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Du bist schön! (Übrigens auch im Sitzen!)

Noch vor einigen Jahren war Megan Crabbe magersüchtig. Jetzt kämpft sie für ein neues Körperbewusstsein von Frauen: "Wir wissen doch gar nicht mehr, wie ein normaler Körper aussieht."

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Du bist schön! (Übrigens auch im Sitzen!)
© Instagram.com/bodyposipanda/

Welche Figur würdest du als "normal" bezeichnen? Ist es jene der Models, die dir medial als Ideal gezeigt wird? Sind es die zierlichen Figürchen der Instagram-Influencer, die sich in schmeichelhaften Posen inszenieren? Wissen wir eigentlich noch, wie ein "normaler" Körper wirklich aussieht?

Klaro. Da hilft ein Blick in den Spiegel. Nur wird der eigene Körper ob all der gephotoshoppten Modelkörper plötzlich als abnormal wahrgenommen. Die Cellulite, der breite Po, die kleinen Schwabbels am Bauch... Frau empfindet sich als abstoßend und ungenügend.

So ging es zumindest Megan Crabbe. Jahrelang litt sie unter Magersucht, empfand sich selbst als wertlos und ihren Körper hässlich und fett. "Am Schlimmsten war es, wenn ich mich vor dem Spiegel hingesetzt habe. Die Dellen am Oberschenkel, die Falten am Bauch – ich sah nur Hässliches."

Megan machte eine Therapie – und setzt sich nun für ein neues, positiveres Körperbild von Frauen ein. "Mein neues Körperbewusstsein hat mein Leben gerettet. Erst eine neue Einstellung zu meinem Körper hat dazu geführt, dass ich das unsichere, kranke Mädchen, das ich war, loslassen und eine starke, selbstbewusste Frau werden konnte."

"Wir haben keine Ahnung mehr, was ein wirklich normaler Körper ist. Und nein: Es ist nicht dieser "Echte Frauen haben Kurven"-Blödsinn, von dem ich rede. Denn jede Frau ist eine "echte" Frau. Mir geht es darum, dass die Bilder nicht mehr professionell bearbeitet und verfälscht werden. Kein Airbrush, kein Filter, kein Photoshop. Auch ein Model hat kleine Makel. Wenn wir sie zulassen, dann finden wir wieder zu einem normalen Selbstbild."

Und weiter: "Die meisten Frauen haben kleine Röllchen am Bauch, Augenringe, Narben oder Cellulite. Wir haben gelernt, dass all das Unvollkommenheiten sind, die wir verstecken und bekämpfen müssen. Würden sie aber zu unserem normalen Körperbild gehören, dann könnten wir sie akzeptieren und nicht mehr darunter leiden. Bodyshaming kommt nicht nur von außen. Es ist etwas, was in uns steckt."