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5 Dinge, die du über Maria Theresia noch nicht wusstest

Maria Theresia war eine Ausnahme-Monarchin. Als sie den österreichischen Thron bestieg, war sie 23 Jahre alt. Hier ein paar Fakten über die Habsburgerin, die du vielleicht noch nicht kanntest!

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Maria Theresia

Maria Theresia bekam 16 Kinder!

© Martin van Meytens

Maria Theresia wurde am 13. Mai 1717 geboren. Da ihr Vater, Kaiser Karl VI. keine männlichen Nachkommen hatte, wurde sie zur ersten und einzigen Habsburger-Regentin. Bis heute wird Maria Theresia als liebevolle Mutter und Monarchin dargestellt. Vielen blieb vor allem die Einführung der Schulpflicht für Kinder zwischen 12 und 16 Jahren in Erinnerung. Doch was weißt wirklich du über die Machtpolitikerin? Diese 5 Fakten werden dich überraschen:

1. Maria Theresia und ihre 16 Kinder

Maria Theresia hatte 16 Kinder. 11 Töchter und 5 Söhne - aber nur 10 davon erreichten das Erwachsenenalter. Davon galt Maria Christina als Lieblingstocher der Herrscherin. Sie war auch die einzige, die sich ihren Ehemann selbst aussuchen durfte. Ihre wohl berühmteste Tochter war Marie Antoinette, die wie ihr Gemahl während der Französischen Revolution am Schafott hingerichtet wurde.

2. Maria Theresia war nie Kaiserin

Zwar wird sie häufig als Kaiserin bezeichnet, gekrönt wurde sie aber nie. Ihr Mann war zwar der offizielle Herrscher, die Regierungsgeschäfte führte Maria Theresia aber selbst.

3. Ohne Vorbereitung Thronfolgerin

Maria Theresias Bruder Leopold Johann war 1716 geboren und noch im selben Jahr gestorben. So verblieb Maria Theresia als älteste von drei Töchtern Kaiser Karls VI., der damit der letzte männliche Nachkomme des österreichischen Zweiges des Hauses Habsburg war. Maria Theresia musste also im Alter von 23 Jahren den Thron besteigen - ohne Vorbereitung. Ihre Erziehung war nämlich hauptsächlich auf den Erwerb weiblicher Tugenden fokussiert. Sobald sie den Thron bestieg, lernte sie aber sehr schnell dazu. Sie hatte einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und umgab sich mit treuen Beratern. So wurde sie zu einer der prägendsten Herrscherpersönlichkeiten Europas.

4. Maria Theresia war Religionen gegenüber sehr intolerant

Die weise Herrscherin war anderen Religionen gegenüber alles andere als tolerant und galt als antisemitisch. In einem Brief schrieb sie: "es gibt keine größere Plage als diese Rasse. Mit ihrer Gier, Wucherei und Habsucht treiben sie meine Untertanen an den Bettelstand. In Prag vertrieb sie die jüdische Gemeinde und in dünn besiedelten Gebieten alle Protestanten.

5. Ihre grausame Keuschheitskommision

Kaiserin Maria Theresia war eine strikte Katholikin und machte es sich zur Lebensaufgabe, die "Unsittlichkeit" zu bekämpfen. Leidtragende waren hauptsächlich die Wiener Prostituierten. Bei "Schädigung des Freiers" oder seiner Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten drohten Abschneiden der Haare und von Ohren, Teerung des Kopfes, Auspeitschungen vor der nächsten Kirche oder im schlimmsten Fall und bei Rückfall die Deportation.
Mit aller Härte bis hin zur Todesstrafe ging die Kommission gegen Ehebrecher, Sodomiten, Homosexuelle und religionsüberschreitenden Sexualverkehr vor. Im Prater wurde der Buschbestand in der Umgebung ausgedünnt, um leichter ledige Liebespaare zu ertappen. Sie wurden dann zur Ehe gezwungen, damit Kindstötungen vermieden werden. Aufklärung und Naturrecht spielten bis 1776 keine Rolle - erst dann schaffte sie unter dem Einfluss ihres Sohnes Joseph die Folter ab.
Auch Casanova, der berühmte venezianische Schürzenjäger, bekam es mit den Keuschheitskommissaren zu tun. In seinen Memoires schrieb er: "Wenn auch nach den Wahrheiten unserer Religion die große Maria Theresia in das eingeht, was man Ewigkeit oder jenseitiges Leben nennt, muss sie verdammt werden; und das auch dann, wenn sie keine andere Sünde begangen hat, als auf tausenderlei Weise die armen Mädchen zu verfolgen, die aus ihren Reizen Nutzen ziehen."

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