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Warum sind gerade alle so verrückt nach Matcha?

Plötzlich ordern alle in deinem Coffeeshop ein geheimnisvolles grünes Gebräu? Warum der japanische Matcha-Tee ein echter Booster für deine Gesundheit ist.


Warum sind gerade alle so verrückt nach Matcha?
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Er sieht aus wie Chemie: giftgrün und nicht wirklich lecker. Doch der japanische Pulver-Drink Matcha ist angeblich ein absoluter Booster für deine Gesundheit. Bei Spitzen-Preisen von über 50 Euro für eine 30-Gramm-Dose ist der Edelteeauch noch recht teuer. Denn das Angebot ist limitiert: Inzwischen wird zwar auch in China produziert, der beste Matcha kommt aber aus Japan. Dort wird nur wenig von dem Pulvertee hergestellt, die hohe Kunst der Matcha-Produktion beherrschen nur einige Teebauern. Was ist wirklich dran am Matcha-Tee?

Was ist Matcha – und welchen Unterschied gibt es zu grünem Tee?

Eigentlich ist Matcha Grüntee - und dann auch wieder nicht. Denn er unterscheidet sich wesentlich in seinem Wachstum und in der Art und Weise, wie er zubereitet wird. Matcha, das bedeutet übersetzt nämlich so viel wie "gemahlener" Tee. Die Produktion ist ziemlich zeitaufwendig. Denn vier Wochen vor der Ernte der Tencha-Teepflanze muss die Plantage mit Bambusmatten abgedeckt werden. Nur mehr ganz wenig Sonnenlicht darf auf die Teeblätter scheinen. Denn so produzieren die Pflanzen mehr Chlorophyll, erhalten ihre typische grüne Farbe und den leicht süßlichen Geschmack. Nach der Ernte werden die Blätter über Wasserdampf behandelt und dann getrocknet. Strunk und Blattrippen werden entfernt, die Blätter zu feinem Pulver vermahlen. Dieses wird dann in heißes Wasser eingerührt und genossen.

Wie gesund ist Matcha-Tee wirklich?

Matcha ist ein echter Muntermacher: Der Koffeingehalt beträgt etwa zwei bis vier Prozent. Andere Grüntees enthalten ebenso durchschnittlich unter drei Prozent Koffein. Auch die enthaltene Aminosäure L-Theanin reduziert angeblich Stress und Angstgefühle. Der hohe Chlorophyllantil trägt laut Beauty-Experten zu einem klareren, helleren Teint bei. Ebenfalls nachgesagt wird dem Matcha-Pulver dank des Inhaltsstoffes EGCG präventive Wirkung gegen Krebs oder Diabetes – manche Studien-Ergebnisse deuten auch tatsächlich auf gesundheitsfördernde Eigenschaften hin. Nur: medizinisch eindeutig belegbar ist dies noch nicht. Auch, ob Matcha gesünder als andere Grüntees ist, lässt sich noch nicht letztgültig nachweisen. Fakt ist aber: Um die positiven Wirkungen des Matcha-Pulvers wirklich auszukosten, muss man täglich große Mengen trinken. Die normale 100-Milliliter-Tasse reicht dafür noch nicht aus.

Wie trinkt man Matcha?

In Japan wird Matcha-Pulver traditionell in heißes oder kaltes Wasser versprudelt. Aber auch in heißer Schokolade, Cocktails, Kuchen oder Cookies kann das Pulver verarbeitet werden. Hier haben wir die besten Matcha-Rezepte für dich!

Thema: Ernährung