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"Seht her, mein Blähbauch ist normal!"

Blähungen während der Periode? Mit ihrem Posting sagt Fitnessbloggerin Malin allen Frauen: "Seht her, total normal." Plus: Was gegen den Blähbauch hilft.

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"Seht her, mein Blähbauch ist normal!"

Malin Olofsson: "Das ist doch alles normal!"

© Instagram/MalinOlofsson

Malin Olofsson ist Fitness-Bloggerin. Auf 90% ihrer Instagram-Fotos sieht man eine durchtrainierte junge Frau, die Gewichte stimmt und ein hartes Workout betreibt, um ihren Körper in Form zu halten. Doch Malin ist nicht einfach nur eines jener Influencer-Mädels, die sich in engen Sportklamotten für Likes vor der Kamera räkeln.

Sie möchte ihren zahlreichen weiblichen Followern ein besseres, gesünderes Körperbild vorleben. Auf ihrem Account postete sie ein Foto, das sie mit aufgeblähtem Kullerbäuchlein zeigt:

Dazu schreibt Malin: "Einige von euch kennen diesen Anblick. Jeden Monat. Andere von euch vielleicht nicht. Die mögen diesen aufgeblasenen Bauch jetzt hässlich finden oder denken, dass ich schwanger sei. Aber die meisten werden tief seufzen und sich denken: "Zum Glück, ich bin nicht alleine." Ein Blähbauch ist nur eines der körperlichen Symptome für PMS. Zwischen Eisprung und Menstruation verändert sich der weibliche Körper ständig. Nicht alles daran ist angenehm, so wie dieser Blähbauch und die damit verbundenen Pupse. Aber: Es ist normal. Nichts, deswegen man sich schämen müsste. Dein Körper macht einfach nur seinen Job. Wir können uns also alles wieder beruhigen."

Dafür erntet sie begeisterte Kommentare: "Ich liege eben mit Krämpfen auf meinem Sofa. Zu wissen, dass es anderen ähnlich geht, hilft!" Oder: "Ich habe immer während meiner PMS Blähungen, mein Bauch ist dann ein Ballon. Immerhin geht es vorbei..."

Warum haben wir Blähungen während der Periode?

Tatsächlich: Fast ein Drittel aller Frauen leidet vor und während der Periode an Blähungen, Verstopfung oder Durchfall. Warum man während der Menstruation Darmbeschwerden hat, ist noch nicht zu 100% geklärt. Eine Teilschuld liegt beim erhöhten Ausstoß der sogenannten "Prostaglandine". Diese hormonähnlichen Stoffe sorgen unter anderem dafür, dass sich der Uterus zusammenzieht, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen. Bei vielen Frauen werden diese Kontraktionen von schmerzhaften Krämpfen begleitet. Die erhöhte Menge an Prostaglandinen beeinflusst aber auch die Bewegungen des Darms. Dann kommt es zu Blähungen und Durchfall.

Was hilft gegen Blähungen während der Periode?

  • Mehr Wasser trinken. Das klingt zwar sonderbar, weil sich dadurch dein Bauch noch mehr füllt und aufbläst – aber zusätzliches Wasser zu trinken regt deinen Körper an, das Wasser freizusetzen, das er speichert. Die Blähungen werden gemindert.
  • Salz reduzieren. Schränke in der Woche vor deinen Tagen die Salzmenge in deiner Ernährung möglichst ein. Das hilft, den Wasseransammlungen vorzubeugen.
  • Weniger Zucker, Stärke und Kohlenhydrate essen. Wenn du unter PMS leidest, können diese Lebensmittel es für deinen Körper schwieriger machen, Östrogen zu verarbeiten. Sie lassen außerdem den Blutzuckerwert ansteigen, was die Salzspeicherung anregt und zu Blähungen führt.
  • Reistag. Wenn du unter sehr starken Blähungen leidest, hilft ein Reistag, um deine Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Thema: Menstruation