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Mein neues Leben! Die zweite Chance!

Geht Ihr Leben an Ihren Wünschen vorbei? Dann ist vielleicht Zeit für Inventur oder sogar für Neubeginn. Wienerin Su Busson schildert, wie sie ihr Leben umgekrempelt hat.


Mein neues Leben! Die zweite Chance!
© Clemens Fabry

Wegen permanenter Überlastung kündigte die Wienerin Su Busson ihren gut bezahlten Job in der Werbebranche. Als Lebensberaterin lebt sie heute freier und erfüllter.

Nach Ende meines Wirtschaftsstudiums wurde ich Kundenberaterin in einer großen Werbeagentur, wo ich nationale und internationale Etats betreute. Eine tolle Herausforderung! Bald aber merkte ich, dass ich zwar einen Traumjob, nur kein erfülltes Leben hatte. Trotz meiner Karriere war ich nicht glücklich. Immer öfter bin ich morgens aufgewacht und habe mich nicht mehr auf den Tag gefreut. Ich war ständig müde, erschöpft und lustlos. Vor lauter Arbeit habe ich monatelang keinen Sport gemacht, viel geraucht und mich nur von Junkfood ernährt. Nach fünf Jahren in der Werbung war ich nahe am Burnout. Mein Privatleben beschränkte sich auf fernsehen, essen und schlafen. Irgendwann dämmerte mir: Ich muss was ändern! Ich habe gekündigt und machte Ausbildungen zur Lebensberaterin und Yogalehrerin, habe mittlerweile zwei Bücher geschrieben. Zwar musste ich lernen, mit weniger Geld auszukommen, und verzichtete deshalb jahrelang aufs Reisen. Mich hat’s aber nicht gestört, weil ich begonnen habe, meinen Alltag zu lieben. Das würde ich gegen nichts auf der Welt mehr tauschen! Mein Leben ist heute abwechslungsreicher, und ich fühle mich freier denn je zuvor. Rückblickend gab es natürlich Momente, wo ich mich fragte, ob das alles gut gehen kann. Gerade der Anfang war oft wie ein Spaziergang im Nebel. Man kann nur einen Schritt nach dem anderen tun und darauf vertrauen, dass es einen in die richtige Richtung führt. Aber ich habe gleichzeitig gelernt, dass es sich immer auszahlt, den Mut zu haben, sein Glück zu verfolgen. Auch wenn man dafür ganz von vorn anfangen muss.

MEHR Frauen, die einen Neustart gewagt haben, finden Sie in WOMAN 15/2012.

Redaktion: Petra Mühr, Katharina Domiter

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