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Für mehr Aufmerksamkeit: Mutter teilt Masern-Foto von erkranktem Baby

Als Warnung vor Masern: Eine Britin macht gerade via Facebook mit einem Foto ihres an Masern erkrankten Babys auf die gefährliche Krankheit aufmerksam.

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Für mehr Aufmerksamkeit: Mutter teilt Masern-Foto von erkranktem Baby
© iStock

Seit einigen Tagen kursiert im Internet das Posting einer Mutter aus London, deren Tochter, die noch zu klein für die Impfung war, an Masern erkrankt ist. Ihr Kind sei dem gefährlichen Virus "schutzlos ausgeliefert" gewesen sein, so Jilly Moss, die das Posting auf Anraten des Krankenhauses, in dem sie ihre Tochter behandeln ließ, am Sonntag abgesetzt hat. "Es war absolut schrecklich zu sehen, wie unsere Tochter vier Tage lang mit geschwollenen Augen kämpfen musste", erklärt die Mutter auf Facebook. "Sie war im Dunkeln, hatte Angst und hohes Fieber, das über zwei Wochen lang anhielt."

Mutter warnt impfkritische Eltern

Um den Schweregrad der Erkrankung hervorzuheben und impfkritische Eltern zu warnen, wurde Moss von den ÄrztInnen und Ärzten des Chelsea and Westminster Hospital gebeten, die Fotos ihrer Tochter zu veröffentlichen. Die Kleine liegt mit roten Flecken übersät in ihrem Bettchen, schlafend mit einem Schlauch in der Nase. Bei 20 von 100 Masernfällen kommt es zu Komplikationen wie Lungen-, Mittelohr- oder Gehirnentzündung. Schwerwiegende Folgen, die sich 5 bis 10 Jahre nach der durchgemachten Infektion bemerkbar machen können, wurden laut Studien aus den vergangenen Jahren lange unterschätzt.

"Wir müssen mehr tun, Leute. Lassen Sie Ihre Kinder impfen!"

Die Mutter richtet ihren Appell an andere Eltern: Ihre Tochter sei zu jung für die Impfung gewesen. Eine Infektion hätte aber verhindert werden können, wenn "wenn älterer Kinder geimpft worden wären". "Wir müssen mehr tun, Leute. Lassen Sie Ihre Kinder impfen!" Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt derzeit vor erhöhter Masernaktivität. In Europa wurden bis Dezember 2018 fast 60.000 Masernfälle und mindestens 64 Todesfälle registriert.