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Malende Kinder: Fingerfarben gehören nicht in den Mund

Malende Kinder: Fingerfarben gehören nicht in den Mund

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Malende Kinder: Fingerfarben gehören nicht in den Mund

Malende Kinder: Fingerfarben gehören nicht in den Mund

© APA/APA/dpa/gms/Peter Kneffel/Peter Kneffel

Kleine Kinder lieben es, mit Fingerfarben bunte Bilder auf Fensterscheiben oder Papier zu malen. Vorsicht ist allerdings vor schädlichen Stoffen geboten. So beugen Eltern der Gesundheitsgefahr vor.

Beim Malen mit Fingerfarben können richtige Kunstwerke entstehen – meist sehen die Kinder selbst am Ende aber genauso bunt aus. Und die Finger, die sie in die Farbtöpfe tauchen, stecken vor allem die Kleinsten auch mal in den Mund. Immer wieder kommt es allerdings vor, dass die Farben gesundheitsschädlich sind, sagt Daniel Pflumm, Referent für Produktsicherheit beim TÜV.

Zwar ist bei Spielwaren in der EU die CE-Kennzeichnung vorgeschrieben, das ist jedoch eine Selbsterklärung. Trotzdem können Schadstoffe oberhalb der Grenzwerte enthalten sein. Das kommt oft erst durch unabhängige Produkttests und Rückrufe heraus.

Worauf können Eltern also achten? Enthalten Fingerfarben das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, wurden sie unter anderem auf Schadstoffe, Schwermetalle und Chemikalien unabhängig untersucht. Es gibt allerdings auch gefälschte Produkte. Die kann man laut TÜV etwa an falsch geschriebenen Markennamen oder ausgedachten Altersstufen erkennen. Ein Beispiel: 0-5 Jahre statt 0-3 Jahre. In solchen Fällen vertraut man den Angaben besser nicht.

Unabhängig vom Hersteller: Kinder sollten nicht unbeobachtet mit Fingerfarben malen. Eltern achten dabei darauf, dass möglichst nichts von der Farbe im Mund landet. Am besten zieht man den Kindern zum Malen etwas über, bemalte Haut wird anschließend gründlich abgewaschen.

Angebrochene Farben soll man laut TÜV außerdem nicht lange aufbewahren. Stehen die Becher länger im Regal, bilden sich möglicherweise Schimmelsporen oder schädliche Keime. Farben mit besonders langer Haltbarkeit sind hier auch nur eine vermeintliche Lösung. Die darin gebrauchten Konservierungsmittel können ihrerseits allergieauslösende und krebsverdächtige Stoffe enthalten.