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Matt Damon: Ist er jetzt in Hollywood unten durch?

Er dementiert, doch die vorgefasste Meinung scheint Matt Damon seine Hollywood-Karriere zu kosten. Wie der Schauspieler über #MeToo strauchelte.

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Matt Damon: Ist er jetzt in Hollywood unten durch?
© 2017 Getty Images

Matt Damon galt lange als Saubermann in Hollywood. Sein Einsatz für den Umweltschutz, für Migranten, seine lange und skandalfreie Ehe. Kein Makel beschmutzte die weiße Weste des Schauspielers, der in Erfolgsfilmen wie "Talented Mr. Ripley" oder "Good Will Hunting" Weltkarriere machte.

Doch dann kam #MeToo – und seitdem gilt Matt Damon als "persona non grata" in Hollywood. Damon wird nicht beschuldigt, Frauen sexuell belästigt zu haben. Doch Foxnews berichtete, dass Damon 2004 aktiv einen Beitrag in der "New York Times" über die Machenschaften Harvey Weinsteins verhindert haben soll. Der Mime dementiert dies zwar vehement, doch die öffentliche Meinung über ihn kippte allein ob der Gerüchte.

Mit einer Petition soll Damons Auftritt in "Ocean's 8" verhindert werden

Bei einem Interview mit dem Fernsehsender ABC schoß Damon dann den nächsten kapitalen Bock. Es gäbe durchaus einen Unterschied zwischen "an den Hintern fassen" und einer Vergewaltigung meinte er zu der #MeToo-Diskussion. Womit er faktisch Recht hat. Doch in einer emotional aufgeheizten Debatte war die Vorverurteilung komplett. Damon sei ein Sexist, ein Mitverschwörer Weinsteins - und damit untragbar für Hollywood.

Mit einer Online-Petition fordern mittlerweile rund 18.000 Menschen, dass Damon aus dem Film "Ocean's 8" rausgeschnitten werden soll. Für den Movie, ein Spin-Off der berühmten "Ocean's 12"-Reihe von Steven Soderbergh, wurden in den Hauptrollen ausschließlich weibliche Stars wie Cate Blanchett oder Sandra Bullock besetzt. Damon sollte nur einen kurzen Gast-Auftritt haben.

Das Reboot der erfolgreichen "Ocean's"-Reihe sollte "ein starker Film für Frauen sein", heißt es in der Petition. Da wäre Damons Auftritt fehl am Platz. Die Initiatoren behaupten sogar, dass Damon das schlimme Verhalten "seines Freundes Weinstein nicht nur ignoriert, sondern auch ermöglicht" habe.

Thema: Matt Damon