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Mattel: Rollstuhl, Prothese, Curvy - Barbie repräsentiert endlich alle Frauen

Große Brüste, winzige Taille - in Barbies Bauch hätten bisher kaum alle Organe Platz und überhaupt könnte sie nicht selbst aufrecht stehen. Ein Spielzeug, dass das Püppchendasein promotet, wird zum 60. Geburtstag jetzt aber erwachsen und repräsentiert endlich REALE Frauen.


Mattel: Rollstuhl, Prothese, Curvy - Barbie repräsentiert endlich alle Frauen
© Instagram/barbie

Als Mattel vor 60 Jahren die erste Barbie auf den Markt brachte, hatte sie eine Wespentaille, elendslange Beine, blaue Augen, blondes Wallehaar und einen riesigen Busen. Eine Figur, die nicht ansatzweise jener einer normalen Frau entspricht, ja, nicht einmal der eines Victoria's Secret-Models. Umgemodelt auf eine echte Frau hätten in Barbies Bauch kaum alle lebenswichtigen Organe Platz und überhaupt könnte sie erst gar nicht alleine aufrecht stehen.

Barbie promotete so jahrzehntelang das brave Püppchendasein - fern von Emanzipation oder Repräsentation. Seit 2015 jedoch versuchte der Puppen-Hersteller Mattel mehr Diversität in die Kinderzimmer zu bringen. Barbie interessiert sich nicht mehr nur für Mode und Make-up sondern schlägt neue Karrierewege ein - sie ist Ärztin oder Ingenieurin und soll so jungen Mädchen zeigen, dass sie alles werden können, was sie wollen.

Body Positive: Barbie bekommt neues Körperbewusstsein

In den letzten Jahren hörte Mattel auch auf die Wünsche der KundInnen betreffend diversere Körperformen und -farben. Ja sogar ein Modell ohne High-Heel-Fuß gibt es mittlerweile. Man entwickelt sich: ein bisserl kürzere Beine, Puppen mit so etwas wie Hüfte und Barbies mit Popsch. "Wir haben die Verantwortung, Mädchen und Eltern eine breitere Auffassung von Schönheit zu präsentieren", sagte Barbie General Managerin Evelyn Mazzocco damals bei der Produktpräsentation.

Rollstuhl & Prothese: Barbie wird endlich inklusiver

Jetzt hat Mattel angekündigt, dass sie auch eine Barbie im Rollstuhl und eine Barbie mit Beinprothese in ihr Sortiment aufnehmen werden. Kim Culmone, verantwortlich für das Barbie-Design sagte gegenüber TeenVogue, dass eine Barbie im Rollstuhl schon über Jahre hinweg von Kundinnen und Kunden gewünscht wurde.

Um die Barbie zu entwickeln, arbeitete Mattel mit einem Team der UCLA zusammen und auch für die Prothese der Barbie holten sie sich einen Spezialisten: den 12-jährigen Jordan Reeves, der selbst eine Armprothese trägt. So war es die Idee von Reeves, dass die Prothese von Barbie abnehmbar sein sollte.

Und siehe da: Auch eine Barbie mit geflochtenem Haar kommt endlich mit ins Programm. Wir sind froh, dass Mattel zum 60. Geburtstag der Barbie die Kurve gekratzt hat und Diversität und Inklusion endlich groß schreibt. Die Kinder von heute werden so vielleicht ein neues Bild der Marke haben.