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Oh, Melania! Warum Trumps Gattin bislang schwieg

Bislang trat Donald Trumps Gattin Melania im US-Präsidentschaftswahlkampf kaum in Erscheinung. Das Video einer Rede in Wisconsin lässt erahnen, warum.


Oh, Melania! Warum Trumps Gattin bislang schwieg

Melania Trump in Wisconsin: "Sie ist eine unglaubliche Frau"

© 2016 Getty Images

Donald Trump, Immobilien-Tycoon und pöbelnder Favorit für die Rolle als Präsidentschaftskandidat der Republikaner, hat ein Problem mit Frauen. Wer ihn attackiert, ist wahlweise "fett", "blutet aus allen Körperöffnungen" oder sowieso nur ein "Gold-Digger" (nur auf das Geld reicher Männer aus).

Nun haben die meisten Frauen leider auch ein Problem mit ihm - so ist etwa eine Menstruations-Unterhose mit Trump-Konterfei ein Verkaufs-Hit. Weshalb sich Trump jetzt um Image-Korrektur bemüht. Richten soll die Sache seine Gattin Melania. Das slowenische Ex-Model, seit über 11 Jahren mit Trump verheiratet, trat im US-Wahlkampf bislang kaum in Szene. Ihr erstes TV-Interview geriet eher zur Peinlichkeit, als sie im New Yorker Luxus-Apartment auf einem Goldthron darüber schwadronierte, dass ihr zehnjähriger Sohn ein "völlig normales Leben führen solle."

Darauf wurde Melania von Trumps Wahlkampf-Beratern flugs wieder im Hintergrund verräumt. Doch schlechte Werte bei den weiblichen Wählern ließen einen Auftritt der möglichen zukünftigen "First Lady" hochnotwendig erscheinen.

Vor den US-Vorwahlen in Wisconsin bemühte sie sich, das frauenfeindliche Image ihres Mannes zu korrigieren: "Egal ob man ein Mann ist oder eine Frau, er behandelt alle gleich." Sie sei "sehr stolz" auf ihn. "Er ist ein harter Arbeiter, er ist nett, er hat ein großes Herz, er ist hart, er ist klug."

Auch wenn Melanias Versuch, das Frauenproblem ihres Gatten zu retten, tapfer anmuten mag: die Medien zerrissen den patscherten Auftritt der 45-Jährigen in der Luft. "Kein Wunder, warum sie bislang nicht in Erscheinung getreten ist," urteilte die Washington Post . Und der deutsche Spiegel ätzte: "Sie hätten besser nichts gesagt, Frau Trump."

Das dürfte Melania nicht weiter stören. In einem Interview mit dem Sender Fox News erklärte sie, dass sie ihren Mann zwar zu 100 Prozent unterstütze, aber mit der Rolle als Mutter des gemeinsamen zehnjährigen Sohnes gut ausgelastet sei.