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SO kann MANN dich verstehen!

Frauen sprechen über Gefühle, Männer öffnen den Mund, um Infos weiterzugeben. Trotz unterschiedlicher Kommunikationsstile: So sorgst du dafür, dass er dich versteht.

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SO kann MANN dich verstehen!
© Thinkstock

Was ist das Geheimnis einer guten Beziehung? Ja, Liebe, Anziehung. Aber die wirkliche Kittmasse für eine lange, glückliche Partnerschaft ist die richtige Kommunikation.

Warum Männer und Frauen aneinander vorbei sprechen

Nun ist es aber leider so, dass Männer und Frauen oft aneinander vorbei sprechen. Das behaupten wir nun nicht einfach nur mal flapsig, das belegen neueste Erkenntnisse der Gehirnforschung. Neurologen haben nämlich herausgefunden, dass Männer überwiegend die linke (also die eher analytische) Gehirnhälfte aktivieren, wenn sie sprechen. Frauen hingegen nutzen beide Gehirnhälften (wir lachen kurz triumphierend auf und danken der Wissenschaft für den Beleg ;-) ). Kurzum: Beim Plaudern aktivieren wir sowohl die logische linke, als auch die emotionalere rechte Gehirnhälfte. Weshalb unser Sprachstil gefühlsbetonter ist.

So sprechen Männer

Beim männlichen Gespräch geht es also primär einfach nur um die Weitergabe von Information. Berufliche Strategien, Anlagetipps, Fußball – das sind nach einer Erhebung der Online-Singlebörse Parship beliebte Themen der Kerle.

Eine emotionale Basis zwischen den Gesprächspartnern aufzubauen, ist von geringerem Interesse. Der persönliche Status steht im Vordergrund, es geht darum, sich im Gespräch zu profilieren und Machtpositionen zu festigen bzw. auszubauen. Daher wird der männliche Sprachstil eher als aggressiv-dominant, kurz, präzise, ohne Rücksicht auf den Gesprächspartner beschrieben. Sprachwissenschaftliche Untersuchungen belegen zudem, dass Männer, zum Beispiel in Talkshows, weitaus häufiger ihre Gesprächspartner unterbrechen als Frauen.

Die typisch männliche Sprache ist also eher eine „Berichtsprache“. Männer formulieren ihre Äußerungen als Tatsachen oder als allgemein bekannt. Die typisch männliche Sprache ist gekennzeichnet durch gröbere Worte, mit autoritären Sprachmustern. Aus traditioneller Sicht legen Männer mehr Wert auf Selbstdarstellung, übernehmen oft die Leitung in Diskussionen, sind aggressiver, legen mehr Wert auf Konkurrenz, Dominanz und setzten ihr Gegenüber häufiger herab. Der Stil ist fakten-, konkurrenz- und statusorientier.

Und darum wollen sie uns nicht verstehen...

Für viele Männer bedeutet es enormen Stress, wenn Gefühle hochkochen. Doch wenn wir sehr gestresst sind, können wir keine differenzierten Strategien mehr entwickeln, um Probleme zu lösen. Das liegt in unserer menschlichen Natur. Dann funktioniert nur noch unser archaisches Notfallprogramm, das zwei Reaktionen kennt: Angriff oder Flucht. Und wenn Männer nicht „angreifen“, treten sie eben den Rückzug an.

So sorgst du dafür, dass er dich versteht

Parship-Psychologin Caroline Erb: "Frauen können Männer sehr glücklich machen, wenn sie klar sagen, was sie möchten, und auf Andeutungen verzichten, die der Partner erst interpretieren muss." Unter Frauen reicht es vielleicht aus zu sagen: "Oh Gott, ich hatte einen furchtbaren Tag." Eine Freundin wird einen Tee kochen und sagen: "Erzähl."

Männer denken und fühlen anders und hören nicht den Appell, der hinter der Bemerkung steht. Sagt man ihm aber: "Nimm mich in den Arm. Halt mich fünf Minuten fest und leg meine Lieblings-CD ein!" – dann wird er das gern tun und sich freuen, helfen zu können.