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Meghan Markle spricht über die Fehlgeburt, die sie letzten Sommer erlitt

Im vergangenen Juli erlitt Meghan Markle eine Fehlgeburt. Nun spricht sie im mit der "New York Times" offen über den Verlust ihres zweiten Kindes.

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Meghan Markle spricht über die Fehlgeburt, die sie letzten Sommer erlitt
© Getty Images

Etwa jede dritte Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt. Ein Thema, das in den letzten Jahren immer mehr von Prominenten enttabuisiert wird. Nun teilte auch Meghan Markle ihren Schmerz über die Fehlgeburt, die sie laut eigenen Angaben im Juli dieses Jahres erlitt, mit der Öffentlichkeit. In einem Gastbeitrag für die "New York Times" schildert die 39-Jährige in eigenen Worten, was es für sie und ihren Ehemann bedeutete, ihr zweites Kind zu verlieren.

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Meghan Markle macht Fehlgeburt publik: "Die Verluste, die wir teilen"

"Die Verluste, die wir teilen" lautet der Titel des emotionalen Gastbeitrags der ehemaligen Herzogin. Das Jahr 2020 sei von Verlust und Schmerz geplagt, so die 39-Jährige. Sie schildert die Ereignisse an dem Tag, an dem sie im Juli ihr zweites Kind verlor: Sie hätte gerade ihren eineinhalbjährigen Sohn Archie gewickelt und einen starken Krampf verspürt. "Ich fiel zu Boden mit ihm in den Armen und murmelte ein Schlaflied, um uns beide zu beruhigen. Ich wusste, als ich mich an mein erstgeborenes Kind klammerte, dass ich mein zweites gerade verlor."

Sie fand sich später in einem Krankenhaus wieder, in dem sie vom Bett aus beobachten konnte, wie "das Herz meines Mannes brach, als er versuchte, meine zerbrochenen Teile zu halten". Das Paar hätte "fast unerträgliche Trauer" verspürt, ihr Herz sei gebrochen. Meghan Markle folgt mit ihrer öffentlichen Trauer über den Verlust ihres ungeborenen Kindes prominenten Frauen wie Michelle Obama, Chrissy Teigen, Demi Moore oder Beyoncé.

Die öffentliche Trauer als Bewältigungsstrategie und Mutmache gibt vielen Anlass dazu, die Betroffenen dafür zu kritisieren, ihr Leid zu sehr zur Schau zu stellen. Wir haben mit der Psychologin Simone Strobl vom Verein "Pusteblume" anlässlich der Fehlgeburt von Chrissy Teigen über den Trauerweg von prominenten Paaren gesprochen. Das ganze Interview lest ihr hier nach.

"Du bist nicht allein. Wir sind viele."

"Manche Menschen ziehen sich zurück, andere wollen ihre Geschichte erzählen. Beide Wege sind gut so", erklärt Strobl im WOMAN-Interview. "Warum Chrissy Teigen überhaupt kritisiert wird, kann ich mir damit erklären, dass wir in unserer Gesellschaft nie gelernt haben, zu trauern. Wir haben gelernt, zu lieben und Wut zu zeigen – aber eben nicht, zu trauern", so die Expertin. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit könne durch Erfahrungsberichte von prominenten Frauen ausgelöst werden, so Strobl. "Weil viele Betroffene denken: 'Bin ich die einzige, die sich so fühlt? Habe nur ich diese Gedanken?' Die Geschichte einer anderen Person zu hören, wirkt unterstützend."

Machst du selbst eine schwere Zeit durch? Der Verein Pusteblume unterstützt Eltern bei ihrem Trauerweg.