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Was macht eigentlich eine Mamalogin?

Simone Kostka-Krytinar arbeitet als erste Mamalogin in Wien. Sie begleitet Schwangere, Eltern und Kinder mit ganz speziellen Kursen und Workshops. Im Talk mit WOMAN.at erzählt sie mehr von ihrer Arbeit.

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Familienbegleitung Simone Kostka-Krytinar

Auch frisch gebackene Mamas und Papas brauchen eine gute Begleitung.

© Photo by Katie Emslie on Unsplash

WOMAN: Ist deine offizielle Berufsbezeichnung wirklich Mamalogin?
Simone Kostka-Krytinar: Wenn mich jemand fragt was mein Beruf ist, dann antworte ich immer "freiberufliche Pädagogin". Die Mamalogin ist eine Wortkreation, die mir einmal ganz spontan eingefallen ist. Das hat mir so gut gefallen, dass ich es beibehalten habe. 2010 habe ich es als Wortmarke schützen lassen.

WOMAN: Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen?
Simone: Mich hat die Entwicklung meiner Kinder (Tochter, 12 und Sohn, 10) so fasziniert und ich fand das Mutter-Sein noch viel schöner war als erwartet, da wollte ich gerne das Wissen und die Erfahrung, die ich mir über Babys und Kleinkinder angeeignet hatte, weitergeben. Von meinem neuen Berufswunsch habe ich damals einer Freundin erzählt. Sie hörte sich meine Pläne an und fragte, was das dann für ein Beruf sei. Und ich antwortete ganz spontan: "Dann bin ich Mamalogin!"

Babyzeichensprache Wien Kurs

WOMAN: Wie wird man Mamalogin?
Simone: Ich habe Bildungswissenschaft studiert. Nach dem Abschluss stellte ich ein Programm zur Familienbegleitung zusammen. Das waren aber nur die ersten Schritte, danach absolvierte ich jährlich mindestens ein oder zwei Weiterbildungen: Babyzeichensprache, Dunstan, ein Fernstudium zur Legasthenietrainerin sowie Dyskalkulietrainerin. Außerdem habe ich eine kinesiologische Ausbildung zu Brain Gym, ich war in Marburg, um das dort angebotene Konzentrationstraining zu erlernen und aktuell bilde ich mich zur Lerndidaktikerin weiter.

WOMAN: Wie kann man sich eine Familienbegleitung einer Mamalogin vorstellen?
Simone: Ich begleite Eltern ab dem 8. Schwangerschaftsmonat bis zum 1. Geburtstag des Kindes. Das bedeutet, dass wir uns im Abstand von ca 4-6 Wochen treffen und ich Mama und Papa bei relevanten Themen für das ersten Lebensjahr berate.

»Eltern finden es ausgesprochen nützlich, denn oft können sie die Laute des Babys nicht richtig deuten und darauf angemessen reagieren.«

WOMAN: Unter anderem bietest du auch einen Workshop zum "Dunstan" an. Was kann man sich darunter vorstellen?
Simone: Das ist sehr neu in Österreich und es gibt noch sehr wenig Kursleiterinnen. Dabei lernen Eltern in einem zweistündigen Workshop, was Laute, die Babys ausstoßen, bevor sie zu weinen beginnen, bedeuten. Diese sind wissenschaftlich erforschten. Es ist eine Art Wörterbuch oder Gebrauchsanweisung für die ersten 4 Lebensmonate. Eltern finden es ausgesprochen nützlich, denn oft können sie die Laute des Babys nicht richtig deuten und darauf angemessen reagieren.

WOMAN: Ist das ähnlich zur Babyzeichensprache?
Simone: Bei der Babyzeichensprache vermittle ich Eltern einfache Handzeichen und wie man sie im Alltag zur Unterstützung der Kommunikation mit dem Baby einsetzt. Nach einiger Zeit beginnen Babys diese Handzeichen nachzumachen und können auf diese Weise ausdrücken, was sie möchten - noch bevor sie Worte sprechen können.

Kinder Förderung

WOMAN: Du bietest aber auch Kurse für Babys und Kinder an?
Simone: Für Kinder ab 4 Jahren biete ich Konzentrations- und Entspannungstraining an, auch Wahrnehmungstraining sowie Lerntraining, um da anzusetzen, wo Kinder individuelle Förderung brauchen. Diese Trainings stehen aber auch Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung zur Erreichung hoch gesteckter Ziele oder bei Lernblockaden und Lampenfieber.

WOMAN: Als Mamalogin geht im Allgemeinen also um eine frühe Förderung der Kinder?
Simone: Klar, es geht um Förderung der Kinder aber auch um die Förderung der Eltern-Kind-Beziehung. Was ich mir immer wünsche ist, dass jeder das aus meinem Angebot für sich mitnimmt, was er (oder meistens sie) gesucht hat. Unabhängig vom Thema bin ich der Meinung, dass ein Ziel nur dann erreicht werden kann, wenn der Weg dahin Spaß macht und bei jeder Gelegenheit positiv verstärkt wird, was mit authentischer Motivation und liebevoller Disziplin am besten gelingt, sowie einem gewissen Freiraum und Eigenverantwortung bei der Umsetzung.

Wo finden die Kurse und Workshops statt?
Simone: Meine Kurse und Trainings können eigentlich überall durchgeführt werden. Vormittags bin ich in verschiedenen Eltern-Kind-Zentren zu finden, aber ich besuche auch Kindergärten und Krippen oder halte Vorträge und Workshops in Spitälern.

Da ich in und um Wien mobil bin, findet ein großer Teil privat bei Familien zu Hause statt. Außerdem habe ich zu Hause ein Zimmer nur für Kurse und Training eingerichtet.

Mamalogin - Infos und Kontakt

Wer sich für die Kursangebote von Simone interessiert, findet auf der Website von Lyma aktuelle Termine zu den Babyzeichensprachen-Kursen: www.lyma.at

Auf der Seite der Mamalogin (www.mamalogin.at) findet man die Kontaktdaten. Wer sich für eine Familienbegleitung durch Simone interessiert oder gerne einen Dunstan-Workshop machen will, schreibt am besten eine Mail oder SMS an.

Simone Kostka - Babyzeichensprache Wien
Simone Kostka-Krytinar, Mamalogin und Zwergensprachen-Lehrerin

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Themen: Eltern, Kinder

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