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Mamabloggerin: "Wir sind keine Hausmuttis, die zu viel Zeit haben!"

Haben diese Frauen einfach zu viel Zeit? Bloggerinnen sprechen über die private als auch politische Relevanz von Elternblogs.


Mamabloggerinnen Blogfamilia

Mamablogger als Sprachrohr für viele Eltern!

© istockphoto.com

Die Elite der Elternblogger traf sich am langen Wochenende zur größten deutschsprachigen Elternbloggerkonferenz in Berlin. Doch was machen Blogger eigentlich? Schreiben über Babybrei und Kinderkacke? "Nein!", sagt Anne-Luise Kitzerow, Organisatorin der Veranstaltung "Blogfamilia" und unterstreicht dabei die politische Relevanz der schreibenden Eltern.

Mamabloggerinnen Messe Blogfamilia

"Wie wir als Familien leben, das ist nicht nur eine private Frage, es ist eine höchst politische", sagt Bloggerin Anne-Luise Kitzerow. Denn Familien werden heute vor ganz andere Herausforderungen gestellt, als noch vor zehn Jahren. Deshalb schreibt die Berlinerin auf ihrem Blog "Große Köpfe" oft und gerne zu Themen wie etwa Vereinbarkeit, Gleichberechtigung und das Leben in "Ihrer Sicht und seiner Sicht". Mit ihren Texten ist Kitzerow, wie viele anderen Bloggerinnen auch, ein Sprachrohr für Eltern und deren alltäglichen Probleme - sie erreicht mit ihren Texten jeden Monat mehr als 50.000 Leser. "Gerade diese Reichweite gibt auch eine Art Verpflichtung", sagt die 34-Jährige und weist damit auf Themen wie die Flüchtlingspolitik oder Inklusion hin. Höchstes Gut ist es dabei aber, immer authentisch zu bleiben: "Ein Blog ist eine Spielwiese - ich darf auch mal das Wort ,Arsch' schreiben, denn Authentizität ist das höchste Gut der ElternbloggerInnen."

Dass Bloggen weit mehr als ein Hobby, sondern mittlerweile für viele Menschen auch ein Beruf ist, bewies der große Andrang: 125 bloggende Eltern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum trafen sich zum Event "Blogfamilia" in Berlin. "Ein Blog ist ganz wunderbar, um – auch als Journalist – sichtbar zu sein, um nah am Leser zu sein, um sich selbst auszuprobieren. Es ist eine Spielwiese ohne Chefredakteur." sagt Journalistin und Bloggerin Lisa Harmann von "Stadt-Land-Mama". Das weiß auch die österreichische Familienbloggerin und Journalistin Anna Attersee von "Einer schreit immer": "Die Welt wird zum Dorf. Man kann von Wien oder Linz aus problemlos Aufträge in Norddeutschland annehmen. Denn Blogs werden ja nicht nur lokal gelesen und die Auftraggeber gibt es überall dort, wo man Deutsch spricht."

Und Leonie Lutz von "Minimenschlein" freut sich vor allem über die Vernetzung unter den Bloggern: "Wir alle haben zwei Gemeinsamkeiten: Wir sind Mamas. Und wir sind Blogger. Und doch sind wir so unterschiedlich. Schön, dass wir dank "Blogfamilia" einfach aufeinander treffen und die Gemeinsamkeiten über alles stellen. Dass wir uns austauschen, respektieren, voneinander lernen und uns unterstützen."

Das unterstreicht auch die Österreichische Delegation der Blogfamilia-Teilnehmer: "Es sind genug Leser für alle da!", sagt etwa Birgit Ott von "Fräulein im Glück".
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Thema: Eltern

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