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Masern: Symptome & Behandlung

Masern töten auch heute noch tausende Menschen, weil die Krankheit nicht ernst genommen wird. Hier erfährst du mehr über Symptome, Behandlung und Impfung.

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Symptome Masern und Behandlung

Rote Pünktchen am ganzen Körper, die jucken...

© Thinkstock Images. Pic by Deucee

Um sich mit Masern anzustecken, braucht es nicht viel: Einmal Niesen in der Straßenbahn, ein hustendes Kind im Kindergarten oder ein harmloses Gespräch mit dem Kollegen. Die Keime von Masern sind sehr robust, deswegen braucht es nicht viele von den Keimen und schon wird man infiziert. Meistens verläuft die Krankheit noch glimpflich. Aber leider kann die Infektion sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen langfristige Schäden verursachen oder im schlimmsten Fall sogar tödlich verlaufen.

Ursache von Masern

Auslöser für die Krankheit Masern, auch Morbilli genannt, sind Viren (Paramyxovirus), die ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen werden. Sie können über die Luft, weite Strecken zurücklegen und sind deswegen sehr leicht zu übertragen. Allein im Jahr 1980 tötete der Virus 2,6 Millionen Menschen. Denn bei etwa 15 Prozent der an Masern erkrankten Personen treten Komplikationen auf. Wer allerdings einmal eine Maserninfektion durchgestanden hat, ist ein Leben lang immun dagegen.

Symptome von Masern

Die Inkubationszeit von Masern beträgt acht bis zehn Tage. Erst dann treten die ersten Anzeichen auf wie: Hohes Fieber, Husten und Schnupfen. Nach etwa vier bis sechs Tagen beginnt dann der typische Hautausschlag. Am Körper treten bräunlich-rosafarbene Pünktchen auf, die auch Schuppen können. Außerdem steigt meistens noch einmal das Fieber auf bis zu 40 Grad.
Weitere Symptome sind die Schwellung von Lymphknoten am Hals, Bindehautentzündung, wie Flecken auf der Mundschleimhaut und in manchen Fällen Bauchschmerzen.

Behandlung von Masern

Wer sich mit Masern angesteckt hat, muss mindestens fünf Tage nach dem Auftreten des Ausschlags zuhause bleiben. Wenn man mit jemanden zusammenlebt, der Masern hat, man selbst aber immun ist, so darf man mindesten 14 Tage lang nicht in Kontakt treten mit größeren Personengruppen.
Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, so werden die Symptome direkt bekämpft. Kommt es zu einer bakteriellen Komplikation, wird mit Antibiotika nachgeholfen.

Was hilft:

- Bettruhe
- viel trinken und schwitzen
- das Zimmer abdunkeln bei gereizten Augen und Lichtempfindlichkeit
- Luftfeuchtigkeit erhöhen für angegriffene Schleimhäute
WICHTIG: Kindergarten und Schule müssen informiert werden!

Impfung gegen Masern

Deswegen ist es sehr unverständlich, dass sich viele Menschen noch immer nicht gegen Masern impfen lassen, denn noch heute tötet der Erreger etwa 18 Menschen pro Stunde. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wollte bis 2010 Masern in Europa komplett eliminieren. Doch dieses Ziel blieb unerreicht. Schuld daran ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält: Viele Eltern und Impfgegner halten die Impfung für gefährlicher, als die Krankheit selbst. Viele Erwachsene schicken ihre Kinder sogar absichtlich zu kranken Kindern, um sich dort anstecken zu lassen.
Die WHO empfiehlt das Kind ab dem 12. Lebensmonat impfen zu lassen. Dies erfolgt in zwei Stufen und sorgt für 99-prozentige Immunität gegen den Virus.