sind möglicherweise krebserregend.

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Ranitidin-Präparate verunreinigt: Magenschutz-Tabletten wegen Krebs-Gefahr zurückgerufen
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Magensäureblocker reduzieren die Produktion von Magensäure, lindern Sodbrennen und unterstützen das Abheilen einer geschädigten Magenschleimhaut. Oft bekommt man sie zur Unterstützung bei Medikamententherapien verschrieben, um den Magen zu schonen. Aber auch bei Reflux werden die Präparate eingesetzt. "Im Jahr 2013 wurde in Österreich an 1.540.505 Personen auf Kassenkosten zumindest eine Packung eines PPI (Protonenpumpenhemmer) verschrieben", so die Med-Uni Wien auf ihrer Website. Magenschoner kamen schon einmal in Verruf: Wie eine Studie der Med-Uni Wien zeigt, werden Allergien durch Magenschutzmedikamente verstärkt.

Medikamente mit dem Wirkstoff Ranitidin sind möglicherweise krebserregend

Wie das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte vermelden lässt, wurde ein Wirkstoff in Ranitidin-Chargen des indischen Herstellers "Saraca Laboratories Limited" gefunden, der als krebserregend gilt. Laut der Pharmazeutischen Zeitung soll der Hersteller jährlich 3.600 Tonnen Ranitidin herstellen und in über 40 Länder verkaufen. Vorsorglich werden nun Chargen mit diesem Wirkstoff zurückgerufen. Das Gefährdungspotenzial wird noch genauer untersucht. Betroffene Medikamente sind beispielsweise "Ranitidin-ratiopharm" oder "Ranitic akut" bei Sodbrennen. Derzeit besteht zwar kein akutes PatientInnenrisiko, allerdings sollte man sich an seinen Arzt oder Ärztin wenden oder sich in der Apotheke genauer informieren, falls man ein entsprechendes Medikament einnimmt.