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Maria Bill im WOMAN-Interview

Die Aktrice und Sängerin geht im Herbst auf "Abschiedstour". Mit WOMAN sprach sie erstmals über die Trennung von ihrem Mann, Prinzipal Michael Schottenberg, Seitensprünge und Singleleben.


Maria Bill im WOMAN-Interview
© Sebastian Reich

WOMAN: Frau Bill, warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für ihre Abschiedstour? Werden sie nostalgisch?

Bill: Ja. Es ist ein bisschen so, wie wenn man in ein Fotoalbum reinschaut und sich in der Vergangenheit verliert. Das ist aber keine traurig machende Nostalgie. Ich verabschiede mich von der aufregenden Zeit meiner selbst geschriebenen Lieder. Lieder, auf die ich immer wieder schöne Reaktionen von Menschen erhalte, die ich mit meiner Musik erreichen konnte. Diese Tour war schon länger geplant, sie passt aber nun natürlich auch gut in die Zäsur in meinem Leben und zu einem Neu­ beginn, auf den ich neugierig bin.

WOMAN: Die Trennung von Ihrem Ehemann kam überraschend. Wie schwer ist es, nach so langer Zeit getrennte Wege zu gehen?

Bill: Alles andere als einfach. Aber das war keine Entscheidung von heute auf morgen. Wenn man sich jung verliebt und lange zu­ sammenlebt, spürt man unweigerlich, dass sich vieles verändert. Das prickelnde Ver­ liebtsein und die körperliche Anziehung machen neuen Wertigkeiten Platz, es ge­ winnen andere Gefühle an Bedeutung. Es ist schwierig, eine Beziehung immer wie­ der neu zu orten. Man muss vieles relati­ vieren, herausfinden, was einen stört, was fehlt und was an Neuem dazugewonnen wurde. Das ist ganz schön schwierig. Aber alles hinzuschmeißen, um wieder eine auf­ regende Liebe zu suchen, macht keinen Sinn. Denn man kommt immer wieder an diesen Punkt.

WOMAN: Müssen gute Beziehungen Seitensprünge verkraften können?

Bill: Prinzipiell muss das jeder selbst für sich entscheiden. Aber wir sind Menschen und somit fehlbar und verführbar. Ich denke, eine gute Partnerschaft kann das verkraften und verzeihen. Ich glaube kaum, dass es eine Beziehung gibt, in der diese Verlockung kein Thema war. Verraten darf man sich gegenseitig allerdings nicht, dann beginnt das Vertrauen zu bröckeln.

LESEN Sie das ganze Interview in WOMAN 13/2012!

Redaktion: Sandra Jungmann