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Mavie Hörbiger im exklusiven WOMAN-Interview: „Ich hab's ganz gut gemacht!“

Auf der Bühne geht sie aus sich heraus, privat ist sie extrem scheu. WOMAN gab der Hörbiger-Spross zum Start des neuen „Kottan“-Films eines seiner raren Interviews.


Mavie Hörbiger im exklusiven WOMAN-Interview: „Ich hab's ganz gut gemacht!“

Sie spielt im Burgtheater, wirkte in der Erfolgskomödie „7 Zwerge“ mit und wurde als Jungstar in der TV-Serie „Arme Millionäre“ gefeiert. Während sie auf der Bühne und auf der Leinwand brilliert, hält sich Mavie Hörbiger, 31 – Enkelin des großen Paul Hörbiger und Nichte von Schauspieldiva Christiane Hörbiger –, privat sehr bedeckt. In WOMAN sprach sie über Beziehungen, Freundschaft und ihre Ängste als Mutter.

WOMAN: Frau Hörbiger, ab 3. Dezember sieht man Sie in der Kinoversion von „Kottan ermittelt – Rien ne va plus“. Sie spielen die Frau des Exbankers Markus „Coconut“ Herzer. Können Sie uns mehr über Ihre Rolle verraten?

Hörbiger: So richtig kann ich meine Rolle nicht beschreiben, sonst würde ich zu viel über den Film verraten. Nur so viel: Ich werde nicht im Ermittlerteam sein, sondern gehöre eher zu der anderen Seite.

WOMAN: Wie haben Sie sich auf den Film vorbereitet?

Hörbiger: Ich habe bereits mit Peter Patzak gedreht und kenne ihn gut. Bei ihm bringt es nicht viel, sich vorzubereiten, weil er seine eigene Fantasie und sein eigenes Bild davon hat, wie etwas funktionieren soll. Und dem kann und muss man einfach blind folgen.

WOMAN: Zurzeit laufen auch die Dreharbeiten zu Matthias Schweighöfers Film „What a Man“. Wie muss ein moderner Mann heute sein?

Hörbiger: Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie ein Mann jetzt zu sein hat. Es hat sich zwar viel verändert, aber Männer sind ja noch immer Männer. Alles andere müssen Sie Matthias Schweighöfer fragen, den scheint das ja sehr zu beschäftigen, wie Männer sein sollen. Ich wusste gar nicht, dass sie offensichtlich unglaubliche Probleme haben, sich zu definieren (lacht) .

WOMAN: Sie spielen in dem Film Carolin, die den Lehrer Alex verlässt, weil sie untreu war. Was ist für Sie in einer Beziehung wichtig?

Hörbiger: Humor... dass man den Humor nicht verliert miteinander. Dass man sich vertraut. Ich finde auch wichtig, dass man sich einfach mag.

WOMAN: Sie sind seit eineinhalb Jahren Mutter der kleinen Wilma. Was hat sich dadurch in Ihrem Leben verändert?

Hörbiger: Es hat sich nicht so viel verändert, wie alle gesagt haben. Was aber stimmt, ist, dass ich erst jetzt weiß, was Verantwortung ist und wie man damit umgehen muss.

WOMAN: Gehören dazu auch Ängste?

Hörbiger: Natürlich, die gehören auf jeden Fall dazu. Jede Mutter hat hundertmillionentausend Ängste am Tag. Diese Ängste, etwas zu verlieren, das einem am allerwichtigsten ist. Und auch mit denen muss man lernen umzugehen.

WOMAN: Wer passt auf Wilma auf, wenn Sie und Ihr Mann arbeiten? Ist sie mit am Set?

Hörbiger: Wir versuchen, dass wir nicht beide gleichzeitig arbeiten. Bis jetzt haben wir es fast immer geschafft, uns abzuwechseln. Und wenn wir gleichzeitig arbeiten, dann haben wir eine Kinderfrau.

WOMAN: Im Sommer 2009 spielte Ihr Mann in Mörbisch. Sie haben in der Zeit auf Gut Oggau gewohnt und sogar im Heurigenbetrieb von Stephanie Eselböck ausgeholfen. Sie scheinen kein Problem zu haben, auch mal „anzupacken“...

Hörbiger: Ja, vollkommen richtig.

WOMAN: Wie war das in Ihrer Kindheit, haben da auch alle mit angepackt?

Hörbiger: Ja, sicher, das macht doch jede Familie, oder? Das finde ich normal, dass alle mit anpacken.

WOMAN: Mit Stephanie Eselböck waren Sie kürzlich im Theater. Was verbindet Sie beide?

Hörbiger: Ich glaube, wir haben denselben Humor. Wir sind beide junge Mütter, die viel arbeiten. Es ist ja heute nicht mehr normal, dass man in diesem Alter schon verheiratet ist und Kinder hat. Ich bewundere Stephanie, was sie macht und was sie kann. Sie ist mittlerweile eine meiner besten Freundinnen.

LESEN Sie das gesamte Interview in WOMAN 23/2010!

Interview: Marlene Altenhofer