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Magersucht: „Eine Woche vor dem Tod“

Mit 28 Kilo in die Klinik. Julia, 18, hätte sich beinahe zu Tode gehungert. Doch dann streikte der Körper. Heute lebt sie in einer innovativen Wohngruppe.Erstmals erzählt sie über ihr Leid.


Magersucht: „Eine Woche vor dem Tod“
© Knoll

München, 22. Februar 2007. Die Sonne lacht vom Himmel, durchströmt das Haus in der Poccistraße, in dem Julia Winter, 18, seit sechs Monaten lebt. Seit damals, einem Zeitpunkt in ihrem Leben, wo es wieder aufwärts ging, sie 42 Kilo auf die Waage brachte …

Rückblick: Ein Jahr zuvor war die Schülerin auf 28 Kilo abgemagert, hatte sich vier Jahre lang ihrer Krankheit hingegeben. Der Magersucht. Und sie hatte keine Chance mehr, selbst rauszufinden. Auslöser war der bei ihrer Mutter diagnostizierte Magenkrebs. „Ich habe alles abgeblockt, mich zurückgezogen und mich dafür geschämt, Probleme mit dem Essen zu haben“, erinnert sich Julia an den Beginn des Martyriums. Eine Verbotsliste, welche Lebensmittel zu viele Kalorien haben und deshalb nicht mehr konsumiert werden dürfen, gab es nach kurzer Zeit. „Zu Beginn waren es lediglich Lieblingsspeisen wie Fischstäbchen und Schweinsbraten, die ich gestrichen habe. Später blieben nur noch Obst und Gemüse auf meinem Speiseplan.“

Herzrasen, alltäglich. Im Jänner 2006 starb Julias Mutter. Und auch in Julia war etwas gestorben, der Körper spielte nicht mehr mit. In der Endphase erlaubte sie sich nur mehr Pilze aus der Dose, weil die beinahe kalorienlos waren.

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