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Mansplaining: Werbung an australischer Uni geht nach hinten los

Ein großflächiges Plakat einer australischen Universität bekommt zumindest im Netz die Kritik, die es verdient. Darauf zu sehen: Mansplaining Deluxe.

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Mansplaining: Werbung an australischer Uni geht nach hinten los
© Instagram/shitadelaide

Mansplaining. Von vielen als Luxusproblemchen abgetan, dass sich grantige Feministinnen in Wahrheit nur ausgedacht haben, um die arme Männerschaft zu ärgern und sich grundlos zu empören. Was Mansplaining überhaupt ist? Die Kombination der Wörter "Man" und "Explaining" - also die englischen Begriffe für "Mann" und "Erklären". Die Verbindung beider Begriffe zu einem Wort beschreibt den Hang einiger Männer, sich intelligenter und qualifizierter als Frauen zu sehen und ihnen die - oft einfachsten - Dinge herablassend und bevormundend zu erklären.

Oftmals äußert sich das auch in der Form, dass Männer genau das, was eine Frau in der Runde gesagt hat, mit anderen Worten wiederholt. Manchmal machen sie sich nicht mal die Mühe eine eigene Formulierung zu finden, sondern wiederholen plump, was gerade von ihrer Vorrednerin gesagt wurde. Viele Frauen kennen dieses Gefühl aus ihrem Alltag, ob im Beruf oder bei Freunden. Und während viele Frauen schon derart daran gewohnt sind, dass sie so ein Verhalten kaum mehr wahrnehmen, macht es jene, deren Wahrnehmung dafür geschult ist, in höchstem Maße grantig. Denn Frauen sprechen keine andere Sprache als Männer und wir brauchen wirklich niemand, der unsere Äußerungen übersetzt.

Unwort des Jahres 2014

In Australien wurde das Wort 2014 sogar Wort des Jahres. Allerdings dürfte das dennoch nicht ausreichend zur Sensibilisierung der australischen Gesellschaft beigetragen haben: Sonst müsste sich wohl nicht gerade eine Universität in Australien von einem eher ... sagen wir ... unglücklich gewählten Plakat distanzieren:

Die Werbung, die vor der University of Adelaide’s Royal Adelaide Hospital aufgestellt wurde, zeigt einen sitzenden Mann, der augenscheinlich fünf um ihn gescharrten Frauen etwas erklärt. Der eher konsternierte Blick der fünf Damen lässt darauf schließen, dass es sich hierbei um einen Mansplaining-Fall allererster Güte handelte. Fotos des Plakates verbreiteten sich schnell auf den sozialen Kanälen und sorgte für Spott und einen ordentlichen Shit-Storm:

»Wollen sie damit einen Master in Mansplaining promoten?«
»Schaut euch nur die armen Frauen an!«
»Ein Symbol unserer Zeit«

Die Universität Adelaide hat sich mittlerweile dazu geäußert, weist aber alle Schuld von sich: "Unser Logo ist auf dem Plakat. Das suggeriert, dass das ein Foto von der Universität Adelaide ist. Aber das Bild wurde weder von uns zur Verfügung gestellt, noch genehmigt." Vielmehr sei das Logo Teil eines anderes Werbebildes, das weggeschnitten wurde, so ein Sprecher gegenüber ABC News. Das Bild auf der Plakatwand der Stadtentwickler sei nicht von der Universität ausgesucht, genehmigt oder bereitgestellt worden.

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