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Bedrohliche Entwicklung: 13 Masernfälle in Graz gemeldet und großteils bestätigt

Vor rund drei Wochen wurde der erste Masernfall in der Steiermark gemeldet. Bisher haben sich 13 Babys und Kinder mit der gefährlichen Krankheit angesteckt. Weitere Masernfälle werden befürchtet.


Bedrohliche Entwicklung: 13 Masernfälle in Graz gemeldet und großteils bestätigt
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Nachdem ein 15-Jähriger am 11. Jänner mit Masern das LKH Graz aufsuchte, wurden mittlerweile weiter Masernfälle gemeldet und bestätigt. Der Jugendliche verbrachte laut dem ORF rund drei Stunden in der Ambulanz der Kinderklinik und hatte so andere Babys und Kinder mit der Krankheit angesteckt. Alle Personen, die sich zu dieser Zeit im Wartebereich aufgehalten haben gelten als Kontaktpersonen. Vor allem jene, die nicht gegen Masern geimpft sind, haben ein hohes Risiko sich mit der gefährlichen Krankheit infiziert zu haben. Getroffen hat es vor allem Säuglinge, die noch nicht geimpft werden dürfen. Zu dieser Zeit hielten sich einige Eltern mit teils erst vier Monate alten Babys im Wartebereich auf. Das bestätigte Marianne Wassermann-Neuhold von der Landessanitätsdirektion gegenüber dem ORF.

Aktuell 13 Masernfälle gemeldet und teils bestätigt

Am Dienstagnachmittag lagen bereits 13 gemeldete und großteils bestätigte Ansteckungen mit Masern auf. Es werden im Laufe der Woche noch mehrere Masernfälle erwartet. Die Inkubationszeit bei Masern beträgt 21 Tage. Da die Eltern zunächst nichts von der Ansteckung ihrer Kinder wussten und vermutlich weiteren Kontakt mit anderen Kindern hatten, wird mit einer gehäuften Anzahl an Masernfällen in der kommenden Woche gerechnet. Vorsorglich wurden Baby, die noch nicht geimpft werden können, mit einer passiven Impfung (Immunglobuline) versorgt.

80.000 Kinder in Österreich nicht oder nicht ausreichend geimpft

Die Masern gehören zu den ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Nur eine Impfung bietet ausreichend Schutz gegen die Viren, die nach zwei Stunden noch immer im Raum nachweisbar sind, nachdem sie eine Person mit Masern bereits verlassen hat. In Österreich sind etwa 80.000 Kinder unter zehn Jahren nicht oder nicht ausreichend geimpft. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO berichtet, stieg die Zahl der Masernfälle im letzten Jahr um 30 Prozent. Aus diesem Grund werden Impfgegner nun von der WHO als Bedrohung eingestuft. Vermutet man eine Ansteckung, sollte man sich vorher in der Ordination oder im Krankenhaus über die weitere Vorgehensweise telefonisch erkundigen.

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Thema: Kinder