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„Das Fliegen vermittelt mir das Gefühl absoluter Freiheit!“

Vor zwei Stunden stand Marlies B. noch im Flieger und war für das Wohl der Passagiere verantwortlich: Die 27-Jährige ist Flugbegleiterin aus Leidenschaft. „Ich glaube echt, meinen Traumjob gefunden zu haben!“ Warum sie Excel-Tabellen gegen grenzenlosen Horizont getauscht hat? Ein Gespräch über berufliche Herausforderungen, Zukunftsträume und Pensionsvorstellungen:


„Das Fliegen vermittelt mir das Gefühl absoluter Freiheit!“
© cemera-photography.com

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Ursprünglich hast du Wirtschaftsberatung auf Englisch studiert. Wie kam’s dazu?

Marlies B.: Nachdem ich ein Jahr als Au-pair in Amerika gearbeitet habe, war klar, dass ich irgendetwas auf Englisch studieren möchte. Eine Freundin, die dasselbe studiert hatte, hat mir schließlich zu diesem Studiengang geraten. Da ich dem nicht abgeneigt war, habe ich mich beworben, den Schwerpunkt „Marketing und Verkauf“ gewählt und schließlich meinen Bachelor darin gemacht.

Und danach?

Marlies B.: Es folgten zwei Jahre in einer Medienagentur, in der ich vorrangig im Einkauf tätig war. Allerdings habe ich gemerkt, dass ein geregelter Büroalltag, die ganzen Zahlen und endlosen Excel-Tabellen für mich nicht ganz das Wahre sind, und habe den Entschluss gefasst, mich beruflich in eine andere Richtung zu entwickeln – habe etwas gesucht, das abwechslungsreich und spannend ist. Etwas, in dem ich einen Sinn sehe. Da kam die Stellenausschreibung einer Fluglinie, die damals nach Flugbegleitern suchte, gerade recht.

Seither bist du Flugbegleiterin?

Marlies B.: Genau. Dass ich den starren Berufsalltag gegen grenzenlose Flexibilität getauscht habe, ist mittlerweile genau zwei Jahre her. Eine Entscheidung, die ich keinen Tag bereue.

Was macht für dich die Faszination am Fliegen aus?

Marlies B.: Einerseits die menschliche Komponente – sowohl innerhalb der Crew als auch mit den Passagieren. Der tagtägliche Kontakt mit unterschiedlichen Menschen ist eine absolute Bereicherung. Du bist beinahe jeden Tag mit anderen Kollegen unterwegs – die Geschichten dahinter sind das, was mich tatsächlich fasziniert. Und andererseits ist da natürlich das Reisen selbst, das mich von klein auf begeistert. Das Fliegen, der grenzenlose Horizont vermitteln mir das Gefühl absoluter Freiheit.

Was bedeutet dir das Reisen?

Marlies B.: Es gibt nichts Schöneres als das Eintauchen in andere Kulturen und Länder – das öffnet einem echt die Augen und schafft Weitblick. Man muss sich bloß darauf einlassen und flexibel genug sein.

Gibt es, wie in anderen Jobs auch, Schattenseiten an deinem Beruf?

Marlies B.: Klar! Ich denke, dafür muss man echt geschaffen sein. Zum Beispiel ist das teils sehr frühe Aufstehen, das der Job erfordert, manchmal schon etwas mühsam. Aber das nehme ich für die Abwechslung und die täglich neuen Herausforderungen, die das Fliegen mit sich bringt, sehr gern in Kauf. Langweilig wird einem dabei garantiert nicht (lacht). Ein weiterer Vorteil, den das Fliegen mit sich bringt: Man nimmt keine Arbeit mit nach Hause, wie man es aus vielen anderen Berufen kennt. Steige ich aus dem Flieger, beginnt meine Freizeit, die ich ohne berufliches Kopfzerbrechen genießen kann. Ich glaube echt, meinen Traumjob gefunden zu haben.

Würdest du deinen Job anderen jungen Mädels weiterempfehlen?

Marlies B.: Definitiv. Viele meiner Kollegen studieren nebenher – ein zusätzlicher Vorteil, den die Flexibilität im Job mit sich bringt. Alles, was es braucht, ist ein wenig Planung. Ich denke übrigens auch, dass es wichtig ist, nebenher eine Ausbildung zu machen – sich ein weiteres Standbein aufzubauen. Ich bereue meine Ausbildung keinen Tag. Auch wenn ich nicht in die Branche zurückkehren möchte, gibt mir der Abschluss Sicherheit. Man weiß schließlich nie, was im Leben kommt …

Das heißt, du könntest dir durchaus vorstellen, bis ans Ende deiner beruflichen Laufbahn als Flugbegleiterin zu arbeiten?

Marlies B.: Kurz und knapp: ja!

Kannst du dir mit deinem Job dein Leben so finanzieren, wie du es gern leben möchtest?

Marlies B.: Reich wird man als Flugbegleiterin nicht – aber die Erlebnisse und Erfahrungen, die man sammelt, entschädigen für vieles. Selbstverständlich ist Geld wichtig, der Verdienst war aber nie meine Motivation. Man verbringt so viel Zeit im Job, dass es für mich wichtiger ist, gern zur Arbeit zu gehen und Spaß daran zu haben. Und den habe ich!

Bleibt dir am Ende des Monats etwas übrig, um zu sparen?

Marlies B.: Ein weiterer Vorteil an meinem Beruf ist, dass man in gewissen Bereichen einfach weniger Ausgaben hat. Die morgendliche Entscheidung, was ich heute anziehe, fällt aufgrund der Uniform weg – somit brauche ich unterm Strich auch weniger Kleidung. Sind wir längere Zeit unterwegs, ist trotz Diäten sowohl für Unterkunft als auch für Verpflegung gesorgt. Somit habe ich am Ende des Monats genügend Geld in der Tasche, um mir mein Leben zu finanzieren und sogar noch etwas zur Seite zu legen.

Finanzielle Sorgen hast du somit keine?

Marlies B.: Derzeit glücklicherweise nicht …

Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Wovon träumst du?

Marlies B.: Von einem Haus und einer Familie. Aber Stress mache ich mir in puncto Zukunftsplanung keinen und stehe dem Ganzen eher sehr offen gegenüber.

Dein Job verlangt jede Menge Flexibilität. Schafft man es da überhaupt, Familienplanung und Arbeit unter einen Hut zu bekommen?

Marlies B.: Das ist überhaupt kein Problem, zumal uns das Unternehmen in diesem Punkt sehr entgegenkommt. So haben wir beispielsweise die Möglichkeit, in Elternteilzeit zu gehen und uns die Tage, an denen wir arbeiten können beziehungsweise wollen, weitgehend aussuchen zu können. Der Job fordert auf der einen Seite zwar jede Menge Flexibilität, bietet sie aber auf der anderen Seite auch.

Blicken wir noch etwas ferner in die Zukunft: Wie stellst du dir deine Pension vor, wenn du all deine Ziele erreicht hast und sich all deine Träume erfüllt haben?

Marlies B.: Das kann ich jetzt irgendwie nur schwer beantworten, zumal es ja doch noch ein Weilchen dauert, bis es tatsächlich so weit ist. Aber was ich mit Garantie sagen kann, ist, dass ich die Zeit für die Dinge nutzen möchte, für die es mir heute an Zeit fehlt.

Was wäre das zum Beispiel?

Marlies B.: Ich möchte gern Sprachen lernen – das hilft einem auf Reisen. Dafür fehlt es mir im Moment aber schlicht an Zeit, zumal ich aufgrund meines Jobs keine fixen Kurszeiten einplanen kann.

Was tust du dafür, um dir diese Träume zu erfüllen?

Marlies B.: Derzeit verlasse ich mich dabei völlig auf die staatliche Rente – ich habe weder eine Pensionsvorsorge noch eine Lebensversicherung oder dergleichen. Ich würde allerdings nicht ausschließen, künftig eine abzuschließen. Bloß jetzt gerade mache ich mir darüber keine oder zu wenige Gedanken …

Angst vor Altersarmut hast du dennoch nicht?

Marlies B.: Nein, ehrlicherweise nicht. Ich denke, ich bin noch zu jung, und ich habe mich mit diesem Thema noch nicht beschäftigt. Aber klar, man wird älter, und da wäre es schon gut, sich damit auseinanderzusetzen und sich zu informieren.

Würde hier ein Beratungsgespräch mehr Klarheit bringen?

Marlies B.: Ja, es wäre auf jeden Fall sehr sinnvoll, sich beraten zu lassen, um mit dem Thema Altersvorsorge vertrauter zu werden und einfach über die Möglichkeiten Bescheid zu wissen.

Wie bist du aufgewachsen?

Marlies B.: Als Scheidungskind habe ich den Großteil meiner Kindheit bei meiner Mutter verbracht, die eigentlich immer ein ziemlich selbstloses Leben geführt hat. So hat sie beispielsweise einen Job in Wien – wir leben ja im südlichen Niederösterreich – angenommen, weil man in der Stadt besser verdient. Glücklicherweise leben meine Großeltern, die sowohl erzieherisch als auch finanziell eine Stütze waren, direkt nebenan.

Waren deine Großeltern da bereits in Pension?

Marlies B.: Ja, sonst wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen.

Wie sieht denn deren Pension aus?

Marlies B.: Mein Großvater war immer schon musikalisch verwurzelt, war sogar Kapellmeister. Somit spielt die Musik auch heute noch eine große Rolle in seinem Leben, für die er nun noch mehr Zeit als früher hat. Außerdem gibt er in der Pension richtig Gas und ist einem Motorradklub beigetreten. Meine Großmutter ist seit Jahren Hobbykünstlerin und malt. Ich denke, dass sie ihren Ruhestand in vollen Zügen genießen.

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