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Meine erste Mammographie zur Brustkrebs-Vorsorge

Na, auch schon Horrorgeschichten über die Mammographie gehört? Von platt gequetschten und gezerrten Brüsten? Wie fühlt sich die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung wirklich an?

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Brust
© iStockphoto.com

In diesem Jahr habe ich die Schwelle überschritten: Eine 4 prangt als erstes vor meinen Lebensjahren - ich bin jetzt also 40. Und damit kommen auch die Krebsvorsorgemaßnahmen verstärkt auf einen zu.

Brustkrebs-Vorsorge schon ab 40 Jahren?

Meine Frauenärztin hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich jetzt schon zur Mammographie gehen sollte. Zwar bekommt man in Österreich offiziell erst ab 45 Jahren Einladungen dazu per Post, aber mit einem Anruf oder einer E-Mail kann man seine E-Card auch schon früher dafür freischalten lassen, um ohne ärztliche Überweisung eine kostenlose Untersuchung der Brust durchführen zu lassen.

Eine Aufgabe, die schnell erledigt ist und ebenso die Anmeldung zur Mammographie ist rasch getan: Und zu meinem Erstaunen bekomme ich noch in der selben Woche einen Termin im Diagnosezentrum Urania.

"Viel Spaß beim Quetschen!"

Die Vorfreude ist zugegebenermaßen gering: Schließlich ist das Thema Brustkrebs an sich einfach kein erfreuliches und man hört ja immer wieder diverse Horrorgeschichten über die Mammographie selbst: Die Brust würde dabei gedrückt, gezerrt und eingequetscht werden. Dementsprechend verabschiedet mich auch eine Kollegin aus der Redaktion am Weg dorthin: "Viel Spaß beim Quetschen!"

Im Warteraum der Einrichtung weint eine Frau neben mir am Handy. Natürlich weiß ich nicht wirklich weswegen, die Vermutung ist allerdings sofort da: Ihre Ergebnisse waren erschütternd.

Die perfekte Einstimmung zu einer wahrlich unlustigen Angelegenheit. Aber da werde ich auch schon aufgerufen, in eine Umkleidekabine gebeten, um mich darin meiner Kleidung am Oberkörper zu entledigen.

So läuft die Mammographie ab

Und dann steh ich schließlich vor dem berüchtigten Gerät. Die zuständige technische Assistentin erklärt mir freundlich Schritt für Schritt, was nun passiert: Nämlich zwei Röntgen-Aufnahmen von jeder Brust, eine von oben, eine seitlich schräg von oben. Dabei wird die Brust zwischen Plexiglasscheiben zusammengedrückt. Die Szene, die alle fürchten. Und? Alles halb so schlimm. Ja es zieht und drückt etwas, ja es gibt Angenehmeres. Aber eigentlich ist es ziemlich harmlos. Und das sagt jemand, die es nicht einmal sonderlich mag, an den Brüsten berührt zu werden, da diese so empfindlich sind.

Mammographie

Weitere Untersuchungen

Danach folgt gleich ein Gespräch mit einem Arzt, der die Bilder analysiert und noch eine weitere Untersuchung mittels Ultraschall sowie manueller Abtastung. Mein Brustgewebe ist aufgrund des Alters noch relativ dicht, daher wären eventuelle Karzinome nur mittels Mammographie noch nicht auszuschließen. Je älter man wird, desto besser lassen sich bösartige Tumore entdecken.

Die Diagnose: Zum Glück keine Knoten und nichts Verdächtiges auffindbar.

Ich atme fühlbar auf, denke voller Mitgefühl wieder an die Frau im Warteraum. Und bin mit meiner Entscheidung, früher als mit 45 Jahren zur Vorsorge zu gehen, noch glücklicher. Denn bei jeder Krebsart gilt die Regel: Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto höher sind die Heilungschancen.

Vorsorge ist immer besser

Daher gebe ich mir, als mir schließlich die Bilder und die Befunde überreicht werden, selbst das Versprechen: Ich werde wieder regelmäßiger selbst die Brust abtasten, um so früh wie möglich Veränderungen feststellen zu können. Und schreibe mir die Erinnerungen sogar in meinen Kalender. DAS Gerät sieht mich dann in zwei Jahren wieder!

Umfassende Informationen zur Brustkrebs-Vorsorge in ganz Österreich erhältst du auf frueh-erkennen.at.

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