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Mahlzeit statt Müll

Als diese Kaffeehausbesitzerin einen Obdachlosen Essensreste aus dem Müll ihres Lokals klauben sah, machte sie etwas, was dein Herz erwärmen wird.

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Mahlzeit statt Müll

Ashley Jiron: "Es ist würdelos, Essen aus dem Müll ziehen zu müssen"

© Kfor.com

Ashley Jiron betreibt den kleinen Coffeeshop Coffee-Shops P.B. Jams in Oklahoma City. Ihren Kunden serviert sie schwarzen Kaffee, dazu Snack wie Bagels und Sandwiches mit Erdnussbutter und Marmelade. "Meine Gäste haben Hunger, aber die Portionen sind groß – und nicht immer wird alles aufgegessen."

Die Überreste wirft Ashley in die Mülltonnen hinter ihrem Laden. Als sie diesen jedoch vor wenigen Tagen entleeren wollte, bemerkte die Amerikanerin, dass jemand die Tonne auf der Suche nach Nahrung durchwühlt hatte, Sandwichreste und halbleere Salat-Boxen aus dem Mist gefischt hatte.

"Mülltaucher" oder auch "Dumpster" werden jene Menschen genannt, die den Abfall von Supermärkten, Wohnhäusern oder Restaurants nach Essbarem absuchen. Die meisten haben Hunger und kein Geld, sich etwas zu essen zu kaufen. Vor allem in Amerika, wo das Sozialnetz bei weitem nicht so abgesichert ist wie bei uns, gibt es immer mehr "Mülltaucher".

Viele Lokalbesitzer wollen diese Menschen nicht in der Nähe ihres Restaurants oder Geschäfts haben. Sie riegeln ihre Container mit Ketten ab oder hängen ein Vorhängeschloss vor.

Ashley Jiron: "Als ich entdeckte, dass jemand die Müllreste auf der Suche nach Essbarem durchwühlte, wurde mir eng ums Herz. Ich bin die halbe Nacht wachgelegen. So etwas ist eines Menschen nicht würdig," erzählte sie dem regionalen Fernsehsender Kfor.com.

Am nächsten Morgen klebte Ashley einen Zettel an ihre Ladentüre:

"An jenen Menschen, der in unserem Müll nach Essen gesucht hat: Als menschliches Wesen bist du mehr wert als eine Mahlzeit aus dem Müllcontainer. Bitte komm' zu den Geschäftszeiten in unser Lokal. Du bekommst einen kostenlosen Sandwich, frisches Gemüse und ein Glas Wasser. Keine Sorge: Wir werden keine Fragen stellen. Ihre Freundin, die Besitzerin."

Zwar ist der adressierte "Dumbster" bislang nicht auf das Angebot eingegangen – doch Ashley möchte ihr Schild trotzdem hängen lassen. "Ich weiß, dass die Scham groß ist, wenn man in dieser Situation steckt. Trotzdem weiß jeder, dem es schon mal schlecht gegangen ist, wie gut sich eine helfende Hand anfühlt. Wenn ich diese Hand reichen kann, dann werde ich es tun." Es sei das Mindeste, was sie anbieten könne...