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5 Maßnahmen gegen Krebs

Immer mehr Menschen erkranken an Krebs, warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO in ihrem neuesten Bericht. 5 Maßnahmen zur Krebs-Vorbeugung.

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5 Maßnahmen gegen Krebs

Früherkennung erhöht die Überlebenschance

© Thinkstock

14 Millionen Menschen weltweit erkrankten 2012 neu an Krebs – und die Zahl soll in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Der soeben von der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte Weltkrebs-Bericht macht schaudern. Denn er rückt erneut ins Bewusstsein, dass niemand, absolut niemand vor der heimtückischen Krankheit gefeit ist.

Die WHO appelliert angesichts der steigenden Krebserkrankungen an die Regierungen, nachhaltiger zu handeln. Rauchverbote und staatliche Gesundheitsprogramme sollen bei der Krebsvermeidung helfen.

Doch neben gesetzlichen Verordnungen und Regulierungen kann auch jeder Einzelne Maßnahmen ergreifen, um zumindest Risikofaktoren einer Krebserkrankung zu minimieren:

1

Früherkennung erhöht die Überlebenschancen. Vorbeugen lässt sich die Erkrankung zwar nicht – doch je früher Krebs erkannt wird, desto größer ist die Chance, die Krankheit dauerhaft zu besiegen. Wirksame Vorsorgeuntersuchungen sind die Mammografie (Brustkrebs; empfohlen ab dem 40. Lebensjahr), der PAP-Abstrich (Gebärmutterhalskrebs; ab 20) sowie die Koloskopie (Darmkrebs; ab 50).

Die Krebs-Risikofaktoren durch Abnehmen und Impfung minimieren
2

Abnehmen. Je mehr man auf die Waage bringt, desto höher auch das Risiko einer Krebserkrankung. Besonders gefährdet sind Darm, Niere, Gebärmutterschleimhaut oder die Bauspeicheldrüse. Wer sich bewegt und damit abnimmt, senkt automatisch auch sein Krebsrisiko, schreiben die Autoren des Weltkrebs-Berichtes. Sie weisen außerdem auf die Verbindung von Ernährung und Krebs hin: rotes und verarbeitetes Fleisch wird laut Studien mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko verbunden, großer Handlungsbedarf herrscht laut den Forschern auch bei gezuckerten Getränken.

3

Impfungen. Krebs durch Impfungen zu vermeiden, ist noch relativ neu – aber extrem wichtig. Ganze 16 Prozent der Krebserkrankungen gehen auf Infektionen (etwa dem Hepatitis-B-Virus, humane Papilloviren HPV oder das Bakterium Helicobacter pylori) zurück. Zur Impfung gegen mehrere HP-Viren, die unter anderem mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gesetzt werden, wird Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren geraten.

4

Schluss mit Rauchen. Jährlich sterben weltweit sechs Millionen Menschen an den Folgen ihres Nikotinkonsums, durch Krebs und andere Folgekrankheiten. Dabei kann sich der Körper bei einem Rauchstopp zumindest teilweise von den Schäden erholen.

5

Schutz vor krebserregenden Substanzen. Das hoch krebserregende Bau-Material ist in vielen alten Gebäuden nach wie vor im Einsatz. Auch der Schadstoff PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) findet in billig hergestelltem Plastik oder sogar Kosmetika als Weichmacher Verwendung. Einige PAK sind beim Menschen eindeutig krebserzeugend (z. B. Lungen-, Kehlkopf-, Hautkrebs sowie Magen- und Darmkrebs bzw. Blasenkrebs).