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Malala Yousafzai: Die jüngste Friedensnobelpreis-Trägerin der Welt

Mit 11 begann sie die Greueltaten der Taliban in ihrer Heimat online zu dokumentieren. Mit 15 überlebte sie nur knapp ein Attentat, weil sie sich für das Recht auf Bildung für Mädchen einsetzt. Mit 17 hört die ganze Welt ihre bewegende Rede zum Friedensnobelpreis.

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Malala Yousafzai
© Christopher Furlong/ Getty Images

Wir sind in eine andere Welt hinein geboren worden - aber hätten wir an Stelle von Malala Yousafzai ebenso mutig und uneigennützig gehandelt? Man kann gar nicht anders, als die Courage der erst 17-Jährigen zu bewundern, die sich bereits in noch jüngeren Jahren gegen eine übermächtige Gewalt widersetzte, um für die Rechte von Mädchen im von den Taliban besetzten Pakistan zu kämpfen.

Sie begann mit 11 Jahren in einem Online-Tagebuch über die von ihr beobachteten Taten der pakistanischen Taliban zu berichten, nachdem diese Mädchenschulen geschlossen und zerstört sowie den Schulbesuch als auch Musik und Tanzen verboten hatten. Wer sich dagegen wehrte, wurde bestraft oder ermordet.

Genau das Schicksal wurde ebenso Malala zugedacht, als am 9. Oktober 2012 ihr Schulbus aufgehalten wurde, ein Taliban aus nächster Nähe auf sie schoss und sie dabei an Kopf und Hals schwer verletzte. Laut einem Bekennerschreiben der Taliban war ihr Einsatz für die Bildung der weiblichen Bevölkerung der Grund des Attentats. Einzig ihr Wunsch, dass alle Mädchen die Möglichkeit zu einem Schulbesuch haben sollten - das gleiche Recht, wie der männlichen Bevölkerung - genügte also für ein Todesurteil.

Zum Glück jedoch überlebte Malala, um heute für ihren Einsatz, ihren Kampf und ihren Mut, den Friedensnobelpreis entgegen zu nehmen.

»At that time, I stood up for my rights and I said that I would speak up. I did not wait for someone else. I had really two options: One was not to speak and wait to be killed and the second was to speak up and then be killed. I chose the second one.«

Malala Yousafzai widmet ihren Friedensnobelpreis in ihrer bewegenden Rede (siehe Video) all jenen Kindern, die keine Stimme haben, deren Stimmen aber gehört werden sollten. Und erinnert uns alle daran, etwas mutiger zu sein und wenn wir eine Ungerechtigkeit bemerken, uns für diejenigen einzusetzen, die benachteiligt oder unterdrückt werden und es selbst nicht wagen, die Stimme zu erheben.

Malala Yousafzai
Themen: Report, Videos