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Maria Großbauer legt Leitung des Wiener Opernballs nieder

Nach vier Jahren der Opernball-Organisation gibt Maria Großbauer die Leitung der renommierten und berühmten Veranstaltung ab. Ihr persönliches Statement dazu.

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Maria Großbauer legt Leitung des Wiener Opernballs nieder
© WOMAN / Ernst Kainerstorfer

Am 20. 2. 2020 geht der Wiener Opernball über die Bühne - noch unter der Leitung von Maria Großbauer. Allerdings wird dies das letzte Mal sein, wie die Opernball-Organisatorin in einem persönlichen Statement bekanntgab.

Bereits bei ihrem Antritt 2017 betont sie, vor allem Staatsoperndirektor Dominique Meyer unterstützen zu wollen, der nun die Oper mit Saisonende in Richtung Mailänder Scala verlässt. Künftig wolle sie sich mehr auf ihre Tätigkeit als Nationalratsabgeordnete konzentrieren, in ihrer Funktion als Kultursprecherin der ÖVP.

Ihre gesamtes Statement liest du hier:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Partnerinnen und Partner,
liebe Freundinnen und Freunde,

heute ist es an der Zeit, Sie/Euch darüber zu informieren, dass ich nach dem kommenden Opernball 2020 die Leitung der Organisation abgeben werde. Dieser Entschluss ist schon über einen längeren Zeitraum in mir gereift.

Ich habe schon kurz nach meinem Antritt in diese Tätigkeit gesagt, dass ich gerne bis zum Ende der Direktion Dominique Meyer für diese ehrenamtliche Aufgabe zur Verfügung stehe. Die letzte Saison Dominique Meyers ist nun in vollem Gange, der nächste Ball steht vor der Tür. Und ich habe für mich entschieden und der neuen designierten Staatsoperndirektion mitgeteilt, dass der kommende Ball mein letzter als Organisatorin sein wird. Ich halte es für richtig, dies zum jetzigen Zeitpunkt kundzutun, damit meine Nachfolge rechtzeitig geklärt werden kann – denn nach dem Ball ist vor dem Ball.

Ich werde mich weiterhin auf meine Tätigkeit als Abgeordnete zum Nationalrat im Österreichischen Parlament konzentrieren und dort meine Funktion als Kultursprecherin der Neuen Volkspartei mit voller Energie fortsetzen. Daneben möchte ich mich mit Freude und Tatkraft auch neuen Herausforderungen stellen.

Es war für mich eine große Ehre und Freude, an der Seite von Dominique Meyer insgesamt vier Mal den Wiener Opernball gestalten und organisieren zu dürfen. Für mich war und ist der Opernball ein Herzensprojekt, nicht zuletzt, weil ich die Staatsoper mit ihrer Kunst und ihren Künstlern seit Kindheitstagen kenne und liebe – mein Herz hängt an dieser Institution.

Meine Hauptziele als Opernballorganisatorin waren, den Bezug zum Haus und ihren Künstlerinnen und Künstlern sowie zur Kunstform Oper generell zu festigen, Benefiz-Aktivitäten zu etablieren sowie die Qualität und Vielfalt in allen Bereichen, vor allem beim Musikprogramm und in der Kulinarik, zu stärken. Ich denke behaupten zu können, dass uns dies mit vereinten Kräften gut gelungen ist!

An dieser Stelle darf ich mich besonders bei Staatsoperndirektor Dominique Meyer für sein großes Vertrauen bedanken – wir haben an einem Strang gezogen, wissend um die Potenziale des Opernballs. Und ich möchte mich jetzt schon bei allen in- und außerhalb des kleinen Opernball-Teams bedanken, die mich in den letzten Jahren bei der Konzeption, Planung und Durchführung vieler großer und kleiner Ideen unterstützt und ihren Teil dazu beigetragen haben, jedes Jahr aufs Neue über 5.000 Menschen vor Ort und einem Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten eine zauberhafte Ballnacht zu ermöglichen.

Für den Opernball am 20. Februar haben wir schon beinahe alles fertig vorbereitet – ich freue mich auf den letzten Countdown! Möge auch der Wiener Opernball 2020 ein unvergesslicher werden und vielen Menschen glückliche Erinnerungen bescheren.

Mit herzlichen Grüßen,
Maria Großbauer

Thema: Ballsaison