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So schwer ist es, Mark Zuckerbergs Müll zu klauen

Was passiert, wenn du den Mist einer berühmten Person klauen willst? Journalist Joe Veix hat es probiert und zwar mit FB-Erfinder Mark Zuckerberg!

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Mark Zuckerberg
© 2017 Getty Images

Habt ihr euch schon mal gewünscht, eine bekannte Person so richtig gut zu kennen? Und wie kann man jemanden besonders gut kennenlernen? Wenn man sich ihren Müll anschaut! Das soll jetzt keine Aufforderung sein, bei neuen bekannten in der Tonne zu wühlen, aber unser Mist verrät tatsächlich viel von unserem Leben und Alltag.

Kennst du seinen Müll, dann kennst du den Menschen.

Das hat sich auch der amerikanische Journalist Joe Veix gedacht, als er sich den Plan zurechtlegte, Mark Zuckerbergs Müll vor seinem Haus in San Francisco zu klauen. Auf der Webseite The Outline postete Veix einen Artikel über seine Versuche an die Mistsackerl ranzukommen. Da er seit vier Jahren quasi ein Nachbar des Facebook-Erfinders und Multimilliardär Zuckerberg ist, hatte er lange Zeit, sich vorzubereiten.

Doch das half auch nichts: Als er bei seinem ersten Versuch die Lage sondierte und tatsächlich Mülltonnen vor dem Grundstück entdeckte, wurde er von einer Gruppe von Wachmännern und Bodyguards aufgehalten. Er spielte den Unwissenden und behauptete, seinen Schlüssel verloren zu haben. Geistesgegenwärtig bat er darum, in die Tonnen sehen zu dürfen. Die Wachmänner erlaubten es, da sie meinten, dass sie eh dem Nachbarn gehören. Die Tonnen waren leer.

Sicherer als gesichert: Zuckerbergs Haus.

Veix ließ das aber nicht auf sich sitzen, sondern versuchte es noch einmal. Diesmal beim Haus in Palo Alto. Doch auch so klappte es nicht: Da Zuckerberg nicht wollte, dass die nächsten Nachbarn in sein Grundstück reinsehen, hatte er die angrenzenden Häuser gekauft. Hier fand der Journalist nur massive Zäune und sehr viel Sichtschutz, aber keine Tonnen.

Veix sieht das Ganze mit einem lachenden und weinenden Auge - er wünschte sich nur, dass sich Zuckerberg genauso um die Privatsphäre seiner User schert, wie um seine eigene. Schließlich steht Facebook gerade im Kreuzfeuer. Einerseits wegen Postings aus Russland, mit denen versucht wurde, den amerikanischen Wahlkampf zu beeinflussen. Andererseits wegen Cambridge Analytica, die damit angaben, illegal FB-Nutzerdaten geklaut und diese dann Donald Trump zur Verfügung gestellt zu haben.

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